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Die beliebtesten Weinsorten Italiens

Italien ist einer der größten Weinlieferanten und erzeugt in den einzelnen Regionen die unterschiedlichsten Sorten. Doch welche gehören zu den beliebtesten Weinsorten?

Amarone:

Amarone ist ein italienischer DOC-Rotwein, der aus getrockneten Trauben der Rebsorten Corvina, Rondinella und Molinara hergestellt wird. Entstanden ist er zufällig in den 1930er Jahren, und zwar durch die Unachtsamkeit eines Kellerarbeiters. Dieser hatte ein Fass Recioto (süßer, aus rosinierten Trauben hergestellter Wein aus der Gegend um Verona) vergessen. Der eigenwillige, trockene Amarone ähnelt dem Sherry, hat ein süßes Bouquet und schmeckt im Abgang bitter – daher auch der Name „amaro“ = bitter.

Der Amarone ist es ein langlebiger Wein, der seinen Charakter bis zu 30 Jahre lang behält. Neben dem Brunello und dem Barolo gilt der Amarone als einer der drei großen Rotweine Italiens.

Barbera:

Barbera ist eine rote Rebsorte aus dem Piemont, die in ganz Italien verbreitet ist. Die Weine sind kraftvoll, mit intensiven Pflaumen-Aromen und einem Alkoholgehalt von bis zu 14 % Vol. Aus dem Piemont, wo Barbera die meist angebaute Rebsorte ist, kommen hochwertige Weine wie Barbera d’Asti, Barbera d’Alba und Barbera del Monferrato.

Bardolino:

Der Bardolino ist ein Rotwein, der im Mittelalter von den Mönchen in San Colombano vor dem Aussterben bewahrt und im Kloster hergestellt wurde. Benannt wurde der Wein nach dem gleichnamigen Ort am Gardasee. In der Region zwischen Garda, Peschiera und Bardolino am Gardasee werden die Reben für den Bardolino angebaut und zwar hauptsächlich die Sorten Corvina Veronese und Rondinella. Der Bardolino sollte jung getrunken werden, ist leicht, gut trinkbar und angenehm bitter im Abgang.

Barolo:

Der Barolo gehört zu den besten Rotweinen Italiens und galt schon im 19. Jahrhundert als Wein der Könige. Er stammt aus den Langhe-Bergen im Piemont und wurde nach der Gemeinde Barolo benannt. Der Wein wir zu 100% aus der Nebbiolo-Rebe hergestellt und bis zu zwei Monate lang in großen Eichenfässern vergoren. Es entsteht eine massive Konzentration von Fruchtaromen und ein extremer Tanningehalt, wodurch der Wein 15 bis 20 Jahre altern muss. Seit Ende der 70er Jahre wird der Schalenkontakt auf 10 Tage beschränkt und damit ist der Wein bereits nach 5 bis 6 Jahren schon trinkbar.

Brunello:

Der Brunello di Montalcino ist einer der bekanntesten Weine Italiens und gehört zu den alten toskanischen Rotweinen, die man bereits im 15. Jahrhundert sehr schätzte. Er wird ausschließlich aus der Rebsorte Sangiovese hergestellt und reift 4 Jahre lang in Fässern, wodurch er an Qualität gewinnt. Seit 1980 trägt der Brunello durch seine besondere Qualität das DOCG-Prädikat. Der Brunello hält sich je nach Jahrgang zwischen zehn und dreißig Jahre und in manchen Fällen sogar noch länger.

Chardonnay:

Chardonnay ist eine weiße Edelrebe, die ursprünglich aus dem Burgund stammt und nach der gleichnamigen Gemeinde dort benannt ist. Sie ist eine Kreuzung der Sorten Pinot und Gouais Blanc. In Italien ist Chardonnay die viertwichtigste, weiße Sorte und wird vor allem im Trentino, Friaul, in Südtirol und Venetien angebaut. Der Weißwein ist körperreich und hat ein typisches Bouquet von Melonen, exotischen Früchten, überreifen Stachelbeeren oder nicht ganz reifen Äpfeln.

