
Ein günstiges Angebot, ein paar schöne Fotos, schnell gebucht, und am Urlaubsort steht statt der Ferienwohnung ein Versicherungsbüro. Was gerade über 120 Urlaubern an der italienischen Adria passiert ist, kann jeden treffen, der online eine Unterkunft bucht. Wir erklären den Fall und wie du dich schützt.
Im Adria-Badeort Cesenatico in der Emilia-Romagna wurden mehr als 120 Urlauber Opfer eines groß angelegten Ferienwohnungs-Betrugs. Rund 50 Familien mussten seit dem Wochenende notdürftig anderweitig untergebracht werden, nachdem ihre vermeintlich gebuchte Unterkunft, ein „Residence Andrea", schlicht nicht existierte. An der angegebenen Adresse fanden die Reisenden nur die Geschäftsstelle einer Versicherungsagentur vor. Die Betrüger hatten Fotos einer tatsächlich existierenden Anlage kopiert und über Buchungsplattformen Anzahlungen und Mieten kassiert. Teilweise wurde eine Woche in der Hochsaison für unter 800 Euro angeboten, rund 50 bis 60 Prozent unter dem üblichen Preis. Die Polizei ermittelt gegen eine mutmaßlich organisierte Bande.
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Das Muster ist fast immer gleich: Die Täter stellen echte Fotos einer fremden Unterkunft ins Netz, oft zu einem auffällig niedrigen Preis, und drängen auf eine schnelle Zahlung per Überweisung, gern außerhalb der eigentlichen Buchungsplattform. Bewertungen fehlen oder wirken generisch. Ist das Geld überwiesen, sind die Betrüger nicht mehr erreichbar, und die Unterkunft gibt es nie.
Mit ein paar einfachen Regeln fällst du auf solche Angebote nicht herein:
Wenn du bereits gezahlt hast, erstatte umgehend Anzeige bei der Polizei, in Italien bei den Carabinieri oder der Polizia. Kontaktiere sofort deine Bank oder deinen Zahlungsdienstleister, um die Zahlung möglichst zurückzuholen, und melde das Inserat der Buchungsplattform, damit es gesperrt wird und keine weiteren Reisenden darauf hereinfallen. Bewahre alle Nachrichten, Belege und Überweisungsnachweise als Beweismittel auf.