
Es riecht nach Pinienharz und Meer, dein Stellplatz liegt im Schatten alter Schirmpinien, und am Abend radelst du durch den Wald zum Strand, während die Sonne hinter Elba ins Meer sinkt. So fühlt sich Camping in der Toskana an. Die meisten Plätze reihen sich an der Küste auf, von der lebhaften Versilia über die feine Etruskische Küste bis in die wilde Maremma. Willst du lieber Wein und Kunststädte als Strand, stellst du dein Zelt in die Hügel des Chianti zwischen Florenz und Siena. Ein Stellplatz kostet in der Hauptsaison meist 30 bis 60 Euro pro Nacht, am schönsten und günstigsten campst du im Mai, Juni und September.
Von Gästen hoch bewertete Campingplätze in der Toskana – mit Fotos, Ausstattung und Live-Verfügbarkeit bei camping.info.
Camping Principinaab 26 €/Nacht
Campeggio Kursaalab 28 €/Nacht
Camping Valle Gaia & Residence La Casettaab 10 €/Nacht
Camping Badiacciaab 27 €/Nacht
hu Montescudaio villageab 28 €/Nacht
Parco delle Piscineab 33 €/Nacht
Campeggio Barco Realeab 18 €/Nacht
hu Norcenni Girasole villageab 28 €/Nacht
Miramareab 100 €/Nacht
Chianti Glamping Resortab 12 €/Nacht
Campeggio Bocca di Cecinaab 15 €/Nacht
Camping Colleverdeab 17 €/NachtBewertung und Richtpreis pro Nacht laut camping.info; tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeit auf der Ergebnisseite. Vermittelt über camping.info, bei einer Buchung erhält italien.de eine Provision, für dich ohne Aufpreis.
Die meisten Campingplätze der Region liegen an der rund 200 Kilometer langen Küste. Grob teilt sie sich in drei Abschnitte, die sich in Charakter und Preis unterscheiden.
Die Versilia im Norden, um Viareggio, Torre del Lago und Camaiore, ist der klassische Badeabschnitt mit langem Sandstrand, Strandbädern, Promenade und Nachtleben. Die Plätze hier sind komfortabel ausgestattet, dafür in der Hochsaison teurer und stark gebucht. Wer Trubel, Bars und einen kurzen Weg zum Wasser mag, ist hier richtig. Im Rücken liegen die Apuanischen Alpen mit den Marmorbrüchen von Carrara, das Hinterland ist also schnell erreichbar.
Die Etruskische Küste (Costa degli Etruschi) zwischen Livorno und San Vincenzo, mit Orten wie Cecina, Bibbona, Marina di Castagneto und dem berühmten Weinort Bolgheri, gilt vielen als der schönste Camping-Abschnitt der Toskana. Breite Sandstrände wechseln sich mit Pinienwäldern ab, die Plätze sind oft groß und familienorientiert. Von hier aus erreichst du in kurzer Zeit die Zypressenallee von Bolgheri und die Weingüter der Umgebung.
Die Maremma im Süden, rund um Grosseto, Castiglione della Pescaia, Marina di Grosseto und Principina a Mare, ist der wildere, naturnähere Teil. Der Naturpark Maremma (Parco della Maremma) schützt lange, teils unverbaute Strände, dahinter dehnen sich Pinienwälder und Macchia. Castiglione della Pescaia ist ein hübscher Küstenort mit Hafen und Altstadt auf dem Hügel. Die Maremma ist weniger überlaufen als die Versilia, dafür sind Anfahrtswege und Infrastruktur etwas dünner. Mehr zur ganzen Region findest du in unserem Überblick zur Toskana.
Das Markenzeichen der toskanischen Küstenplätze sind die Pinienwälder, die pineta. Große Teile der Strände sind von altem Schirmpinien-Bestand gesäumt, und viele Campingplätze liegen mitten darin. Das hat einen praktischen Vorteil: Die Pinien spenden auch im Hochsommer natürlichen Schatten, der Stellplatz bleibt kühler als auf einer offenen Wiese. Besonders ausgeprägt ist das an der Etruskischen Küste bei Cecina und Bibbona sowie in der Maremma bei Marina di Grosseto und Principina a Mare. Achte bei der Buchung darauf, ob der Platz wirklich schattige Waldstellplätze hat oder ob nur einzelne Bäume auf einer Freifläche stehen, das macht beim Komfort einen großen Unterschied. Der Weg zum Wasser führt bei diesen Plätzen oft direkt durch den Wald zum Strand, teils mit eigenem Strandbad.
