Waldbrände in Italien: Sizilien, Sardinien und Piemont im Ausnahmezustand
Reiseblog

Waldbrände in Italien: Sizilien, Sardinien und Piemont im Ausnahmezustand

Update · 17. August 2026 Die Hitzewelle bricht, die Brandgefahr bleibt: Nach Wochen extremer Hitze bringt der Wetterumschwung Mitte August Gewitter und kühlere Luft, zuerst im Norden. Viele Brände sind unter Kontrolle, der Waldbrand am Gardasee…

Update · 17. August 2026

Die Hitzewelle bricht, die Brandgefahr bleibt: Nach Wochen extremer Hitze bringt der Wetterumschwung Mitte August Gewitter und kühlere Luft, zuerst im Norden. Viele Brände sind unter Kontrolle, der Waldbrand am Gardasee bei Tignale ist längst gelöscht. Auf Sizilien, Sardinien und in Kalabrien bleibt es bei Resthitze und Trockenheit örtlich brandgefährlich. Mehr zur Lage weiter unten.

AnzeigeUnterkünfte in Italien vergleichen

Hotels, B&Bs und Resorts mit Live-Preisen und Gästebewertungen auf Booking.com.

Unterkünfte in Italien ansehen →

Vermittelt über Booking.com. Bei einer Buchung erhält italien.de eine Provision, für dich ohne Aufpreis.

Italien kämpft in diesem Sommer gegen eine der schwersten Waldbrandwellen der vergangenen Jahre. Von Sardinien über das Piemont und Sizilien bis an die Adriaküste in Apulien sind mehrere Brandherde gleichzeitig aktiv, begünstigt durch anhaltende Extremhitze, Trockenheit und starke Fallwinde wie den Scirocco. Was ist passiert, wie stark sind Reiseziele betroffen und worauf solltest du achten, wenn du gerade in Italien bist oder deinen Urlaub planst?

Update, 17. August: Die vierte und heftigste Hitzewelle des Sommers erreicht ihr Ende. Für den 17. und 18. August erwarten die Meteorologen kräftige Gewitter und kühlere Luft, die zuerst den Norden und dann den Süden erreichen. Damit sinkt auch die Waldbrandgefahr spürbar, wenngleich ausgetrocknete Böden im Süden noch einige Tage anfällig bleiben.

Gardasee: Waldbrand am Westufer bei Tignale

Hohe Flammen und Rauch bei einem Waldbrand
Symbolbild: In der anhaltenden Trockenheit breiten sich Waldbrände in Italien derzeit schnell aus. Foto: Anoushka Trivedi, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons).

Update, 8. August: Erstmals in diesem Sommer hat ein größerer Waldbrand auch den Gardasee erreicht. Am Freitagabend brach oberhalb von Olzano, einem Ortsteil der Gemeinde Tignale am Westufer, in einem großen Waldgebiet ein Feuer aus. Bürgermeister Daniele Bonassi sprach von furchterregenden Szenen rund um die Wallfahrtskirche oberhalb des Ortes. Rund 200 Menschen, unter ihnen viele ausländische Urlauber, wurden in Sicherheit gebracht, das Hotel Residence La Forca und mehrere Ferienhäuser mussten evakuiert werden. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand. In der Nacht kam die Feuerwehr gegen die vom Seewind angefachten Flammen zunächst nicht an; am Samstagmorgen war der Brand noch nicht unter Kontrolle, Canadair-Löschflugzeuge und Hubschrauber waren im Anflug. Erst kürzlich hatte es auch am Comer See gebrannt.

Update, 10. August: Der Brand bei Tignale ist nach rund 13 Stunden unter Kontrolle. Am Samstag konnten die evakuierten Anwohner und Urlauber in ihre Häuser und Unterkünfte zurückkehren, verletzt wurde niemand. Am Gardasee ist die Lage damit entspannt; bei der anhaltenden Hitze und Trockenheit bleibt die Waldbrandgefahr vor allem im Süden Italiens aber weiter hoch.

