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Strände in Apulien
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Strände in Apulien

Von den Malediven des Salento bis zur Steilküste des Gargano: Apuliens Strände liegen zwischen Adria und Ionischem Meer. Hier findest du die schönsten Abschnitte nach Provinz und auf der Karte.

Die bekanntesten Strände Apuliens liegen weit auseinander: Punta Prosciutto und Marina di Pescoluse am Ionischen Meer, die Baia dei Turchi und Torre dell’Orso an der Adria bei Otranto, Cala Porto unter der Altstadt von Polignano a Mare und die Kalkbuchten des Gargano zwischen Mattinata und Vieste. Zwischen dem nördlichsten und dem südlichsten dieser Strände liegen rund fünf Stunden Fahrt, du entscheidest dich also besser zuerst für einen Küstenabschnitt. Frei anfahrbar sind längst nicht alle: An der Baia delle Zagare gibt die Gemeinde Mattinata täglich nur zwanzig Pässe für den freien Strandteil aus, an der Baia dei Turchi und in Torre Guaceto endet die Zufahrt am Parkplatz im Hinterland. Diese Auswahl nennt zehn Abschnitte und sagt bei jedem, wie du hinkommst und was in der Saison 2026 gilt.

Die schönsten Strände in Apulien

Zehn Abschnitte vom Gargano bis ins Salento, mit Charakter, Anfahrt und den Zugangsregeln 2026.

  • Punta Prosciutto bei Porto Cesareo aus der Luft mit Dünen und flachem Wasser

    Punta ProsciuttoPorto Cesareo, Ionisches Meer

    Rund zwei Kilometer sehr feiner heller Sand, dahinter alte Dünen, davor Wasser, das lange flach bleibt. Der Abschnitt liegt im Meeresschutzgebiet Porto Cesareo und im Regionalpark Palude del Conte; gebadet wird in den Zonen B und C, die Zona A vor der Halbinsel Strea ist für Baden, Ankern und Fischen gesperrt. Freie Strandteile überwiegen und wechseln sich mit einzelnen Lidos ab, entlang der Küstenstraße gibt es kostenpflichtige Stellplätze. Im August ist ab neun Uhr wenig frei, die Dünen sind geschützt und dürfen nur über die angelegten Zugänge gequert werden.

  • Flaches, klares Wasser über hellem Sand bei Marina di Pescoluse

    Marina di PescoluseSalve, Südspitze des Salento

    Der Streifen zwischen Torre Pali und Torre Vado heißt im Ort Maldive del Salento: heller Puderzuckersand, ein durchgehender Dünenzug, Wasser, das über weite Strecken hüfttief bleibt. Für kleine Kinder ist das der verlässlichste Strand der Region. Salve führt 2026 die Bandiera Blu unter anderem für Pescoluse, Posto Vecchio und Torre Pali, die Gemeinde weist am Largo dei Gigli einen ausgestatteten freien Zugang mit Parkplatz und Toiletten aus, auch für Menschen mit Behinderung. Geparkt wird sonst auf Schotterflächen an der Landstraße, wer nach neun Uhr kommt, sucht länger.

  • Die Baia dei Turchi bei Otranto mit Felsen und hellem Sand

    Baia dei TurchiOtranto, Adriaküste des Salento

    Halbmondbucht mit hellem Sand, dahinter Pinienwald, davor sehr klares Wasser. Bis zum Strand fahren geht nicht: Die Bucht gehört zum Schutzgebiet der Laghi Alimini, das Auto bleibt auf einem kostenpflichtigen Platz an der Küstenstraße, danach sind es ab dem Ausstiegspunkt zwei- bis dreihundert Meter und fünf bis zehn Minuten durch den Wald; die meisten Parkplätze fahren alle paar Minuten einen Shuttle, der im Preis enthalten ist. Liegen gibt es kaum, Wasser und Schatten bringst du besser mit. Otranto fehlt 2026 zum fünften Mal in Folge auf der Bandiera-Blu-Liste, was nichts über die Bucht selbst sagt, sondern über die Bewerbung der Gemeinde.

