
Morgens noch daheim losgefahren, am Nachmittag stehst du mit den Füßen im warmen, flachen Adriawasser, hinter dir ein Platz mit Pool, Eisdiele und Sandstrand bis zum Horizont. Die obere Adria zwischen Cavallino, Bibione, Jesolo und Caorle ist die Camping-Küste für alle, die schnell ans Meer wollen, ohne Fähre, ohne lange Alpenmaut. Für Familien ist sie ein Traum: flaches Wasser, Animation auf Deutsch, kurze Wege, abends ein Gelato auf der Promenade. Ein Stellplatz kostet in der Hauptsaison rund 45 bis 90 Euro pro Nacht, ein Mobilheim 90 bis 200. Am entspanntesten sind Juni und September, und Venedig ist von vielen Plätzen nur eine kurze Bootsfahrt entfernt.
Von Gästen hoch bewertete Campingplätze in Venetien – mit Fotos, Ausstattung und Live-Verfügbarkeit bei camping.info.
Camping Vidor Family & Wellness Resortab 59 €/Nacht
Caravan Park Sextenab 70 €/Nacht
Centro Vacanze Pra’ delle Torriab 32 €/Nacht
Camping AL PLAN - Dolomitesab 47 €/Nacht
Miramare Camping Villageab 26 €/Nacht
Camping Miramareab 23 €/Nacht
Camping Adriaticoab 13 €/Nacht
Sant'Angelo Villageab 16 €/Nacht
Camping Marelagoab 20 €/Nacht
Union Lido Mareab 20 €/Nacht
Camping Parco Capraroab 9 €/Nacht
Camping Sass Dlaciaab 27 €/NachtBewertung und Richtpreis pro Nacht laut camping.info; tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeit auf der Ergebnisseite. Vermittelt über camping.info, bei einer Buchung erhält italien.de eine Provision, für dich ohne Aufpreis.
Kaum ein Küstenstreifen hat so viele Campingplätze auf so engem Raum wie die Halbinsel Cavallino-Treporti zwischen Jesolo und der Lagune von Venedig. Auf gut 15 Kilometern Küste liegen mehr als zwei Dutzend große Ferienplätze nebeneinander, viele davon in der obersten Kategorie mit eigenem Strandabschnitt, Wasserpark, Restaurants, Supermarkt und Sportprogramm. Der Sand ist fein und hell, das Wasser fällt lange flach ab, und die meisten Anlagen haben einen bewachten, gepflegten Strand direkt hinter den Stellplätzen.
Der große Reiz von Cavallino ist die Nähe zu Venedig. Von den Anlegern Punta Sabbioni und Treporti bringt dich das öffentliche Vaporetto in etwa 30 bis 45 Minuten mitten in die Lagunenstadt, ganz ohne Auto und ohne Parkstress. Wer es ruhiger mag, findet zum nördlichen Ende der Halbinsel hin kleinere, oft naturnähere Plätze mit Pinienschatten. Familien mit Kleinkindern sind hier besonders gut aufgehoben, weil fast jeder Platz eine eigene Poollandschaft, Miniclub und Animation in deutscher Sprache bietet.
Bibione liegt weiter östlich, schon nah an der Grenze zu Friaul, und punktet mit einem sehr breiten, flach abfallenden Sandstrand, der als besonders sauber und familienfreundlich gilt. Der Ort selbst ist autofrei in weiten Teilen der Strandpromenade und hat mit den Thermen von Bibione einen echten Zusatzpunkt für die Nebensaison. Die großen Campingplätze liegen vor allem im Ortsteil Bibione Pineda, eingebettet in einen alten Pinienwald, der auch im Hochsommer Schatten spendet.
Gleich gegenüber, jenseits der Mündung des Tagliamento, beginnt das Umland von Lignano Sabbiadoro. Der Wechsel ist spürbar: Lignano ist etwas mondäner, lebhafter und jünger im Publikum, mit langer Badebucht und einem Vergnügungspark. Wer die große Camping-Dichte von Cavallino meiden und trotzdem alle Annehmlichkeiten haben will, findet zwischen Bibione und Lignano eine ruhigere, aber gut ausgestattete Alternative. Die Anreise über Österreich und den Tauern ist von hier oft die schnellste an die ganze obere Adria.
Lido di Jesolo ist der lebendigste Badeort der Region, mit einer der längsten Strandpromenaden Europas, viel Gastronomie und Nachtleben. Campingplätze liegen vor allem am östlichen Ortsrand Richtung Cortellazzo und an der Piazza Marina, oft in Laufweite zum Zentrum. Jesolo eignet sich für alle, die tagsüber Strand und abends Trubel, Eisdielen und Shopping wollen, ohne weit fahren zu müssen. Der Strand ist breit, bewacht und flach, dahinter reiht sich Bar an Bar.
Caorle dagegen ist die charmante, ruhigere Wahl. Das alte Fischerstädtchen hat eine bunte Altstadt, einen runden Campanile und geschützte Buchten, die für Kinder besonders sicher sind. Die Campingplätze verteilen sich auf die Ortsteile Porto Santa Margherita und Duna Verde westlich der Stadt sowie Sant'Andrea im Osten. Caorle ist familiärer und italienischer im Charakter als Jesolo, ohne dass es an Ausstattung fehlt.
