Sie befinden sich hier: Startseite > Regionen > Venezien > Venedig
Auf kleinen Inseln inmitten der Lagune gebaut und von unzähligen Kanälen durchzogen, verzaubert Venedig jeden Reisenden mit herrlichen Palästen und romantischen Gondeln.

Venedigs Blütezeit war im 14. bis 16. Jahrhundert, zu dieser Zeit war die Hafenstadt eines der wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Zentren der Welt, insgesamt beherrschte die Stadt aber über fast ein Jahrtausend den Handel im Mittelmeer. Bis heute sind aus dieser Zeit zahlreiche Kunstwerke und Bauten erhalten geblieben und begründen den einzigartigen Zauber, den diese Stadt auf jeden Besucher ausübt.
Heute ist Venedig vor allem fest in der Hand der Touristen - ins fast Unermessliche gestiegene Preise für Wohnraum und das Hochwasserproblem lassen immer mehr alteingesessene Einwohner auf das Festland abwandern. Geblieben ist dennoch eine zauberhafte Stadt der kulturellen und architektonischen Höhepunkte mit einem besonderen Flair.
Die größte Wasserstraße der Stadt ist der berühmte Canale Grande, der in Form eines liegenden S die Stadt in zwei Teile teilt: den vornehmen Teil am Ufer von San Marco und den Teil des "Volkes" San Polo. Über diesen Kanal gibt es nur drei Brücken: die berühmte Rialtobrücke ist dem Zentrum am nächsten, es folgen der Ponte dell'Academia und der Ponte degli Scalzi in der Nähe des Bahnhofs.
Zentrum der Stadt ist die berühmte Piazza San Marco. Hier konzentrierte sich die Macht der Republik und haben 15 Jahrhunderte Geschichte ihre Spuren hinterlassen mit dem Palazzo Ducale (Dogenpalast), den Prokuratien (die in alte und neue Prokurazien unterschieden werden, wobei die neuen Prokurazien auch bereits 400 Jahre alt sind) und der Basilica di San Marco. Der Platz wird von der Fassade der Basilica und ihrem Campanile beherrscht. Für die Venezianer ist die Piazza di San Marco einfach nur Der Platz, sodass alle anderen Plätze in Venedig neben ihm zu Feldern verblassen: den campi. Hier spürt man die Geschichte trotz der vielen Touristen. Der zur Lagune zugewandte schmale Teil des Platzes wird die Piazetta San Marco genannt, die von zwei Granitsäulen gesäumt wird. Nie würde ein Venezianer zwischen diesen beiden Säulen hindurch gehen, da es Unglück bringt. Hier wurden die zum Tode Verurteilten an den Pranger gestellt. Empfehlenswert ist auch ein Besuch des Camapanile di San Marco, von oben bietet sich ein herrlicher Blick über Venedig, die Lagune und die umliegenden Inseln. Am Markusplatz befindet sich auch das berühmte Café Florian, in dem schon Casanova seinen Kaffee getrunken haben soll. Später war es der Versammlungsort der republikanischen Verschwörer gegen die österreichischen Besatzer. Nicht weit davon, gegenüber vom Landungssteg von San Marco in der Calle Valaresso liegt ein weiteres berühmtes Café: die Harry’s Bar, in der Ernest Hemingway oft saß und schrieb.

Die berühmteste und älteste der drei Brücken über den Canale Grande ist die Rialto-Brücke. Sie soll nach Überlieferung 1175 zunächst auf Kähnen erbaut worden sein, und ein Jahrhundert später wurde eine stabilere Konstruktion auf Pfählen errichtet, deren Mittelteil sich öffnen ließ. Nach einem Jahrzehnte dauernden Wettberwerb, an dem sich die größten Architekten des 16. Jh. beteiligten, wurde die Rialtobrücke, wie man sie heute kennt, 1591 von Antonio da Ponte aus Stein gebaut. Heute reihen sich auf dem 28 m langen bogenförmigen Bauwerk zahllose Souvenirläden aneinander.