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Südöstlich der Piazza Venezia befindet sich das Antike Rom, auf dem Kapitol (Campidoglio) gelegen, der von den sieben Hügeln Roms das politische und religiöse Zentrum der Stadt bildete.
Direkt am Kapitolsplatz (Piazza del Campidoglio) befinden sich die Kapitolinischen Museen, in denen vor allem die antiken Fundstücke ausgestellt sind, darunter die berühmte Kapitolinische Wölfin, das Wahrzeichen Roms oder die Reiterstatue Marc Aurels aus dem 2. Jh. In der Pinacoteca Capitolina im zweiten Stock werden Gemälde von Tizian, Tintoretto, Caravaggio, Lorenzo Lotto und Veronese gezeigt.
Der Senatorenpalast und heutige Amtssitz des Bürgermeisters und des Stadtrates steht auf Resten des römischen Staatsarchivs (Tabularium, 78 v. Chr.), das den Übergang zum Forum Romanum bildet. In einer Senke zwischen dem Kapitolshügel, dem Palatin im Süden und dem Quirinal im Norden liegt das Forum Romanum und weitere antike Prachtbauten, deren Besuch ein absolutes Muss eines Romaufenthaltes darstellt. Dieser Hauptversammlungsort, Markt- und Gerichtsplatz erstrahlte in der Antike in Marmor und vergoldetem Erz. Beherrscht wurde das Forum von drei Tempeln, deren größter der Tempel des Saturn war und dessen Säulen auch heute noch die Szenerie dominieren.
Einander gegenüber liegend befanden sich die 179 v.Chr. errichtete Basilica Aemilia und die Basilica Iulia (169 v.Chr.). Auf den Stufen der letzteren vertrieben sich die Römer die Zeit mit Brettspielen, deren Spielfelder auch heute noch deutlich zu erkennen sind. Neben der Basilica Aemilia befindet sich die Curia, das Sitzungsgebäude der Senatoren. Weitere Tempel, die den Platz säumten, waren der Tempel des vergöttlichten Julius Cäsar, der den Stadtpatronen gewihte Tempel von Castor und Pollux, der Tempel für Antonius Pius und Faustina (der besterhaltendste Tempel auf dem Forum) und der Rundtempel der Vesta, in dem das Heilige Feuer brannte. An diesem heiligen Feuer wurden am 1. März, dem römischen Neujahrstag die Hausfeuer neu entzündet.
Hinter dem Titusbogen kann man den nächsten Hügel erklimmen, den Palatin. Der Legende nach wurden hier die Zwillinge Romulus und Remus angespült. Hier befindet sich der Kaiserpalast des Augustus, das Palatium, das Haus der Livia mit schönen Wandmalereien und die eindrucksvollen Thermen des Kaisers Septimus Severus. In der Senke zwischen Palatin und Aventin kann man die wenig erhaltenen Reste des Circus Maximus besichtigen.
Eines der Wahrzeichen der Stadt Rom ist das Kolosseum, das größte je gebaute Amphitheater, das bis zu 50.000 Zuschauer fassen konnte. Ab 72 n.Chr. wurde es von Kaiser Vespasian erbaut und 80 n.Chr. mit 100-tägigen Spielen eingeweiht, wobei tausende von Tieren und Hunderte von Gladiatoren getötet wurden. Der Grundriss des Theaters ist ein Oval, dessen Längsachse 188 m und die Querachse 156 m lang ist. Der Bau besitzt eine Höhe von 57 m, die sich aus vier Stockwerken zusammen setzten. Die untersten Ränge waren den privilegierten Römern vorbehalten, die oberen dem Volk, der Eintritt war frei. Der Boden der Arena bestand aus Holz, darunter befanden sich weiläufige Räumlichkeiten mit Ausrüstungen, Tierkäfigen und Aufenthaltsräumen. Im Mittelalter wurde es durch ein Erdbeben teilweise zerstört und diente danach als Steinbruch für den Bau von Häusern, bis Papst Benedikt XIV. es zur christlichen Stätte weihte.