Die Insel Elba im Toskanischen Archipel ist ein eigenes, lohnendes Camping-Revier. Die Fähre setzt von Piombino nach Portoferraio über und braucht etwa eine Stunde. Auf der Insel gibt es mehrere Plätze, oft in Buchten mit Kiesstrand und klarem Wasser, etwa rund um Lacona, Marina di Campo und im Osten bei Ottone. Elba eignet sich gut zum Baden, Wandern und Schnorcheln, ist im Hochsommer aber gefragt und die Fährkosten für Auto und Wohnmobil kommen zum Preis dazu. Details findest du auf unserer Seite zur Insel Elba.
Wer die Toskana wegen der Landschaft, der Weinorte und der Kunststädte besucht, campt besser im Hinterland als am Strand. Im Chianti zwischen Florenz und Siena sowie im Hügelland um San Gimignano und das Val d'Orcia liegen kleinere, oft familiengeführte Plätze und agriturismi mit Stellplätzen, mitten zwischen Zypressen, Reben und Olivenhainen. Diese Plätze sind ruhiger, meist auch günstiger als die Küstenanlagen, und du hast Florenz oder Siena als Tagesziel vor der Tür. Rechne dafür mit Hügellage, kurvigen Anfahrten und einem Pool statt Meer. Für Kulturreisende mit eigenem Fahrzeug ist das die entspannteste Variante, weil sich Wein, Kunst und Landschaft ohne Küstentrubel verbinden lassen.
Fast alle größeren Küstenplätze vermieten heute Mobilheime (case mobili) und Glamping-Unterkünfte. Das sind feste Bungalows oder Zeltkonstruktionen mit Betten, eigener Küche, Bad und meist überdachter Terrasse. Der Vorteil: Du brauchst keine eigene Ausrüstung, kommst mit dem normalen Auto an und wohnst trotzdem auf dem Campingplatz mit Pool, Strandzugang und Animation. Glamping reicht vom einfachen Safarizelt bis zur komfortablen Lodge mit Klimaanlage. Für Familien und alle, die es unkompliziert mögen, ist das eine beliebte Alternative zum Zelt, allerdings zu deutlich höheren Preisen als der reine Stellplatz.
Die folgenden Richtwerte gelten für zwei Personen pro Nacht inklusive Stellplatz oder Unterkunft. In der Nebensaison liegen die Preise am unteren Rand, in der Hauptsaison von Mitte Juli bis Ende August am oberen. Ortstaxe, Strom, Dusche und Hund kommen je nach Platz noch dazu.
| Unterkunft | Nebensaison | Hauptsaison |
| Zeltplatz, 2 Pers. | ab 25 Euro | 40 bis 60 Euro |
| Wohnmobil-Stellplatz | ab 30 Euro | 45 bis 70 Euro |
| Mobilheim, 2 bis 4 Pers. | ab 60 Euro | 110 bis 180 Euro |
| Glamping-Lodge | ab 80 Euro | 130 bis 220 Euro |
Hinzu kommt fast überall eine Kurtaxe (tassa di soggiorno) von etwa 1 bis 3 Euro pro Person und Nacht, meist begrenzt auf die ersten Nächte. Strom wird oft separat abgerechnet, und Premium-Stellplätze direkt am Strand oder mit eigenem Sanitärbereich kosten spürbar mehr.
Die Campingsaison an der toskanischen Küste läuft grob von Ostern bis Anfang Oktober. Zum Baden ist das Wasser meist ab Juni warm genug und bleibt es bis in den September. Wer die Wahl hat, reist am besten im Juni oder September: Dann ist es warm, das Meer angenehm, die Plätze sind ruhiger und günstiger. Juli und August sind Hochsommer mit voller Auslastung, Höchstpreisen und heißen Tagen, hier lohnt frühes Buchen. Mai und Anfang Oktober eignen sich gut fürs Hinterland, für Wanderungen im Chianti und für Städtetouren, das Baden ist dann aber Glückssache. Rund um den italienischen Feiertag Ferragosto am 15. August ist die Küste am vollsten.
Die Toskana ist hundefreundlich, und die meisten Campingplätze nehmen Hunde gegen einen Aufpreis von meist 3 bis 8 Euro pro Nacht auf. Achte trotzdem vor der Buchung auf die Hausregeln, denn manche Plätze begrenzen Größe oder Zahl der Tiere oder schließen bestimmte Bereiche wie Pool und Restaurant aus. Wichtig für den Sommer: Viele öffentliche Strände erlauben Hunde in der Hauptsaison nur eingeschränkt. Es gibt aber ausgewiesene Hundestrände (spiaggia per cani), und einige Campingplätze betreiben einen eigenen Strandabschnitt, an dem der Hund mitdarf. Nimm bei Hitze genug Wasser mit und plane die Gassirunden in die kühleren Morgen- und Abendstunden.