Garnelen, eine mediterrane Delikatesse
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Garnelen, eine mediterrane Delikatesse

Garnelen (Gamberi) in der italienischen Küche: delikate, proteinreiche Krustentiere aus dem Mittelmeer. Sorten, Herkunft und Tipps zur Zubereitung.

Garnelen (italienisch Gamberi) gehören zu den beliebtesten Meeresfrüchten der italienischen Küche und zählen zu den Zehnfußkrebsen. Je nach Größe und Art tragen sie unterschiedliche Bezeichnungen, von den kleinen Gamberetti bis zu den großen Gamberoni. Sie lassen sich vielseitig zubereiten (gegrillt, in Pasta, aglio e olio oder frittiert) und sind an Italiens Küsten fester Bestandteil der Frutti di Mare.

Garnelen lassen sich auf vielerlei Art zubereiten. Sie schmecken sehr delikat, sind proteinreich und gehören in Italien zu den beliebtesten Krustentieren.

Aus den Tiefen des Mittelmeers

Garnelen sind kleine Krebse, mit einem länglichen, schmalen Körper und zierlichen Greifwerkzeugen. Sie haben eine dünne Schale und am Kopf befinden sich zwei lange Fühler. Die italienische Tiefseegarnele (Gambero Rosa) ist zwischen 6 und 12 Zentimeter groß, im Mittelmeerraum weit verbreitet und schon im rohen Zustand rosa gefärbt. Man findet sie hauptsächlich im Tyrrhenischen, Ionischen und Ligurischen Meer sowie vor Sizilien.

Was man beim Einkauf von Garnelen beachten sollte

Garnelen werden im Handel entweder frisch, gefroren oder bereits gekocht angeboten. Wer sie frisch kauft, sollte darauf achten, dass sie einen neutralen, angenehmen Geruch haben, sich nicht schleimig anfühlen und die Oberfläche glänzend ist. Da sie relativ schnell verderben, müssen frische Garnelen am Einkaufstag verzehrt werden.

Der Darm der Garnele sollte entfernt werden

Garnelen haben einen sehr niedrigen Fett-, aber hohen Proteingehalt und lassen sich auf vielfältige Art zubereiten. Sie können gekocht, gedämpft oder gebraten werden.

Um eine Garnele zu schälen, entfernt man zunächst die Beine. Anschließend öffnet man die Schale auf der Unterseite und zieht sie ab. Nach dem Entschalen sollte man die Garnelen noch entdarmen. Es ist zwar nicht ungesund, den Darm mitzuessen, aber unappetitlich. Am einfachsten geht das Entfernen des Verdauungstrakts, wenn die Garnelen noch roh sind. Mit einem scharfen Messer schneidet man entlang des Rückgrats und entnimmt den länglichen, dunklen Darm des Krebstiers.

Vor der Zubereitung sollte man die Garnelen unter fließendem Wasser abspülen und trockentupfen.

 

Und hier noch ein einfaches, italienisches Rezept:

 

Spaghetti con gamberi rosa e pomodoro

Zutaten für 4 Personen:
320 Gramm Spaghetti
500 Gramm geschälte, kleingeschnittene Tomaten
500 Gramm Garnelen
3 EL Olivenöl
Basilikum
kleingehackte Chilischote
Salz, Pfeffer

 

Zunächst die Garnelen entschalen, den Darm entfernen, abspülen und trockentupfen. Öl in einem Topf erhitzen, die Tomaten mit etwas Chili gewürzt hinzufügen und so lange kochen bis sie weich sind. Anschließend salzen. Die Garnelen zufügen und alles zusammen weitere 5 Minuten köcheln lassen. Gleichzeitig die Spaghetti al dente kochen und mit dem Tomaten-Garnelen-Sugo vermengen. Mit Basilikum dekorieren und sofort servieren. Buon Appetito!

Garnelen und ihre italienischen Bezeichnungen

Italienisch Deutsch / Beschreibung Größe Typische Verwendung

Gamberetti

Kleine Garnelen

klein (bis etwa 10 cm)

Salate, Vorspeisen, Risotto, Pasta
Gamberi Garnelen (mittelgroß, Sammelbegriff) mittel Pasta, gebraten, aglio e olio
Gamberoni Große Garnelen (Riesengarnelen) groß Gegrillt, gebraten, als Hauptgericht
Mazzancolle Geißelgarnele (Tigergarnele), typisch für Mittelmeer und Adria groß (etwa 12 bis 20 cm) Gegrillt, gebraten, frittiert
Scampi Kaisergranat (eigene Art, Nephrops norvegicus, mit Scheren: keine echte Garnele) bis über 20 cm Gegrillt, Risotto, Pasta, gebraten

Häufige Fragen zu Garnelen

Was ist der Unterschied zwischen Garnelen, Scampi und Gamberoni?

Gamberoni sind schlicht besonders große Garnelen, also dieselbe Tiergruppe wie normale Gamberi, nur in größerem Format. Scampi (Kaisergranat) dagegen sind eine eigene Art (Nephrops norvegicus) und mit dem Hummer verwandt: Sie besitzen kleine Scheren, während echte Garnelen keine Scheren, aber lange Fühler haben.

Wie heißen Garnelen auf Italienisch?

Der Sammelbegriff lautet Gamberi. Kleine Exemplare heißen Gamberetti, große Gamberoni. Die kräftigen Geißelgarnelen aus dem Mittelmeer werden Mazzancolle genannt. Scampi bezeichnen dagegen den Kaisergranat und sind keine Garnelen im engeren Sinne.

Wie bereitet man Gamberi zu?

Klassisch werden Gamberi in Olivenöl mit Knoblauch (aglio e olio) und etwas Peperoncino kurz gebraten, gegrillt oder in Pasta wie Spaghetti verarbeitet. Auch frittiert (Fritto misto) sind sie beliebt. Wichtig: Garnelen brauchen nur kurze Garzeit, bis das Fleisch fest und undurchsichtig ist.

Muss man den Darm entfernen?

Bei größeren Garnelen empfiehlt es sich, den dunklen Darmfaden zu entfernen. Dazu die Garnele am Rücken leicht einschneiden und den Faden herausziehen. Das verbessert Optik und Geschmack, gesundheitlich zwingend notwendig ist es bei gut gegarten Garnelen jedoch nicht.

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Über den Autor

Jürgen Lex

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Weingüter

Jürgens Liebe zu Italien begann bereits in der Kindheit mit den alljährlichen Ferien in Lido di Jesolo. Seither hat er das Land von den Dolomiten bis in den tiefen Süden bereist, doch seine Neugier ist bis heute ungebrochen. Abseits der bekannten Routen entdeckt er immer wieder neue Lieblingsorte. Und an einem interessanten Weingut führt für ihn kaum ein Weg vorbei.

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