  • Der Strand von Torre dell'Orso mit den Felsen Le Due Sorelle im Hintergrund

    Torre dell’OrsoMelendugno, Adriaküste des Salento

    Sichelbucht mit weißem, sehr feinem Sand, dahinter Pinien und Dünen, am Südende die beiden Felsnadeln Le Due Sorelle. Melendugno führt 2026 die Bandiera Blu, Torre dell’Orso steht namentlich auf der Liste, dazu kommt die Bandiera Verde italienischer Kinderärzte für Familientauglichkeit; Parkplätze, Lidos und Bars liegen dicht beieinander. Zwei Kilometer südlich liegt Torre Sant’Andrea, wo in der Nacht zum 15. Februar 2026 der Arco degli Innamorati ins Meer stürzte; eine Sperrung ist nicht dokumentiert, die Felskante gilt seither aber als instabil. An Juli- und Augustwochenenden lohnt die Anfahrt vor neun Uhr.

  • Die Kiesbucht Lama Monachile unterhalb der Altstadt von Polignano a Mare

    Cala Porto (Lama Monachile)Polignano a Mare, Adria

    Schmale Kieselbucht zwischen zwei Felswänden, überspannt von der alten Bourbonenbrücke, direkt unter der Altstadt. Der Strand ist frei zugänglich und klein, Liegen oder Kiosk gibt es nicht, an Sommernachmittagen ist jeder Quadratmeter belegt. Vom Bahnhof an der Linie zwischen Bari und Lecce sind es rund 700 Meter, gut zehn Minuten zu Fuß, damit ist das der Strand für alle ohne Auto. Klettern in den Felswänden und Sprünge außerhalb freigegebener Punkte sind gefährlich und untersagt; nach dem tödlichen Sprungunfall vom August 2025 kontrolliert die Stadtpolizei strenger.

  • Die Baia delle Zagare bei Mattinata mit den beiden Felsnadeln im Wasser

    Baia delle Zagare (Baia dei Mergoli)Mattinata, Gargano

    Zwei Felsnadeln vor einer weißen Kalkwand, dahinter ein Kiesstrand: das meistfotografierte Motiv des Gargano und zugleich der am strengsten geregelte Zugang Apuliens. Die Gemeinde Mattinata gibt höchstens zwanzig Tagespässe für den freien Abschnitt aus, nur persönlich, nur mit Ausweis, nur am Info Point im Ortskern, nicht reservierbar und erst nach sechs Tagen erneut. Nutzbar ist ausschließlich der südliche Strandteil zwischen zwei Konzessionen, alle übrigen Abschnitte bleiben aus Sicherheitsgründen gesperrt. Ohne Pass bleibt der Blick vom Wasser: Bootstouren starten in Vieste und Mattinata.

  • Die Kiesbucht Vignanotica unter den weißen Kalkklippen des Gargano

    Baia di Vignanoticazwischen Mattinata und Vieste, Gargano

    Rund 500 Meter grober Sand, Kies und geschliffene Kiesel unter einer hohen weißen Kalkwand, mit Grotten am Rand und einem sanft abfallenden Grund. Badeschuhe sind hier keine Übertreibung. Von der Küstenstraße fährst du auf einen der beiden kostenpflichtigen Parkplätze im Hinterland und gehst zehn bis fünfzehn Minuten über einen schattigen Pinienpfad und Treppen hinunter, bei einem Parkplatz ist der Shuttle im Preis. In der Nebensaison stehen keine Lidos, dann hast du die Bucht fast für dich, dafür auch keine Versorgung.

  • Der Strand Scialara bei Vieste mit dem Monolithen Pizzomunno

    Spiaggia della Scialara (Pizzomunno)Vieste, Gargano

    Rund drei Kilometer heller Sand direkt unter der Altstadt, am Nordende der Monolith Pizzomunno. Der Grund bleibt weit hinaus flach, das macht den Abschnitt zum praktischsten Familienstrand des Gargano. Vom Zentrum läufst du je nach Abschnitt fünf bis fünfzehn Minuten, die Zugänge liegen entlang der Uferpromenade, ein Auto brauchst du nicht. Vieste führt 2026 die Bandiera Blu; nahe am Ort reihen sich Lidos, weiter draußen wird es leer und geht in eine kleine Dünenzone über.

