Ferrari ist der ganze Stolz Italiens
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Ferrari ist der ganze Stolz Italiens

Ferrari ist der 1947 von Enzo Ferrari in Maranello gegründete italienische Supersportwagen-Hersteller, weltweit bekannt für seine rennroten Sportwagen und das erfolgreichste Team der Formel-1-Geschichte, die Scuderia Ferrari. Vom Rennstall zur Sportwagen-Legende Die Geschichte beginnt schon 1929, als Enzo Ferrari mit…

Ferrari ist der 1947 von Enzo Ferrari in Maranello gegründete italienische Supersportwagen-Hersteller, weltweit bekannt für seine rennroten Sportwagen und das erfolgreichste Team der Formel-1-Geschichte, die Scuderia Ferrari.

Vom Rennstall zur Sportwagen-Legende

Die Geschichte beginnt schon 1929, als Enzo Ferrari mit der Scuderia Ferrari zunächst den Rennstall von Alfa Romeo betrieb. Erst 1947 baute er in Maranello mit dem 125 S das erste Auto unter eigenem Namen, angetrieben von einem 1,5-Liter-V12. Bis heute sitzt das Werk in Maranello in der Emilia-Romagna, im Herzen der italienischen „Motor Valley“, in der auch Lamborghini, Maserati, Ducati und Pagani zu Hause sind.

Enzo Ferrari und der Mythos

Der Gründer Enzo Ferrari (1898 bis 1988) war selbst eine Legende. Man nannte ihn „il Commendatore“ nach einem Staatstitel und, wegen seines unbändigen Kampfgeists, „il Drake“ nach dem englischen Freibeuter Francis Drake. Seine Philosophie war kompromisslos: Die Straßenwagen dienten vor allem dazu, den Rennstall zu finanzieren. Diese Leidenschaft überträgt sich bis heute auf die Tifosi, die glühend roten Fans, die bei Rennen wie in Monza ein Meer aus Rot bilden. Und der Klang der klassischen Ferrari-V12-Motoren gilt Kennern als akustisches Markenzeichen.

Das springende Pferd: woher das Ferrari-Logo kommt

Das berühmte Cavallino Rampante, das sich aufbäumende Pferd, geht auf Francesco Baracca zurück, den erfolgreichsten italienischen Jagdflieger des Ersten Weltkriegs, der ein schwarzes Pferd auf seinem Flugzeug trug. Nach Baraccas Tod lernte Enzo Ferrari 1923 dessen Eltern kennen; die Mutter, Contessa Paolina Baracca, schlug ihm vor, das Pferd ihres Sohnes auf seine Wagen zu setzen. Ferrari stellte das schwarze Pferd auf einen kanariengelben Grund, die Farbe seiner Geburtsstadt Modena, und ergänzte die Buchstaben SF für Scuderia Ferrari.

Ikonische Ferrari-Modelle

Kaum eine Marke hat so viele Legenden hervorgebracht. Der 250 GTO (1962) gilt als eines der wertvollsten Autos der Welt: 2018 wurde ein Exemplar für rund 48 Millionen Dollar versteigert, damals Auktionsrekord. Der Testarossa (1984) mit seinen seitlichen Kühlluftschlitzen wurde zur Pop-Ikone der 1980er. Der F40 (1987) zum 40. Firmenjubiläum war der letzte Wagen, den Enzo Ferrari selbst freigab, bevor er 1988 starb. Es folgten der nach dem Gründer benannte Enzo (2002) und der erste Hybrid-Hypersportwagen LaFerrari (2013). Heute reicht die Palette vom eleganten Roma bis zum über 1000 PS starken SF90 Stradale, und 2026 stellte Ferrari mit dem Luce sein erstes vollelektrisches Serienauto vor.

Rekordteam der Formel 1

Die Scuderia Ferrari ist das einzige Team, das seit der allerersten Formel-1-Saison 1950 ununterbrochen dabei ist, und mit 15 Fahrer- und 16 Konstrukteurstiteln das erfolgreichste der Geschichte. Von Alberto Ascari in den frühen 1950ern über Niki Lauda in den 1970ern bis zur dominanten Michael-Schumacher-Ära mit fünf Titeln in Folge (2000 bis 2004) prägt das Rennrot den Grand-Prix-Sport wie keine andere Farbe.

Ferrari fahren und Rennen erleben

Ferrari lässt sich in Italien nicht nur anschauen, sondern auch erleben. Rund um Maranello werden Ausfahrten und Beifahrer-Runden in echten Ferrari angeboten, und im Wettbewerb ist die Scuderia gleich zweimal im Land zu sehen: beim Großen Preis von Italien auf dem geschichtsträchtigen Autodromo Nazionale Monza bei Mailand und beim Großen Preis der Emilia-Romagna in Imola, nur einen Steinwurf vom Werk entfernt. Auch abseits der Formel 1 schreibt Ferrari Geschichte: In den 1950ern siegte die Marke mehrfach bei der legendären Mille Miglia, und 2023 kehrte Ferrari mit dem Hypercar 499P an die Spitze von Le Mans zurück, der erste Gesamtsieg bei den 24 Stunden seit 1965. Dieses Lebensgefühl fing zuletzt auch der Kinofilm „Ferrari“ (2023) von Michael Mann mit Adam Driver als Enzo ein.

Ferrari in Italien erleben

Für Fans lohnt sich ein Abstecher in die Emilia-Romagna: Ferrari betreibt zwei Museen, nur rund 20 Kilometer voneinander entfernt. Das Museo Ferrari in Maranello liegt direkt neben Werk und Teststrecke Fiorano und feiert die Rennsport- und Formel-1-Erfolge; vor Ort gibt es F1-Fahrsimulatoren und einen Panorama-Shuttle rund ums Werksgelände. Das Museo Enzo Ferrari in Modena ist in einem markanten gelben Pavillon dem Gründer gewidmet, direkt neben seinem Geburtshaus. Beide lassen sich mit einem Kombiticket besuchen und gut mit einer Reise nach Modena verbinden.

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Ferrari erleben: Museum, Tickets und Fahrten

Woher kommt das Ferrari-Logo?

Das springende Pferd geht auf den italienischen Jagdflieger Francesco Baracca zurück. Nach seinem Tod schlug seine Mutter Enzo Ferrari vor, das Pferd auf seine Wagen zu setzen.

Kann man das Ferrari-Museum besuchen?

Ja, Ferrari betreibt zwei Museen in der Emilia-Romagna: das Museo Ferrari in Maranello direkt neben dem Werk und das Museo Enzo Ferrari in Modena.

Wofür wird Ferrari „il Drake“ genannt?

„Il Drake“ war ein Beiname von Gründer Enzo Ferrari, angelehnt an den englischen Freibeuter Francis Drake und Enzos kompromisslosen Kampfgeist.

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