Chianti:

Der Chianti ist ein toskanischer Rotwein, der hauptsächlich aus der Sangiovese-Traube hergestellt wird. Kommt der Wein aus dem eigentlichen Chianti-Gebiet, also zwischen Florenz und Siena, darf er sich Chianti Classico oder Chianti Classico Riserva nennen.

Gavi:

Gavi ist ein trockener Weißwein aus dem Piemont, der um die Gemeinde Gavi gekeltert wird. Er ist einer der beliebtesten Weißweine Italiens, hat DOCG-Status und wird zu 100% aus der Cortese-Traube gewonnen. Er schmeckt aromatisch fruchtig und ist leicht herb.

Lugana:

Dieser trockene Weißwein stammt aus dem gleichnamigen Weinbaugebiet südlich des Gardasees. Er besteht hauptsächlich aus der Trebbiano-Rebsorte und reift ein halbes Jahr bevor er verkauft wird. Übersteigt der Alkoholgehalt 12 % Vol. und wurde der Wein ein Jahr gelagert, darf er als „Superiore“ bezeichnet werden.

Pinot Bianco:

Pinot Bianco ist eine weiße Rebsorte, die hauptsächlich in Norditalien, in Südtirol, im Friaul, in Venetien und in der Lombardei verbreitet ist. Sie wird meist sortenrein und auch zur Schaumwein-Produktion verwendet.

Pinot Grigio:

Pinot Grigio ist eine Weißwein-Rebsorte mit rötlicher bis rot eingefärbter Beerenhaut. Sie wurde 1711 von dem Kaufmann Johann Seger Ruland in Speyer in einem alten Weinberg gefunden, nachdem sie von Frankreich nach Deutschland gebracht wurde. Ruland erkannte den Wert der Sorte und sorgte für deren Verbreitung. Der Pinot Grigio ist ein säurearmer, körperreicher Weißwein mit einem höeren Alkoholgehalt und einer goldgelben Farbe.

Primitivo:

Primitivo ist eine rote Rebsorte und gilt als Edelrebe. Die daraus hergestellten, hochwertigen Rotweine enthalten meist sehr viel Alkohol und haben ein Aroma, das an Nelken, Zimt, schwarzen Pfeffer und dunkle Waldfrüchte erinnert. Die bekannteste Anbauzone liegt in der Region Apulien.

Salice Salentino:

Salice Salentino ist ein Rot- bzw. Roséwein, der aus den Provinzen Lecce und Brindisi in Apulien stammt und zu mindestens 80% aus der Negroamaro-Traube hergestellt wird. Der Wein reift bis zu 4 Jahre und ab einer Mindestlagerung von 2 Jahren im Eichenfass darf er unter der Bezeichnung Riserva geführt werden.

Sangiovese:

Sangiovese ist eine rote Edelrebe, die zu den wichtigsten und häufigsten Rebsorten Italiens gehört. Vor 2.500 Jahren wurde sie bereits von den Etruskern angebaut. Heute kann man sie in der Toskana, in der Emilia Romagna, in Umbrien und in den Marken finden. Der Sangiovese-Wein hat eine kräftige Farbe und einen ausgeprägten Säure- und Tanningehalt. Übersetzt heißt Sangiovese „Blut des Jupiters“.

Sauvignon:

Sauvignon Blanc ist eine weiße Edelrebe, die ihren Ursprung wahrscheinlich in Frankreich hat. Besonders im Nordosten Italiens gibt es hervorragende Sauvignon Blancs, die sehr fruchtig und fein schmecken.

Soave:

Der bekannte Weißwein stammt aus der Gegend um die Stadt Soave. Der Soave Classico wird aus der Rebsorte Garganega hergestellt und sollte jung getrunken werden. Der Name „Soave“ stammt von den Hohenstaufern (it. „svevi“), die während der langobardischen Epoche aus dem Norden in diese Region kamen.

Valpolicella:

Valpolicella-Weine stammen aus dem gleichnamigen Gebiet bei Verona und werden aus den Rebsorten Rondinella, Corvina Veronese und Molinara hergestellt. Diese Weine schmecken besonders gut im Sommer, da sie meist leicht sind und jung getrunken werden. Es gibt aber auch sehr hochwertige Versionen, die konzentriert und komplex sind.