  • Der Wachturm Torre Guaceto über den Dünen bei Punta Penna Grossa

    Punta Penna Grossa (Torre Guaceto)Carovigno, Adria

    Sand, niedrige Dünen und Macchia im Meeresschutzgebiet Torre Guaceto, das Wasser ist klar und flach, zum Schnorcheln der beste Abschnitt der mittleren Adriaküste. Der Zugang läuft über den videoüberwachten Parkplatz Porta della Riserva mit 500 Stellplätzen, von dort fährt ein kostenloser Shuttle für Parkkunden, alternativ gehst oder radelst du gut 1,2 Kilometer über den beschilderten Weg, etwa zwanzig Minuten. Hunde jeder Größe sind im Schutzgebiet verboten, Drohnen ebenfalls, und in der Zona A der integralen Reserve darf nicht gebadet werden. Carovigno führt 2026 die Bandiera Blu, Parkplatz und Strandbetrieb öffneten am 6. Juni, das barrierefreie Angebot ist für Menschen mit Behinderung kostenfrei.

  • Der breite Sandstrand von Castellaneta Marina mit Dünen

    Castellaneta MarinaProvinz Taranto, Ionisches Meer

    Kein Postkartenmotiv, dafür der Abschnitt, an dem eine ganze Woche mit Kindern funktioniert: weicher heller Sand über Kilometer, dahinter der Küstenpinienwald der Pinete dell’Arco Ionico mit Schatten ab Mittag, davor ein Grund, der sehr langsam abfällt. Castellaneta führt 2026 die Bandiera Blu, nördlich schließt Marina di Ginosa mit demselben Sand an, auch Ginosa steht auf der Liste. Auf dem gesamten Küstenstreifen gilt seit 2025 ein Rauchverbot, für 2026 bestätigt, bis zwanzig Meter ins Wasser und bis Ende September; neu sind sechs abgegrenzte Raucherbereiche auf den freien Abschnitten. Parken ist reichlich vorhanden, Anfahrt über die Küstenstraße von Tarent oder Metaponto.

Die zehn Strände auf der Karte

Die Nummern auf der Karte folgen der Liste. Ein Tipp auf einen Kreis springt zum Strand. Von Nord nach Süd: die drei Gargano-Buchten um Mattinata und Vieste, Lama Monachile in Polignano, Torre Guaceto bei Carovigno, dann die Salento-Küste mit Torre dell’Orso, Baia dei Turchi und Pescoluse, im Westen am Ionischen Meer Punta Prosciutto und Castellaneta Marina.

Fotos: Punta Prosciutto, Baia delle Zagare, Scialara und Torre Guaceto aus dem Bildarchiv von italien.de. Pescoluse: Brunokito, CC BY-SA 4.0. Baia dei Turchi: Vika2722, CC BY-SA 4.0. Torre dell’Orso: Falk2, CC BY-SA 4.0. Lama Monachile: Photo2023, CC BY 4.0. Vignanotica: Jean-François Capdet, CC BY 3.0. Castellaneta Marina: Photo2023, CC0. Alle über Wikimedia Commons, zugeschnitten.

Übernachten

Unterkünfte an der Küste Apuliens

4 Sterne €€ Mittelklasse

Hotel Blu

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Porto Cesareo, Apulien
4 Sterne €€€€ Luxus

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Porto Cesareo, Apulien
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Agriturismo "Terra D'Ulivi"

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Club Azzurro Hotel & Resort

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Porto Cesareo, Apulien
Touren & Tickets

Bootstouren & Ausflüge in Apulien

Küstenabschnitte von Gargano bis Salento

Apulien hat rund 800 Kilometer Küste an zwei Meeren, und die Unterschiede zwischen den Abschnitten sind größer als zwischen manchen Regionen. Ganz im Norden schiebt sich der Gargano als bewaldetes Kalkmassiv in die Adria. Dort liegen die Buchten zwischen hohen weißen Wänden, am Ufer liegt oft Kies statt Sand, und zu vielen Stellen kommst du nur über einen Pfad oder mit dem Boot. Vor der Küste liegen die Isole Tremiti, deren einziger Sandstrand, die Cala delle Arene auf San Domino, wenige Minuten vom Anleger entfernt liegt.

