
Du öffnest morgens die Zeltklappe, und da liegt er: der See, still und blaugrün, dahinter die Berge, davor Olivenhaine bis ans Ufer. Zwei Minuten in Badelatschen, und du bist drin, das Wasser ist schon im Mai warm. Genau dafür kommst du zum Camping am Gardasee. Die schönsten Plätze liegen am flachen Süd- und Ostufer rund um Peschiera und Lazise, direkt am Wasser oder in den Hügeln darüber, der windige Norden gehört den Surfern. Ein Stellplatz kostet je nach Saison etwa 30 bis 60 Euro pro Nacht, ein Mobilheim 90 bis 180. Komm im Mai, Juni oder September, dann ist das Wasser warm und die großen Ferienmassen noch weit weg.
Von Gästen hoch bewertete Campingplätze am Gardasee – mit Fotos, Ausstattung und Live-Verfügbarkeit bei camping.info.
Campeggio Europa Silvellaab 16 €/Nacht
Sportcamping & Glamping Resort Rio Vantoneab 42 €/Nacht
Fornella Camping & Wellness Family Resortab 24 €/Nacht
Camping Fossaltaab 138 €/Nacht
Weekend Glamping Resortab 22 €/Nacht
Camping Azzurro am Ledroseeab 28 €/Nacht
Camping La Querciaab 29 €/Nacht
Camping Eden - Villaggio Turistico Internazionaleab 16 €/Nacht
Camping Le Palmeab 24 €/Nacht
Camping Sanghenab 35 €/Nacht
Baia Holiday Gasparinaab 43 €/Nacht
Camping Cisanoab 16 €/NachtBewertung und Richtpreis pro Nacht laut camping.info; tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeit auf der Ergebnisseite. Vermittelt über camping.info, bei einer Buchung erhält italien.de eine Provision, für dich ohne Aufpreis.
Der See teilt sich grob in drei Charaktere, und dein Stellplatz entscheidet mehr über den Urlaub als die Ausstattung des Platzes. Willst du flach ins Wasser, kurze Wege und viel Auswahl, kommst du an den Süden und den unteren Osten. Suchst du Fels, Steilküste und Bergkulisse, ziehst du nach Norden. Am See selbst lohnt sich vorher ein Blick auf die Gardasee-Übersicht, weil die Orte sehr verschieden ticken.
Das Südufer um Peschiera del Garda und Sirmione ist die Campinghochburg schlechthin. Rund um Peschiera reiht sich ein großer Ferienplatz an den nächsten, viele davon direkt am Wasser, mit Sandstränden, Pools und Animation. Sirmione mit seiner Thermalhalbinsel ist eleganter, die Plätze liegen hier eher am Ortsrand als am Seeufer. Das Südufer gehört teils zu Venetien, teils zur Lombardei, und es ist ideal, wenn Kinder mitfahren: kaum Steigungen, warmes flaches Wasser, alles fußläufig.
Das Ostufer in Venetien ist die klassische deutsche Campingstrecke. Lazise, Bardolino und Garda liegen dicht beieinander, dazwischen zieht sich eine Kette von Plätzen die Uferstraße entlang, viele mit eigenem Seezugang. Lazise ist besonders familienstark, weil die großen Freizeitparks des Hinterlands gleich um die Ecke liegen. Bardolino ist der Weinort mit der lebhaften Promenade, Garda selbst hat den schönen halbrunden Golf. Wer es hier gerne trubelig und gesellig mag, ist richtig. Mehr zur Umgebung findest du im Überblick zu Venetien.
Das Westufer in der Lombardei wird nach Norden hin immer steiler. Rund um die Halbinsel bei Manerba und San Felice del Benaco gibt es noch flache Buchten und viele gute Plätze, weiter oben bei Salò und Gardone wird es mondän und eng. Ganz im Nordwesten liegt Limone sul Garda, malerisch an den Fels geklebt, mit nur wenigen, dafür dramatisch gelegenen Campingplätzen. Der Norden schließlich, mit Torbole, Malcesine und Riva, ist das Revier der Surfer und Segler. Hier weht am Nachmittag verlässlich der Wind, das Wasser ist tiefer und frischer, und die Plätze sind kleiner und sportlicher.
Ein Platz mit eigenem Seezugang ist der Traum vieler Camper, und er hat seinen Preis. Für die erste Reihe mit Blick aufs Wasser zahlst du in der Hauptsaison einen deutlichen Aufschlag, oft mehrere Zehner pro Nacht. Dafür sitzt du abends am eigenen Steg und musst für den Sprung ins Wasser nur die Badelatschen anziehen. Die Kehrseite: Diese Plätze sind laut, voll und im Sommer früh ausgebucht.
Plätze im Hinterland, ein paar Kilometer über dem See in den Moränenhügeln oder zwischen den Olivenhainen, sind spürbar günstiger und ruhiger. Du hast den weiteren Blick von oben, oft einen großen Pool als Ausgleich und schläfst ohne Uferrummel. Für den Strand brauchst du dann das Auto oder das Rad. Wer flexibel ist und lieber den Pool nutzt als den Kiesstrand, fährt mit dem Hinterland fast immer besser.
Die großen Anlagen am Süd- und Ostufer sind kleine Feriendörfer: mehrere Pools mit Rutschen, Restaurants, Supermarkt, Sportprogramm und Kinderbetreuung. Für Familien ist das perfekt, weil die Kinder den ganzen Tag beschäftigt sind und man das Gelände kaum verlassen muss. Wer Ruhe sucht, empfindet den Betrieb schnell als anstrengend.
