
Die Frage von damals ist längst beantwortet: Seit Dezember 2017 gehört die Kunst des neapolitanischen Pizzabäckers zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Ausgezeichnet wurde nicht die Pizza als Gericht, sondern das Handwerk, also das Können der Pizzaiuoli in Neapel und die Weitergabe dieses Wissens von einer Generation zur nächsten.
Immaterielles Kulturerbe meint gelebte Praxis: Wissen, Fertigkeiten, Rituale. Geschützt ist damit der Umgang mit dem Teig, das Formen von Hand, die Arbeit am Holzofen und die Rolle des Pizzaiuolo im Viertel. Ein Rezept lässt sich nicht auszeichnen, eine Handwerkstradition schon.
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Der Teig geht lange, wird ausschließlich mit den Händen ausgezogen und niemals gerollt. Gebacken wird bei sehr hoher Hitze im Holzofen, oft in weniger als zwei Minuten. Das Ergebnis ist ein weicher, in der Mitte fast feuchter Boden mit einem luftigen, an manchen Stellen dunkel geblasenen Rand. Wer eine dünne, krachend knusprige Scheibe erwartet, denkt an die römische Variante, nicht an die neapolitanische.
Das Grundrezept für den Teig findest du bei uns unter Pizzateig selber machen.