Zwischen Barletta und Brindisi wird die Adriaküste niedriger und felsiger. Hier stehen die Städte unmittelbar über dem Wasser, Polignano a Mare und Monopoli sind die bekanntesten, und die Strände sind kurz, kieselig und meist mitten im Ort. Die Ausnahmen liegen dazwischen: das Meeresschutzgebiet Torre Guaceto bei Carovigno und die Sandabschnitte von Ostuni und Fasano.

Der Salento südlich der Linie zwischen Tarent und Brindisi hat zwei Gesichter. An der Adriaseite bei Otranto reihen sich Sandbuchten wie Torre dell’Orso, die Baia dei Turchi und Alimini aneinander, weiter südlich bei Castro wird die Küste wieder felsig. Die ionische Seite von Gallipoli über Porto Cesareo bis Pescoluse ist dagegen der Sandabschnitt schlechthin: sehr feiner heller Sand, Dünenzüge, Wasser, das lange flach bleibt. Nach Norden geht das im Golf von Tarent in die kilometerlangen Strände von Castellaneta Marina und Marina di Ginosa über, hinter denen ein Küstenpinienwald steht. Eine Übersicht über die Region insgesamt findest du auf unserer Seite zu Apulien, alle einzelnen Abschnitte stehen in unserer Strandübersicht.

Zugangsregeln, Pässe und Limits 2026

Apulien hat keinen Strand mit App-Buchung und Tagesticket. Geregelte Zugänge gibt es trotzdem, und die Regeln hängen selten am Parkplatz aus.

Am strengsten ist die Baia delle Zagare bei Mattinata, örtlich auch Baia dei Mergoli genannt. Für den freien Strandabschnitt gibt die Gemeinde höchstens zwanzig Pässe pro Tag aus. Reservieren geht nicht, die Pässe laufen auf den Namen und gelten nur am Ausgabetag, alle Erwachsenen müssen persönlich mit Ausweis am Info Point im Ortskern erscheinen, und wer einen Pass hatte, bekommt sechs Tage lang keinen zweiten. Nutzbar ist nur der südliche Strandteil zwischen zwei Konzessionen, die übrigen Abschnitte bleiben aus Sicherheitsgründen gesperrt. Neu ist diese Regel nicht: Grundlage sind zwei Beschlüsse der Gemeinde von 2022 und 2023, beschränkt wird der Zugang laut Gemeinde schon seit 2004.

An der Baia dei Turchi bei Otranto darfst du nicht bis zum Strand fahren, weil die Bucht im Schutzgebiet der Laghi Alimini und im Küstenregionalpark zwischen Otranto und Santa Maria di Leuca liegt. Das Auto bleibt auf einem der kostenpflichtigen Plätze an der Küstenstraße, die meisten fahren im Sommer alle paar Minuten einen Shuttle, der im Parkpreis enthalten ist. Ab dem Ausstiegspunkt sind es rund zwei- bis dreihundert Meter und fünf bis zehn Minuten durch den Pinienwald.

Torre Guaceto arbeitet ähnlich, nur konsequenter. Der Parkplatz Porta della Riserva fasst 500 Fahrzeuge, ist videoüberwacht und täglich von acht bis halb acht geöffnet, von dort fährt ein kostenloser Shuttle für Parkkunden, alternativ läufst oder radelst du gut 1,2 Kilometer über einen beschilderten Weg. Hunde sind im gesamten Schutzgebiet verboten, jede Größe, zum Schutz der Tierwelt. Drohnen ebenfalls, dafür sorgt ein Überflugverbot der Luftfahrtbehörde, und in der Zona A der integralen Reserve ist Baden nicht erlaubt. Parkplatz und Strandbetrieb starteten 2026 am 6. Juni.

Zwei Punkte, die Reisende regelmäßig falsch planen. Die Grotta della Poesia gehört seit dem 18. Juli 2026 zum kostenpflichtigen Rundgang der archäologischen Zone von Roca Vecchia bei Melendugno; Baden und Springen sind dort schon seit Jahren untersagt, das Ticket ändert daran nichts. Und bei Torre Sant’Andrea stürzte in der Nacht zum 15. Februar 2026 der Arco degli Innamorati ins Meer; eine Sperrung des Abschnitts ist nicht dokumentiert, die Felskante gilt seither aber als instabil.

