
Stau-Wochenende zum August-Start: Das erste August-Wochenende ist traditionell das reisestärkste des ganzen Sommers. Für Samstag, 1. August, gilt in Italien der Bollino nero, die höchste Verkehrswarnstufe. Besonders eng wird es auf der Brennerautobahn, die an diesem Tag in beide Richtungen als kritisch eingestuft ist. Die kritischen Tage und Reisetipps findest du weiter unten.
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Im August rollt der große Sommerurlaub, der sogenannte esodo estivo, über Italiens Straßen. Millionen Menschen fahren gleichzeitig ans Meer, in die Berge und an die Seen, dazu kommen die Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wann es am dichtesten wird, wo die Nadelöhre liegen und wie du entspannter nach Italien kommst, liest du hier.
Die italienische Verkehrsleitstelle Viabilità Italia stuft die Reisetage in Ampelfarben ein. Der Höhepunkt ist der Bollino nero, die Stufe für den dichtesten Verkehr. Für den August 2026 gelten als schwärzeste Tage der Samstagvormittag, 1. August (etwa 7 bis 13 Uhr) sowie Samstag, 8. August, ganztags. Auch die Wochenenden rund um den Feiertag Ferragosto am 15. August sind stark belastet. Nach Angaben der Straßengesellschaft Anas werden zwischen dem 20. Juli und dem 6. September mehr als 440 Millionen Fahrten auf dem eigenen Netz erwartet, allein an den rot eingestuften Wochenenden rollen Millionen Fahrzeuge über die Autobahnen.
Um den Verkehr flüssiger zu halten, läuft der Plan Estate Sicura 2026: Rund 1.175 der 1.414 Baustellen auf dem Anas-Netz, gut 83 Prozent, werden über die Hauptreisezeit ausgesetzt oder abgebaut. Etwa 2.500 Einsatzkräfte überwachen das Netz bis zum 7. September rund um die Uhr.
Für Urlauber aus dem deutschsprachigen Raum ist die Brennerroute der wichtigste Weg nach Italien und zugleich der anfälligste. Auf der italienischen Seite, der A22 vom Brenner Richtung Modena, gilt am Samstag, 1. August, in beide Fahrtrichtungen die höchste Warnstufe, es ist einer der kritischsten Tage des ganzen Sommers. Auch auf den Autobahnen zwischen der Schweizer Grenze, Mailand und Genua rechnet der ADAC mit langen Staus. Um Ausweichverkehr durch Wohngebiete zu verhindern, werden bei Stau immer wieder einzelne Ausfahrten gesperrt.
Schon vor der Grenze staut es sich: Auf der österreichischen Seite, der A13, sorgt die Sanierung der Luegbrücke weiter für Verzögerungen, dazu kommen an Spitzentagen die Blockabfertigung und Fahrverbote in Tirol. Wer über den Brenner fährt, sollte deshalb genügend Zeit einplanen und die aktuellen Meldungen im Blick behalten.
Die stärksten Belastungen erwartet der ADAC am Freitagnachmittag und Freitagabend sowie am Samstagvormittag. Am Sonntagnachmittag und Sonntagabend nimmt zusätzlich der Rückreiseverkehr spürbar zu. Wer flexibel ist, fährt die großen Etappen am besten früh morgens, spät abends oder in der Nacht, wenn die Straßen leerer und bei der aktuellen Hitze auch kühler sind. Unter der Woche, besonders dienstags und mittwochs, ist es auf den meisten Strecken deutlich ruhiger als am Wochenende.
Plane vor allem den Samstagvormittag nicht als Startzeit ein, wenn du den dichtesten Verkehr vermeiden willst. Ein Start am späten Sonntagvormittag oder ein Reisetag mitten in der Woche spart oft mehrere Stunden.
Alles Wichtige zu Wegen, Verbindungen und Maut findest du gebündelt auf unserer Seite zur Anreise nach Italien. Wenn du am Gardasee, in Südtirol oder in der Toskana Station machst, lohnt sich ein Blick in unsere Reiseziele für die Planung der Etappen.