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Auferstanden aus Ruinen

Bussana Vecchia (Wikipedia: Samuele)

Man darf es nicht verwechseln mit Bussana, dem modernen gesichtslosen Ort östlich von San Remo. Bussana Vecchia (zu deutsch: das alte Bussana) ist ein traumhafter Ort in den Hügeln des Hinterlandes von San Remo. Ein Ort dessen Schicksal sich tief in sein Antlitz eingemeißelt hat. 

1887 wurde das Dorf durch ein verheerendes Erdbeben vollständig zerstört. Die überlebenden Bewohner siedelten sich an der Küste in dem heutigen Bussana an. Zurück blieb eine von Macchia überwucherte Ruinenlandschaft.

Gässchen in Bussana Vecchia (Wikipedia: Samuele)

Das änderte sich erst in den 1950er Jahren, als einzelne Künstler auf der Suche nach Möglichkeiten, sich in Abgeschiedenheit auf Ihr Schaffen konzentrieren zu können, begannen, gegen den Willen der Behörden die alten Ruinen zu beziehen und halbwegs wohnlich herzurichten, quasi in einer frühen Form der Hausbesetzungen.

Im Laufe der Zeit erwirkten sie, dank starker Solidarisierung im In- und Ausland, ein Gewohnheitsrecht: wer zwanzig Jahre lang eine der Ruinen von Bussana Vecchia bewohnt, wird zum Besitzer des Hauses, ...wenn er denn von Anfang an ein Schloss an der Tür angebracht hat!

In den 1970er Jahren wurde Bussana Vecchia dann endlich wieder an die Strom- und Wasserversorgung angehängt. Heute präsentiert sich der Ort als kleine Künstlerkolonie in pittoreskem Ambiente. Bewohnt wird er von ein paar Dutzend Menschen, in der Hauptsache Kunsthandwerker und Künstler aus mehreren europäischen Ländern, die hier leben und arbeiten.

Der Kirchturm (Wikipedia: Samuele)

Ihre Galerien, sowie das einzigartige Erscheinungsbild des Ortes, das eine Synthese aus neu entstandenem Leben in einer Kulisse, die optisch ihren Ruinencharakter behalten hat, darstellt, zieht Besucher aus aller Welt. Ein faszinierender Ort, ein Ort für Individualisten.

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