Für Hunde regelt die Badeverordnung der Region den Rest: Zugang nur auf den ausgewiesenen freien Abschnitten und dort an der Leine, während der Badesaison vor halb neun und nach neunzehn Uhr. Jede Küstengemeinde muss mindestens einen freien Abschnitt dafür ausweisen, Grundlage ist das Regionalgesetz 56/2018. Landesweit gilt außerdem, dass Sand, Kiesel und Muscheln am Strand bleiben und dass du abends keine Schirme oder Tücher zur Platzreservierung liegen lassen darfst, die Hafenbehörde zieht die Ausrüstung ein.

Bandiera Blu 2026 in Apulien

Die Bandiera Blu wird jedes Jahr im Mai von der Stiftung FEE vergeben, und zwar nicht pauschal an eine Region und nicht an einzelne Strandbetriebe, sondern an eine Gemeinde für namentlich benannte Strandabschnitte. 2026 waren es in Italien 525 solcher Abschnitte in 257 Gemeinden. Bewertet werden über mehrere Jahre gemessene Wasserqualität, Abwasserreinigung, Rettungsdienst, Barrierefreiheit, Müllwirtschaft und Umweltbildung.

Apulien liegt 2026 mit 27 Gemeinden gemeinsam mit Kalabrien auf Platz zwei, vor beiden steht Ligurien mit 35. In der Provinz Lecce sind es neun Gemeinden, in Tarent sechs, in Foggia fünf, in Brindisi drei, in Bari und in der Provinz Barletta, Andria, Trani je zwei. Für Melendugno stehen unter anderem Torre dell’Orso, Roca und San Foca auf der Liste, für Salve Pescoluse, Posto Vecchio und Torre Pali, für Nardò auch Porto Selvaggio. Ein Ort ohne Flagge ist deshalb kein schlechter Strand: Otranto fehlt 2026 zum fünften Mal in Folge, was mit der Bewerbung der Gemeinde zu tun hat und nichts über die Baia dei Turchi aussagt.

Strandtypen für Familien, Wanderer und Schnorchler

Für kleine Kinder ist die ionische Seite die erste Wahl. In Pescoluse, an der Punta Prosciutto und in Castellaneta Marina fällt der Grund so langsam ab, dass du zwanzig, dreißig Meter hinauslaufen kannst, ohne dass es tiefer als hüfthoch wird. Torre dell’Orso hat zusätzlich den Vorteil, dass Lidos, Parkplätze und Bars dicht beieinander liegen; die Gemeinde Melendugno steht 2026 auf der Bandiera-Verde-Liste italienischer Kinderärzte, ebenso Salve mit Marina di Pescoluse, Porto Cesareo, Vieste und Ginosa. Am Gargano übernimmt die Scialara unter der Altstadt von Vieste dieselbe Rolle, mit rund drei Kilometern Länge und einem Grund, der weit hinaus flach bleibt.

Wer laufen will, ist am Gargano und im Regionalpark Porto Selvaggio bei Nardò richtig. Porto Selvaggio erreichst du nur zu Fuß, in einer Viertelstunde bis zwanzig Minuten durch Pinien und Macchia, der Eintritt ist frei, die meisten Parkplätze sind im Sommer kostenpflichtig. Am Ufer liegen Kiesel statt Sand, dafür fehlen die Liegereihen, und im Juni oder September ist die Bucht angenehm leer.

Zum Schnorcheln taugen die Schutzgebiete am meisten: Torre Guaceto mit flachem, klarem Wasser über Seegras und Fels und die Zonen B und C des Meeresschutzgebiets Porto Cesareo. In der Zona A vor der Halbinsel Strea ist alles außer Forschung untersagt, also auch Baden und Ankern. Am Gargano lohnen die Grotten zwischen Mattinata und Vieste, die du am besten per Boot ansteuerst; Touren starten in beiden Orten und in Peschici. Was sonst noch in Reichweite liegt, steht bei den Ausflugszielen in Apulien.