Kaum eine Küste ist so konsequent auf Familien ausgelegt. Das Wasser fällt an fast allen Stränden über viele Meter flach ab, sodass kleine Kinder gefahrlos planschen können. Die Plätze bringen alles mit, was einen Urlaub mit Kindern leicht macht: beheizte Pools und Rutschen, Miniclubs, Spielplätze, Fahrradverleih, Supermarkt und Arztstation auf dem Gelände. Animation und Personal sprechen meist Deutsch, was die Verständigung entspannt.
Dazu kommt die kurze Anreise. Von München sind es je nach Ziel rund fünf bis sechs Stunden, von Wien etwa fünf, von Nürnberg oder Salzburg entsprechend weniger. Man kann morgens losfahren und am Nachmittag die Füße im Meer haben, ohne Fähre und ohne lange Mautstrecken jenseits der Alpen. Diese Erreichbarkeit macht die obere Adria auch für einen kurzen Urlaub oder ein langes Wochenende attraktiv. Mehr zur ganzen Küste und ihrem Hinterland findest du in unserem Überblick zur Region Venetien.
Der klassische Zeltplatz existiert noch, doch der Trend geht klar zum Mobilheim. Fast jeder größere Platz vermietet feste Bungalows und Mobilheime mit zwei bis drei Schlafzimmern, eigenem Bad, Küchenzeile, Klimaanlage und überdachter Terrasse. Für Familien, die ohne eigene Ausrüstung anreisen, ist das die bequemste Lösung: Du buchst wie ein Ferienhaus, hast aber die ganze Infrastruktur des Campingplatzes ringsum.
Wer es gehobener mag, greift zum Glamping. Dahinter stecken großzügige Lodgezelte auf festem Boden, Safarizelte mit echten Betten oder Mobilheime in Premiumlage mit eigenem Whirlpool und direktem Strandzugang. Der Aufpreis lohnt sich vor allem in der Vor- und Nachsaison, wenn die Preise ohnehin niedriger sind. Ein eigenes Zelt mitzubringen bleibt die günstigste Variante, gerade für Paare oder für spontane Reisende, die auf einem Stellplatz flexibel bleiben wollen.
Der Tagesausflug nach Venedig gehört fest zum Adria-Camping. Am einfachsten geht es von Cavallino-Treporti: Zu Fuß oder mit dem Campingbus erreichst du die Anleger Punta Sabbioni oder Treporti, von dort fährt das öffentliche Boot regelmäßig direkt zum Markusplatz. Du sparst dir Parken und Festlandverkehr und gleitest stattdessen über die Lagune in die Stadt. Von Jesolo aus gibt es saisonale Schnellboote, von Bibione und Caorle bieten viele Plätze organisierte Bustransfers oder Kombitickets an.
Plane für Venedig einen ganzen Tag ein und starte früh, dann bist du vor den großen Menschenmengen da. Tipps zu Anreise, Vaporetto und den schönsten Ecken findest du auf unserer Seite zu Venedig. Als Faustregel gilt: Boot statt Auto, festes Rückfahrticket lösen und die letzte Verbindung am Abend im Blick behalten.
Die Preise schwanken stark nach Saison und Kategorie. In der Hochsaison von Mitte Juli bis Ende August zahlst du deutlich mehr als im Juni oder September, und Premiumplätze mit direktem Strandzugang liegen über dem Durchschnitt. Die folgenden Richtwerte gelten für zwei Personen pro Nacht und sind als Spanne zu verstehen.
| Unterkunft | Nebensaison | Hauptsaison |
| Stellplatz Zelt oder Wohnwagen (2 Pers.) | 25 bis 45 Euro | 45 bis 90 Euro |
| Mobilheim (2 Pers.) | 60 bis 110 Euro | 90 bis 200 Euro |
| Glamping-Lodge oder Premium | 90 bis 150 Euro | 150 bis 280 Euro |
Dazu kommen Kurtaxe, Strom und oft eine Endreinigung bei Mobilheimen. Familien profitieren von Wochenpauschalen und Frühbucherrabatten, die viele Plätze schon im Winter für 2026 anbieten. Cavallino und Jesolo tendieren zum oberen Rand der Spannen, Caorle und das Umland von Bibione sind im Schnitt etwas günstiger.
Baden kannst du an der oberen Adria von Mitte Mai bis Anfang Oktober. Das Meer erreicht ab Juni angenehme Temperaturen und bleibt bis in den September hinein warm. Der Juni ist ideal für alle ohne Schulkinder: warmes Wasser, lange Tage, moderate Preise und viel Platz am Strand. Der Juli und August sind heiß und lebhaft, aber auch am vollsten und teuersten, dafür läuft das komplette Animationsprogramm.
Wer es ruhiger mag, kommt im September: Das Meer ist nach dem Sommer am wärmsten, die Preise fallen spürbar, und Venedig lässt sich ohne die dichten Menschenmengen des Hochsommers erleben. In den Randmonaten April und Oktober haben nicht alle Plätze und Pools geöffnet, dafür sind die Thermen von Bibione und Städtetrips ganzjährig ein guter Grund für die obere Adria.