Ruhige Alternativen zu Italiens überlaufenen Zielen
Reiseblog

Ruhige Alternativen zu Italiens überlaufenen Zielen

Die berühmtesten Orte Italiens sind im Hochsommer an ihrer Belastungsgrenze: Die Amalfiküste steht im Stau, die Cinque Terre begrenzen zeitweise den Zugang, und am Gardasee ringen die Gemeinden mit dem Verkehr. Das Gute ist: Für fast…

Die berühmtesten Orte Italiens sind im Hochsommer an ihrer Belastungsgrenze: Die Amalfiküste steht im Stau, die Cinque Terre begrenzen zeitweise den Zugang, und am Gardasee ringen die Gemeinden mit dem Verkehr. Das Gute ist: Für fast jedes dieser Ziele gibt es einen ruhigeren Zwilling ganz in der Nähe, der dieselbe Landschaft und dasselbe Lebensgefühl bietet, nur ohne das Gedränge. Hier sind vier Tauschvorschläge.

Statt Amalfiküste: der Cilento

Südlich von Salerno beginnt der Cilento, eine Küste, die aussieht wie die Amalfiküste vor dreißig Jahren. Steilküsten und Buchten wechseln sich ab, Palinuro und die Grotta Azzurra locken, und im Hinterland liegen die griechischen Tempel von Paestum, die es mit jedem Highlight der Amalfiküste aufnehmen. Der Cilento ist Nationalpark und UNESCO-Welterbe, aber ein Bruchteil so voll. Wer die berühmte Küste liebt, aber nicht ihre Menschenmengen, ist hier richtig.

AnzeigeUnterkünfte in Italien vergleichen

Hotels, B&Bs und Resorts mit Live-Preisen und Gästebewertungen auf Booking.com.

Unterkünfte in Italien ansehen →

Vermittelt über Booking.com. Bei einer Buchung erhält italien.de eine Provision, für dich ohne Aufpreis.

Statt Cinque Terre: die stille Riviera

Die fünf Dörfer der Cinque Terre sind so beliebt, dass der Zugang in Spitzenzeiten gesteuert wird. Nur wenige Kilometer weiter nördlich reiht die ligurische Küste dieselben pastellfarbenen Häuser und Felsbuchten aneinander, ohne den Ansturm. Levanto hat einen echten Sandstrand und ist der entspannte Nachbar direkt vor den Cinque Terre. Bonassola und der Küstenradweg durch alte Bahntunnel schließen sich an, und im Sestri Levante liegen zwei Buchten Rücken an Rücken, eine davon die Baia del Silenzio, die Bucht der Stille.

Statt Gardasee: die kleinen Seen

Der Gardasee ist Italiens größter See und entsprechend voll. Wer die Bergseen-Kulisse ohne die Menschenmengen sucht, fährt an einen der kleineren: Der Ortasee im Piemont ist der stillste von allen, mit dem mittelalterlichen Orta San Giulio und einer Klosterinsel davor. Der Lago d'Iseo zwischen Garda- und Comer See bleibt ebenfalls erstaunlich leer, in seiner Mitte liegt mit Monte Isola die größte Seeinsel Europas. Mehr dazu in unserem Beitrag zu den Bergseen als Hitzeflucht.

Statt Venedig: die Lagunenstädte

Venedig braucht keine Vorstellung, aber es teilt sich seine Lagune mit stilleren Verwandten. Chioggia am Südrand der Lagune wird das kleine Venedig genannt: Kanäle, Fischmarkt und bunte Boote, aber ein Alltag statt einer Kulisse. Weiter südlich, im Po-Delta, liegt Comacchio mit seinen Brücken und Kanälen zwischen Lagunen und Salzwiesen. Beide geben dir das Wasser-und-Gassen-Gefühl, ohne dass du dich durch die Massen schieben musst.

Der beste Trick bleibt die Reisezeit

Egal ob berühmtes Ziel oder ruhiger Zwilling: Am meisten Ruhe bringt der richtige Monat. Juni und September sind fast überall in Italien die bessere Wahl als der August. Das Wasser ist warm, die Preise niedriger, und selbst die bekannten Orte sind dann gut auszuhalten.

Über den Autor

Marcus

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Küche

Marcus fährt seit 2002 mehrmals im Jahr nach Italien, vom Norden bis in den Süden, mit einer Schwäche für die Toskana rund um Siena und Florenz. Zu Hause steht er nach Nonna-Art am Herd, und über seine Carbonara lässt er nicht mit sich verhandeln.

Alle Beiträge von Marcus

Magazin

Weitere Artikel

Alle Beiträge Reiseziele