Anreise ohne Auto

Ohne Wagen funktioniert Apulien am besten dort, wo der Strand zur Stadt gehört. Polignano a Mare liegt an der Bahnlinie zwischen Bari und Lecce; vom Bahnhof sind es rund 700 Meter zur Cala Porto, gut zehn Minuten zu Fuß. In Vieste beginnt die Scialara am Ende der Altstadtgassen, je nach Abschnitt fünf bis fünfzehn Minuten. Gallipoli hat einen Bahnhof der Ferrovie Sud Est mit Verbindung nach Lecce, die Spiaggia della Purità liegt in der Altstadt zwischen den Bastionen, und im Sommer fährt ein kostenloser Gemeindeshuttle vom Stadionparkplatz die Südküste entlang bis Baia Verde, ab dem 13. Juni täglich. Zwischen den Küstenorten hilft das saisonale Busnetz Salento in Bus, 2026 vom 13. Juni bis 13. September. Zu den Isole Tremiti fahren Fähren und Tragflächenboote aus Termoli, Vieste, Peschici und Rodi Garganico; auf San Domino brauchst du kein Auto.

Nebensaison im September und Oktober

Das Meer ist in Apulien im September wärmer als im Juni, weil Adria und Ionisches Meer die Sommerwärme langsam abgeben; typisch sind 25 bis 27 Grad, auf der ionischen Seite auch mehr. Offiziell endet die Badesaison der Region am 23. September, danach bleibt das Wasser wochenlang badbar. Schwierig wird es meist erst in der zweiten Oktoberhälfte.

Praktisch heißt das: Die erste Septemberhälfte ist die beste Zeit für alle Strände, bei denen der Andrang das Problem ist. Die Pässe für die Baia delle Zagare bekommst du dann ohne Schlange, an der Baia dei Turchi findest du morgens Platz, und an der Punta Prosciutto ist auch nachmittags noch etwas frei. Umgekehrt läuft ab Ende September vieles zurück: Lidos schließen, Shuttles und Strandbetrieb der Schutzgebiete enden, und die Ticketregelung an der Grotta della Poesia war zunächst nur bis Ende September angesetzt. Wann sich welcher Monat lohnt, steht ausführlicher im Überblick zur besten Reisezeit für Italien; Abschnitte ohne Liegereihen findest du über unsere Seite zu den freien Stränden in Italien.

Beste Reisezeit und Wassertemperatur

Die Badesaison in Apulien reicht meist von Juni bis in den Oktober. Im Hochsommer erreicht das Meer angenehme 24 bis 27 Grad, und weil das Ionische Meer an der Salento-Küste flach ausläuft, wird es dort besonders früh warm und bleibt es lange. Im Juli und August sind die bekannten Strände gut besucht; wer mehr Ruhe sucht, reist im Juni oder September. Aktuelle Werte findest du in unserem Wassertemperatur-Überblick. Wie du nach Apulien kommst, zeigt unsere Seite zur Anreise nach Italien.

Alle Strände nach Provinz mit Karte

Die folgende Übersicht listet Apuliens Strände nach Provinzen und zeigt sie auf der Karte. Tippe auf einen Marker, um den jeweiligen Strand und seinen Ort zu sehen.

Provinz Barletta, Andria, Trani
Margherita di Savoia: Centro Urbano bis Cannafesca

Provinz Bari
Polignano a Mare: San Vito, San Giovanni, Cala Fetente, Ripagnola bis Coco Village

Provinz Brindisi
Fasano: Egnazia Case Bianche, Savelletri, Torre Canne
Ostuni: Creta Rossa, Lido Fontanelle, Pilone und Lido Morelli
Carovigno: Punta Penna Grossa bis Torre Guaceto

Provinz Taranto
Castellaneta: Riva dei Tessali über Pineta Giovinazzi und Castellaneta Marina bis Bosco della Marina
Ginosa: Marina di Ginosa

Provinz Lecce
Melendugno: Roca, San Foca Nord über Centro bis Torre Specchia, Torre Sant’ Andrea, Torre dell’Orso
Otranto: Alimini über Baia dei Turchi bis Santo Stefano, Castellana bis Porto Craulo, Madonna dell’Altomare bis Idro, Porto Badisco
Castro: La Sorgente und Zinzulusa
Salve: Marina di Pescoluse über Posto Vecchio bis Torre Pali

Provinz Foggia
Rodi Garganico: Riviera di Levante/Riviera di Ponente
Peschici: Sfinale, Gusmay, Baia di Calalunga, Baia di Monaccora, Baia San Nicola,
Procinisco und Baia di Peschici
Zapponeta: Lido
 


 

