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Assisi - eine Stadt im Zeichen von Kunst und Geistlichkeit

Wer von Perugia nach Süden fährt, dem bietet sich ein fantastischer Blick auf Assisi am Fuß des Monte Subasio. Die mittelalterliche Stadt ist vor allem durch den Heiligen Franz von Assisi berühmt und sie steht bis heute ganz im Zeichen von Kunst und Religiosität. Sie bildet nach dem Vatikan das bedeutendste religiöse Zentrum Italiens. 

Basilica di San Francesco (Fototeca ENIT)

Ein geeigneter Ausganspunkt um den Spuren des Heiligen Franz von Assisi zu folgen ist die Basilika San Francesco im Zentrum. Sie besteht eigentlich aus zwei Kirchen: der aus dem Jahr 1288 stammenden romanischen Unterkirche, deren Bau direkt nach der Heiligsprechung und zwei Jahre nach dem Tod Franz von Assisis begonnen wurde. Sie ist die eigentliche Pilgerkirche und beherbergt auch den Sarkophag des Franziskus. Die Oberkirche erlitt leider bei dem furchtbaren Erdbeben 1997 starke Zerstörungen und es ist bis heute nicht klar, ob der prunkvolle gotische Innenraum je wiederher gestellt werden kann. Es gibt in der gesamten Stadt, deren mittelalterliche Häuser und Gässchen einen wirklich malerischen Anblick bieten, kaum einen Ort, der nicht mit dem Heiligen Franziskus Verbindung in gebracht werden kann. Im Dom an der Piazza Rufino soll er, wie auch die Hl. Klara und Friedrich II., getauft worden sein, in der Capella del Crocifisso hängt das gemalte Kruzifix, von dem Christus zu Franziskus gesprochen haben soll.

Roca Maggiore (Fototeca ENIT)

Lohnenswert ist eine Wanderung zur Rocca Maggiore etwas oberhalb der Stadt, einer Festung, die im 12. Jahrhundert von Friedrich Barbarossa angelegt wurde und von der aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt und die Landschaft hat.
Verlässt man die Stadt durch die Porta dei Cappucini, kann man am Monte Subasio in 791 m Höhe inmitten eines Steineichenwaldes die Grotte finden, in die sich Franziskus zum Gebet zurück gezogen hat.

6 km südwestlich von Assisi befindet sich der kleine Ort Santa Maria degli Angeli mit der gleichnamigen Kirche. Sie wurde 1569 von Galeazzo Alessi errichtet, um die Scharen von Gläubigen aufzunehmen, die zur Sterbezelle des Hl. Franziskus und zur Porziuncola-Kapelle (in der Vierung der Basilika) pilgern. Nach einer Legende verloren die Rosen in dem kleinen Garten östlich der Sakristei ihre Dornen, als Franziskus dort eine Bußübung vollzog.

 

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