Sizilien: rund 1.000 Brandherde seit dem Wochenende

Am stärksten betroffen ist derzeit Sizilien. Allein seit dem vergangenen Wochenende zählten die Feuerwehren rund 1.000 einzelne Brandherde auf der Insel. Besonders die Provinz Palermo, mit den Orten Casaboli, Pioppo und San Martino delle Scale, sowie Gebiete um Oristano sind betroffen. Bei Temperaturen von über 40 Grad und starkem Wind erreichten die Flammen zeitweise bewohntes Gebiet, mehrere Familien mussten vorsorglich ihre Häuser verlassen. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet. Als Brandbeschleuniger gilt vor allem der Scirocco, der heiße Wüstenwind aus Nordafrika, der die Flammen zusätzlich anfacht.

Update: Weitere Brandherde meldeten die Behörden zuletzt aus Castronovo di Sicilia in der Provinz Palermo sowie aus Nissoria in der Provinz Enna, wo die Flammen Wohnhäuser bedrohten. Allein am Montag zählte der Zivilschutz mehr als 100 Einsätze auf der Insel, im Raum Catania brachen binnen weniger Stunden 24 einzelne Vegetations- und Buschbrände aus.

Update, 29. Juli: Im Westen Siziliens hat sich die Lage erneut verschärft. Im Bosco di Casaboli in den Bergen oberhalb von Pioppo, nur rund vier Kilometer von der für ihre Kathedrale bekannten Stadt Monreale entfernt, kämpfen die Einsatzkräfte gegen eine neue Feuerfront. Die Staatsstraße SS186 zwischen Palermo und Monreale wurde gesperrt und der Verkehr über die SS624 umgeleitet. Auch am Ätna an der Ostküste, der sich seit Ende Juni ohnehin in einer eruptiven Phase befindet, brachen erste Vegetationsbrände aus. In Palermo stieg die Temperatur am Dienstag auf 42,4 Grad. Nach Behördenangaben sind auf Sizilien seit Jahresbeginn bereits rund 24.500 Hektar verbrannt, davon fast 17.000 Hektar allein in der Woche vom 14. bis 21. Juli.

Bei den Löscharbeiten in Sizilien kam ein Feuerwehrmann ums Leben. Der 59-jährige Alessandro Marchì, Löschzugführer der Feuerwehr von Caltanissetta, erlitt am 22. Juli während eines Einsatzes bei San Cataldo einen tödlichen Zusammenbruch. Wenige Monate vor seiner Pensionierung hinterlässt er Frau und drei Kinder, Staatspräsident Sergio Mattarella sprach der Familie sein Beileid aus. Allein in Sizilien rückte die Feuerwehr seit dem Wochenende zu mehr als tausend Einsätzen aus.

Sardinien: Strände geräumt, Straßen gesperrt

Sardinien meldet Brände unter anderem in der Gallura-Region bei Aglientu, wo rund 20 Hektar Küstenwald am Monti Russu vernichtet wurden, sowie im Gebiet um Cagliari. Als möglicher Auslöser wird ein defekter Strommast des Energieversorgers Enel untersucht, die Ermittlungen laufen noch. Die Strände von Litarroni und Naracu Nieddu mussten vorübergehend geräumt werden, mehrere Provinzstraßen, darunter die Strada Provinciale 90 sowie die Staatsstraßen 554 und 387, waren zeitweise gesperrt. Zuletzt kam ein weiterer Brandherd bei Iglesias im Südwesten der Insel hinzu, dort geriet ein Waldstück am Stadtrand in Brand. Auch bei Oniferi in der Provinz Nuoro erreichten die Flammen den Ortsrand. Die Feuerwehr setzte auf Sardinien mehrere Löschhubschrauber, einen Super-Puma-Hubschrauber und ein Canadair-Löschflugzeug vom Flughafen Olbia ein.

Update, 1. August: Ende Juli spitzte sich die Lage weiter zu. Am 31. Juli war der Löschapparat auf Sardinien an gleich drei Fronten im Einsatz, am schwersten in der Gallura bei Padru sowie bei Alghero und Pimentel im Hinterland von Cagliari, wo mehrere hundert Hektar Vegetation in Flammen standen. Bei Temperaturen von örtlich bis zu 45 Grad und Warnstufe Orange bleibt die Brandgefahr auf der Insel sehr hoch.

