Pizza als Weltkulturerbe

Pizza zum Weltkulturerbe? Die spinnen, die Römer!

Ja, das Zitat vom allerseits bekannten Obelix war zunächst unser erster Gedanke, als heute diese Meldung durch die Medien geisterte:

Italien will seine Pizza zum Weltkulturerbe machen

Landwirtschaftsminister Maurizio Martina lies dazu verlauten, dass die Kunst des Pizzabackens ein Symbol Italiens in der ganzen Welt sei. Dem stimmen wir und wohl auch die meisten unserer Leser uneingeschränkt zu, tatsächlich jedoch ist die genaue Herkunft der Pizza unklar. Nichts desto trotz möchten die Italiener aber die Traditionen bezüglich der italienischen Lebensmittel geschätzt und eben auch geschützt wissen. Ob es dazu die Pizza nun zum Weltkulturerbe bringen muss, ist auf den ersten Blick wohl eher fraglich. Bei dem Begriff Weltkulturerbe denken wir doch spontan eher an Städte wie Venedig und Rom, die Region Basilikata, die Piazza dei Miracoli in Pisa etc.

Immaterielles Unesco-Weltkulturerbe

Die Chancen dafür, die Pizza zum Weltkulturerbe ernennen zu lassen, stehen dabei allerdings gar nicht mal schlecht. Denn bereits seit 2013 gehören beispielsweise die Zubereitung von Mokka und die Türkische Kaffeekultur zum immateriellen Unesco-Weltkulturerbe. Die Voraussetzungen der Formen des immateriellen Kulturerbes sind entscheidend von menschlichem Wissen und Können getragen. Sie sind Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist, vermitteln Identität und Kontinuität. Selbiges trifft zweifelsohne auch auf die Pizza zu.

Der Antrag sei bereits bei der zuständigen UN-Organisation Unesco eingereicht worden, teilte die Regierung heute mit. Wir wünschen den Italienern mit diesem Vorhaben selbstverständlich viel Erfolg und gönnen uns jetzt erst mal einen gebackenen Hefeteig mit Tomatensauce und Käse ;-)

Bildnachweis: Marcus Schoeberichts