Häufige Fragen zu Stränden in Apulien

Wo liegen in Apulien die weißen Sandstrände?
Der feinste helle Sand liegt an der ionischen Seite des Salento, zwischen Punta Prosciutto und Torre Lapillo im Norden und Pescoluse an der Südspitze, wo der Abschnitt im Ort Maldive del Salento heißt. Nach Norden setzt sich das im Golf von Tarent fort, mit Castellaneta Marina und Marina di Ginosa. An der Adria gibt es Sand vor allem in den Buchten des Salento, etwa Torre dell’Orso, Alimini und der Baia dei Turchi. Felsig und kieselig wird es dagegen bei Polignano a Mare, bei Castro und auf weiten Teilen des Gargano.
Welcher Küstenabschnitt Apuliens ist der schönste?
Das hängt davon ab, was du suchst. Für langen, flach abfallenden Sandstrand ist die ionische Salento-Küste unschlagbar, für weiße Felswände und Buchten der Gargano zwischen Mattinata und Vieste, für die Mischung aus Stadt und Meer die Adria bei Polignano a Mare und Monopoli. Wer nur eine Woche hat, nimmt einen Abschnitt statt drei: Zwischen Vieste und Pescoluse liegen rund fünf Stunden Fahrt.
Gibt es an Apuliens Küste noch Geheimtipps?
Drei Orte, die selbst im August funktionieren: Porto Selvaggio bei Nardò, das nur zu Fuß erreichbar ist und deshalb dünn besucht bleibt, die Cala delle Arene auf San Domino, weil viele die Isole Tremiti nur als Tagesausflug sehen, und Torre Guaceto außerhalb der Wochenenden, wo Parkplatz und Shuttle den Andrang steuern. Die Grotta della Poesia gehört nicht mehr dazu: Der Zutritt ist seit dem 18. Juli 2026 kostenpflichtig, Baden und Springen sind dort seit Jahren verboten.
Gargano oder Salento, Nord oder Süd?
Der Gargano passt, wenn du Steilküste, Grotten und Wanderwege willst und Kies am Ufer nicht stört; die Anreise führt über Foggia und Manfredonia. Der Salento passt, wenn Sandstrand und flaches Wasser zählen, dazu Städte wie Lecce, Otranto und Gallipoli. Familien mit kleinen Kindern fahren meist besser im Salento oder im Golf von Tarent, weil das Wasser dort lange steht. Beides in einer Woche zu verbinden, kostet mehr Fahrzeit, als es bringt.
Welche Strände in Apulien passen zu Kindern?
Pescoluse bei Salve, Punta Prosciutto bei Porto Cesareo und Castellaneta Marina in der Provinz Taranto haben alle einen Grund, der sehr langsam abfällt. Torre dell’Orso bei Melendugno bietet zusätzlich viel Ausstattung auf kurzer Strecke, und Melendugno steht 2026 wie Salve, Porto Cesareo, Vieste und Ginosa auf der Bandiera-Verde-Liste der Kinderärzte. Am Gargano ist die Scialara in Vieste die praktischste Wahl, weil du sie aus der Altstadt zu Fuß erreichst. Torre Guaceto scheidet aus, wenn ein Hund mitreist: Dort sind Hunde jeder Größe verboten.
Wann wird es an Apuliens Stränden voll?
Eng wird es von Mitte Juli bis Ende August, mit dem Höhepunkt um Ferragosto am 15. August, an Wochenenden zusätzlich durch Tagesgäste aus dem Landesinneren. An bekannten Abschnitten wie der Baia dei Turchi, Punta Prosciutto und Torre dell’Orso ist vor neun Uhr morgens oder am späten Nachmittag am meisten Platz. Im Juni und in der ersten Septemberhälfte verteilt sich alles deutlich, und das Meer ist im September sogar wärmer als im Juni.

Über die Autorin

Mihaela

Redakteurin Kultur und Küche

Mihaela liebt die italienische Kultur und den besonderen Lebensstil des Landes. Ihre Lieblingsregionen sind Apulien, Ligurien und die Marken, doch sie entdeckt mit großer Neugier immer wieder neue Facetten Italiens. Als leidenschaftliche Köchin lässt sie sich von der italienischen Küche zu neuen Rezepten inspirieren.

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