Piemont: größte Waldflächenverluste

Mit 800 bis 900 Hektar zerstörter Waldfläche in den Provinzen Turin, Vercelli, Novara und Verbano-Cusio-Ossola verzeichnet das Piemont die größten Flächenverluste. Hier gelten Blitzeinschläge während sommerlicher Gewitter als Auslöser, begünstigt durch ausgetrocknete Böden und Fallwinde in den Alpentälern. Die Feuerwehr setzte unter anderem Canadair-Löschflugzeuge und Super-Puma-Hubschrauber ein, um die Brände einzudämmen.

Apulien: Feuer erreicht die Adriaküste am Gargano

Neuer Schwerpunkt ist seit dem Wochenende die Halbinsel Gargano in Apulien, der Sporn des italienischen Stiefels an der Adria. Ein durch starken Wind angefachtes Feuer griff von einem ländlichen Gebiet im Landesinneren auf die Küstenpinienwälder über und arbeitete sich bis an den Strand zwischen den beliebten Badeorten Peschici und Vieste vor, wo entlang der Küste zahlreiche Campingplätze liegen.

Weil die Küstenstraße SP52 durch die Flammen gesperrt war, blieb vielerorts nur der Weg über das Meer. Die italienische Küstenwache brachte gemeinsam mit der Finanzpolizei und rund zehn privaten Booten am Sonntag mehr als 400 Strandgäste und Urlauber direkt vom Ufer in Sicherheit. Nach Angaben der Einsatzkräfte war die Evakuierung über See die einzig machbare Route. Weitere Gäste erreichten Vieste per Auto oder mit Bussen der Gargano-Bahn, die ins Landesinnere auf die Staatsstraße SS89 auswichen. Ein Sprecher schloss nicht aus, dass noch mehrere hundert weitere Menschen aus dem Gebiet gebracht werden müssen.

Der Bürgermeister von Peschici geht von Brandstiftung an mehreren Stellen aus. Am Dienstag meldete er die Lage als unter Kontrolle: Die Strände füllten sich bereits wieder mit Badegästen, drei Canadair-Löschflugzeuge wässerten mit Unterstützung von Einsatzkräften aus Kampanien nur noch einzelne Glutnester in den Küstenpinien. Die Altstadt von Peschici war zu keinem Zeitpunkt bedroht. Weiter südlich kämpft zudem Kalabrien seit Tagen gegen zahlreiche Feuer, landesweit war der Bahnverkehr durch die Brände zeitweise beeinträchtigt.

Update, 1. August: Am Freitag, 31. Juli, flammten die Brände am Gargano erneut auf. Betroffen waren unter anderem der Pinienwald Caravella bei Vieste, Waldgebiete bei Peschici und Cagnano Varano sowie die Lokalität Coppa di Mezzo bei San Marco in Lamis, wo rund 20 Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Insgesamt verbrannten am Gargano rund 150 Hektar Wald- und Parkfläche. In Vieste wurden Anwohner in Sicherheit gebracht, nachdem die Flammen ein Wohnhaus erreicht hatten, ein Agriturismo wurde geräumt. Mit zwei Canadair-Löschflugzeugen, Feuerwehr und Zivilschutz brachten die Einsatzkräfte die Feuer im Lauf des Tages unter Kontrolle. Bei der anhaltenden Hitze mit Warnstufe Rot bleibt die Waldbrandgefahr am Gargano aber hoch.

Nach Zahlen des europäischen Waldbrand-Informationssystems EFFIS sind seit Jahresbeginn bereits rund 11.500 Hektar Vegetationsfläche in Italien verbrannt, allein auf Juni und Juli entfallen davon über 5.000 Hektar, deutlich mehr als im langjährigen Mittel.

