Schiefer Turm von Pisa, Toskana | italien.de

Schiefer Turm von Pisa

Der Schiefe Turm von Pisa: Schräges Wahrzeichen der Toskana

Der Schiefe Turm von Pisa (italienisch: Torre Pendente) wurde einst als Glockenturm für den Dom von Pisa errichtet. Er sollte bei Gefahr die Kirchendiener aufnehmen und vor Angriffen schützen. Der Schiefe Turm von Pisa an der Piazza del Duomo bzw. Piazza dei Miracoli wurde in den 1990er Jahren dann selbst zur Gefahr, denn er drohte umzustürzen. Die Gefahr ist aber inzwischen gebannt, und der Turm kann wieder besucht werden.

Sieht man sich den Schiefen Turm von Pisa unabhängig von anderen Gebäuden an, wirkt der Turm gar nicht so schräg. Erst wenn man das gesamte Ensemble mit dem gewaltigen Dom und dem Baptisterium auf der Piazza dei Miracoli betrachtet, wird die Schieflage deutlich. Der Schiefe Turm von Pisa ist mit 54 m Höhe das kleinste Gebäude dieses Ensembles. Seine Schräglage hat der Turm seinem nur 3 m tiefen Fundament und einem Untergrund aus Lehm und Sand zu verdanken. Schon 1174, ein Jahr nach Baubeginn, kam der Turm in Bewegung. Er erreichte seine größte Neigung 1995 mit einer Abweichung von 5,4 m in der Spitze. Nach Jahren der Sperrung für Besucher und zahlreichen Versuchen im Geraderücken kann der Turm heute wieder in kleinen Gruppen besucht werden. Die Abweichung der Spitze gegenüber dem Fundament beträgt jetzt etwa 5 m.

Urlaub vom Schiefen Turm von Pisa

Durch die Begeisterung für den Schiefen Turm von Pisa wird oft vergessen, dass Pisa nur wenige Kilometer entfernt liegt von der Ligurischen Küste. Durch den geschützten Naturpark Parco San Rossore führen breite, ausgebaute und durch Geländer gesicherte Pfade, die auch von Gästen im Rollstuhl gut genutzt werden können. Wer sich vom Trubel rund um den Schiefen Turm von Pisa erholen möchte, findet an der Marina di Vecchiano und dem Foce del Serchio nördlich von Pisa sein Strandparadies. Südlich von Pisa liegen mit herrlichen Stränden, die viel Platz bieten, Marina di Pisa, Tirrenia und Calambrone. Die Strände liegen hinter rauen Dünen, auf denen sich Palmen, Pinien, Kiefern und Wacholder dem Wind und Wetter stellen. In Tirrenia gibt es alles, was für den Strandaufenthalt nötig ist. Für einen Besuch der anderen Küstenabschnitte sollte man sich jedoch eigene Verpflegung mitnehmen.


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Bildnachweis: Jacob Munk-Stander – Lizenz: CC BY 2.0

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