Kleinere Plätze findest du eher am Westufer, im Norden und in den Hügeln über dem See. Hier zählen Lage und Charakter mehr als Ausstattung, die Betreiber sind oft familiengeführt, die Stimmung ist persönlicher. Paare, ältere Camper und alle, die zum Wandern oder Radfahren kommen, sind auf solchen Plätzen deutlich besser aufgehoben als im großen Trubel.
Wer ohne eigenen Wohnwagen anreist oder einfach mehr Komfort möchte, mietet vor Ort. Nahezu jeder größere Platz vermietet Mobilheime: feste Häuschen mit zwei bis drei Schlafräumen, Küche, Bad und überdachter Terrasse, viele mit Klimaanlage. Beim Glamping wird es gehobener, von der voll eingerichteten Safarizelt-Lodge bis zum Baumhaus mit eigenem Whirlpool. Das ist bequem und wetterfest, kostet aber ein Vielfaches des reinen Stellplatzes und liegt eher auf Hotelniveau. Für einen Kurztrip oder die erste Gardasee-Reise mit Kindern ist es trotzdem ein guter Einstieg, weil du nichts mitschleppen musst.
Die Preise schwanken stark nach Saison und Lage. In der Nebensaison im Frühjahr und Herbst sind die unteren Werte realistisch, in den italienischen Sommerferien und an Feiertagen die oberen. Die folgenden Richtwerte gelten pro Nacht für zwei Personen inklusive Stellplatz und Strom, ohne Kurtaxe:
| Unterkunft | Richtwert pro Nacht (2 Pers.) |
| Zeltplatz | ca. 28 bis 50 Euro |
| Wohnwagen mit Strom | ca. 32 bis 60 Euro |
| Wohnmobil mit Strom | ca. 35 bis 62 Euro |
| Mobilheim (Miete) | ca. 90 bis 180 Euro |
| Glamping-Lodge | ca. 120 bis 250 Euro |
Dazu kommt die kommunale Kurtaxe von meist rund 1 bis 2,50 Euro pro Person und Tag, oft nur für die ersten Nächte und für Kinder ermäßigt. Uferlage, Pool-Landschaft und Hochsaison treiben den Preis nach oben, ein Platz im Hügelland ohne Seezugang bleibt am unteren Rand.
Die Campingsaison läuft von Ostern bis in den Oktober, einige Plätze öffnen erst im April und schließen Anfang November. Am angenehmsten ist der Mai und Juni: alles blüht, die Preise sind moderat, und das Wasser hat mit etwa 20 Grad schon Badetemperatur. Der September ist der Geheimtipp, weil der See den ganzen Sommer über Wärme gespeichert hat und die Menschenmassen abgereist sind. Juli und August bringen Badegarantie und volles Programm, aber auch Hitze bis über 30 Grad, hohe Preise und ausgebuchte Plätze. Wer in diesen Wochen kommt, sollte früh reservieren.
Der Gardasee ist ausgesprochen hundefreundlich. Viele Plätze weisen eigene Parzellen für Camper mit Hund aus, und rund um Peschiera, Lazise und an weiteren Uferabschnitten gibt es Hundestrände, an denen der Vierbeiner ins Wasser darf. Achte trotzdem auf die Details: An den öffentlichen Ortsstränden sind Hunde oft nicht erlaubt, an den Platzstränden gelten eigene Regeln. In den Sommermonaten brauchst du Schatten und viel Wasser, denn der Asphalt und die Kiesstrände heizen stark auf. Ein Hundebad am späten Nachmittag ist meist die beste Lösung.
Freies Übernachten mit dem Wohnmobil ist am Gardasee heikel: Wildcampen ist in Italien verboten, und gerade in den Touristenorten wird das Stehen über Nacht auf Parkplätzen kontrolliert und geahndet. Nutze stattdessen die offiziellen Stellplätze (Aree di Sosta) oder einen der vielen Campingplätze, die auch reine Übernachter aufnehmen. Ver- und Entsorgung findest du an fast jedem Platz und an separaten Camperservice-Stationen. Wer den See mit dem Wohnmobil umrunden will, plant die Etappen am besten so, dass die Nacht immer auf einem gebuchten Platz endet, denn spontane Plätze sind in der Hochsaison rar. Und wenn zwischen zwei Badetagen noch Zeit bleibt: Der See ist auch ein hervorragendes Revier zum Angeln am Gardasee, viele Plätze liegen direkt am Wasser mit eigenem Steg.
Wenn es doch ein Hotel sein soll: Unsere Übersichten sortieren die Häuser am See nach Reisetyp, Wellnesshotels am Gardasee, Familienhotels am Gardasee, Adults-Only-Hotels am Gardasee, Hotels direkt am Gardasee, Bikehotels am Gardasee und 5-Sterne-Hotels am Gardasee.
Am flachen Südufer bei Peschiera und Lazise liegen die großen, familienfreundlichen Anlagen mit Sandstränden und Pools. Das Nordufer um Torbole und Riva ist bei Surfern und Aktivurlaubern beliebt, das Westufer ruhiger und mediterran.
Der Preis hängt stark von Saison und Platz ab: In der Nebensaison im Frühling und Herbst zahlst du deutlich weniger als im Juli und August. Kalkuliere Stellplatz, Personen und Nebenkosten wie Strom und Kurtaxe getrennt.
Nein. Wildcampen und freies Übernachten mit Zelt oder Wohnmobil ist am Gardasee wie in ganz Italien grundsätzlich verboten. Übernachten darfst du nur auf offiziellen Campingplätzen oder ausgewiesenen Wohnmobilstellplätzen.
Die Saison läuft etwa von April bis Oktober. Im Hochsommer ist es am wärmsten, aber auch am vollsten; Mai, Juni und September bieten mildes Wetter, badbares Wasser und mehr Ruhe.