Sie befinden sich hier: Startseite > Regionen > Piemont > Langhe-Roero
Die Langhe ist eine malerische Region: ein sanftwelliges Hügelland, endlose Weinberge, dazwischen kleine Ortschaften und auf den Hügeln hoch aufragende Weingüter und Castelli. Wichtigste Reisezeit ist der Herbst, wenn die Weine geerntet und gekeltert werden und die Trüffelzeit beginnt und das Land sich in ein wunderbares Farbenmeer verwandlet. Heimat berühmter italienischer Rotweine, wie des Barolo und des Barbaresco und der weißen Trüffel - der Königin der Pilze.

Als Hauptstadt der berühmten Rotweine gilt Alba, auf halbem Wege zwischen Turin und der Riviera gelegen. Zentrum der mittelalterlichen Stadt ist die Piazza di Risorgimento (oder auch Piazza Duomo), an der das Rathaus und der Dom zu finden sind. Im Hof der Kirche S. Maria Maddalena am Corso V. Emmanuele II. finden an den Oktobersonntagen die berühmten Trüffelmärkte statt. Man kann zwas überall in Alba in Spezialitätengeschäften die Kostbarkeiten erwerben, aber auf dem Markt sind die Trüffel am Frischesten. Trüffel werden übrigens in Italien vorzugsweise mit Hunden gesucht und nicht wie in Frankreich mit Trüffelschweinen. Die Trüffelsucher begründen das damit, dass die Hunde die Trüffel niemals fräßen, die Schweine aber schon. Berühmt ist auch das amüsante Spektakel Giostra degli Asini, die am ersten Oktobersonntag statt findet. Es ist ein Eselrennen, das als Parodie auf den berühmten Palio von Asti gedacht ist und führt durch die Via Vittorio Emanuele, dem Zentrum des kulturellen Lebens in Alba mit wundervoller barocker Architektur.

In der Umgebung von Alba liegen zahlreiche pittoreske Ortschaften, die alle alleine schon eine Reise wert sind: Grinzane Cavour mit einem mächtigen Schloss aus dem 13. und 17. Jahrhundert und einer Enoteca Regionale, die sich für eine Weinverkostung anbietet; das mittelalterliche Serralunga, das eine mächtige Burg vorzuweisen hat (1340 erbaut); in Alta Langhe das wunderschön gelegene Bossolasco mit herrlichen Aussichten und dem Palazzo Del Caretto aus dem 17. Jahrhundert und nicht zuletzt das malerische Murrazzano mit mittelalterlicher Kulisse vor den Gipfeln der Seealpen.
Am westlichsten Zipfel des Piemont in einer Ebene liegt Cuneo, das aufgrund seiner strategischen Lage zwischen dem 16. und 18 Jahrhundert häufig umkämpft wurde. Zentrum der Stadt und absolut sehenswert ist die Piazza Galimberti, die nach dem von Faschisten erschossenen Widerstandskämpfer Tancredi galimberti benannt ist. Die Piazza ist weitläufig (110 x 215 m) und von herrlichen Arkaden gesäumt, durch die man auch an einem Regentag trockenen Fußes schlendern kann.
In der Umgebung einen Besuch wert sind Mondovi, bei dem eine Zahnradbahn die beiden auf unterschiedlichen Niveaus liegenden Stadtviertel verbindet, Limone Piemonte, ein auf 1000 m gelegener beliebter und relativ schneesicherer Wintersportort, oder das mit herrlichen Aussichten lockende Tende.