Molise: Strände und Campingplätze bei Campomarino geräumt

Fast zeitgleich mit dem Gargano brannte es im benachbarten Molise, dessen kurze Adriaküste nahtlos an Apulien anschließt. Rund um Campomarino im Basso Molise mussten Strände und Campingplätze geräumt werden, aus einem Seniorenheim wurden Bewohnerinnen und Bewohner vorsorglich verlegt. Mit Löschhubschraubern, Canadair-Flugzeugen und Unterstützung der Feuerwehr aus den Abruzzen brachten die Einsatzkräfte die Flammen im Lauf des Wochenendes unter Kontrolle.

Die Hitzewelle als Treiber

Parallel zu den Bränden gilt bereits die vierte Hitzewelle des Sommers: In Rom, Neapel, Florenz, Bari und Palermo hat das Gesundheitsministerium die höchste Warnstufe, die Alarmstufe Rot, ausgerufen. In der Toskana und in Latium sind Außenarbeiten in Landwirtschaft und Bauwesen zwischen 12:30 und 16:00 Uhr vorübergehend untersagt, um Beschäftigte vor der Mittagshitze zu schützen. In Rom bieten klimatisierte Kinos wegen der Hitze zeitweise freien Eintritt an.

Update, 1. August: Die vierte Hitzewelle des Sommers erreicht am ersten August-Wochenende ihren Höhepunkt. Das Gesundheitsministerium führt am Samstag 19 Städte auf der höchsten Warnstufe Rot, am Sonntag steigt die Zahl auf 23, darunter Rom, Neapel, Florenz, Bologna, Mailand, Turin, Venedig und Palermo. Der Wetterdienst erwartet bis zu 41 Grad und spricht vom heißesten Wochenende des Sommers. Auf Sardinien werden örtlich bis zu 45 Grad erreicht, dort gilt seit mehreren Tagen die zweithöchste Stufe Orange. Die anhaltende Extremhitze, Trockenheit und der Scirocco halten die Waldbrandgefahr vor allem im Süden weiter hoch.

Update, 6. August: Anfang August erreicht die Hitzewelle ihren Höhepunkt. Am Donnerstag, 6. August, führt das Gesundheitsministerium erstmals alle 27 überwachten Großstädte gleichzeitig auf der höchsten Warnstufe Rot, die Warnung gilt mindestens bis Freitag. Nach Einschätzung der Meteorologen soll die extreme Hitze in Mittel- und Süditalien bis Mitte August anhalten. Entsprechend bleibt die Waldbrandgefahr hoch: Neben Sizilien und Sardinien meldeten die Behörden zuletzt auch Brände in Kalabrien, der Toskana, der Lombardei und im Molise.

Update, 13. August: Die Hitzewelle hält an. Ab Sonntag erreichen erste Gewitter und etwas kühlere Luft den Norden Italiens, im Süden dürfte die Extremhitze noch länger anhalten. Feuerwehr und Löschflugzeuge sind weiter auf Sizilien, Sardinien und in Kalabrien im Einsatz.

Klimaforscher ordnen die Häufung ein: Der Mittelmeerraum erwärmt sich nach aktuellen Studien etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, was Hitzewellen und Waldbrandbedingungen wie derzeit in Italien wahrscheinlicher macht.

Was das für deine Italien-Reise bedeutet

Wenn du aktuell nach Sizilien, Sardinien, ins Piemont oder an den Gargano in Apulien reist, solltest du lokale Warnmeldungen, Straßensperrungen und Strandschließungen im Blick behalten, etwa über die Seiten der Protezione Civile, deines Campingplatzes oder deines Hotels vor Ort. Wanderungen und Ausflüge in Waldgebiete der betroffenen Regionen solltest du in den nächsten Tagen meiden, auch abseits der aktiven Brandherde bleibt die Waldbrandgefahr durch Trockenheit hoch. Rauchgeruch und schlechte Sicht können außerdem kurzfristig Straßen und Flugverbindungen beeinträchtigen, informiere dich vor Fahrten und Flügen daher aktuell bei deiner Airline oder deinem Mietwagenanbieter. Für die Wochenmitte warnt der Zivilschutz zudem in weiten Teilen Süditaliens, darunter Apulien, die Basilikata, Kampanien, Kalabrien, Sardinien und Teile Siziliens, vor erhöhter Waldbrandgefahr.

Südtirol und die Amalfiküste sind von den aktuellen Bränden nicht betroffen. Am Gardasee kam es am 7. August allerdings erstmals zu einem größeren Brand am Westufer bei Tignale (siehe oben). Auch dort lohnt bei der derzeitigen Hitze aber ein Blick auf unsere Tipps zur Hitzeflucht an den oberitalienischen Seen.

Häufige Fragen zu den Waldbränden in Italien

Welche Regionen Italiens sind aktuell von Waldbränden betroffen?
Am stärksten betroffen sind derzeit Sizilien (vor allem die Provinz Palermo), Sardinien (Gallura-Region und Umgebung Cagliari) sowie das Piemont (Provinzen Turin, Vercelli, Novara und Verbano-Cusio-Ossola). Am Gargano in Apulien flammten die Brände Ende Juli mehrfach wieder auf, zuletzt am 31. Juli bei Vieste, Peschici und San Marco in Lamis; die Einsatzkräfte brachten sie jeweils unter Kontrolle, bei der Hitze bleibt die Gefahr aber hoch. Das angrenzende Molise um Campomarino ist inzwischen unter Kontrolle. Südtirol und die Amalfiküste sind derzeit nicht betroffen; am Gardasee brach am 7. August allerdings erstmals ein größerer Brand am Westufer bei Tignale aus.
Wurden am Gargano in Apulien wirklich Urlauber per Schiff evakuiert?
Ja. Am Sonntag brachten die italienische Küstenwache, die Finanzpolizei und rund zehn private Boote mehr als 400 Strandgäste und Urlauber zwischen Peschici und Vieste über den Seeweg in Sicherheit, weil die Küstenstraße SP52 durch das Feuer gesperrt war. Nach Angaben der Einsatzkräfte war die Evakuierung über das Meer die einzig machbare Route.
Ist es aktuell gefährlich, nach Sizilien oder Sardinien zu reisen?
Die Flughäfen und touristischen Zentren sind in der Regel nicht direkt betroffen, punktuell kann es aber zu Straßensperrungen, Strandschließungen und Rauchbelastung kommen. Reisende sollten aktuelle Warnungen der Protezione Civile sowie Hinweise von Hotel und Fluglinie vor Ort verfolgen und Waldgebiete in Brandnähe meiden.
Gab es bei den Waldbränden Todesopfer?
Bei einem Löscheinsatz bei San Cataldo in der Provinz Caltanissetta starb am 22. Juli der 59-jährige Feuerwehrmann Alessandro Marchì an einem Zusammenbruch. Unter den Urlaubern am Gargano und im Molise wurden bei den Evakuierungen keine Verletzten gemeldet.
Was löst die Waldbrände in Italien 2026 aus?
Die Ursachen unterscheiden sich je nach Region: Auf Sardinien wird ein defekter Strommast als möglicher Auslöser untersucht, im Piemont gelten Blitzeinschläge während Gewittern als Ursache, am Gargano in Apulien geht der Bürgermeister von Peschici von Brandstiftung aus. Begünstigt werden alle Brände durch anhaltende Extremhitze, Trockenheit und starke Winde wie den Scirocco auf Sizilien.
Wie stark ist Italien insgesamt von der aktuellen Hitzewelle betroffen?
Es handelt sich um die vierte Hitzewelle des Sommers 2026. An ihrem Höhepunkt am ersten August-Wochenende stehen bis zu 23 Städte, darunter Rom, Neapel, Florenz, Mailand und Palermo, unter der höchsten Warnstufe Rot. In der Toskana und in Latium gilt zeitweise ein Arbeitsverbot im Freien für Landwirtschaft und Bauwesen während der Mittagsstunden.
Wie viel Fläche ist 2026 in Italien bereits verbrannt?
Nach Angaben des europäischen Waldbrand-Informationssystems EFFIS sind seit Jahresbeginn rund 11.500 Hektar Vegetationsfläche in Italien verbrannt, davon mehr als 5.000 Hektar allein im Juni und Juli, deutlich mehr als im langjährigen Durchschnitt.

Quellen

Aktuelles

Weitere News

Alle Beiträge Reiseziele