Krabben, eine gesunde und leichte Meeresdelikatesse
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Krabben, eine gesunde und leichte Meeresdelikatesse

Krabben (italienisch Granchi, Einzahl Granchio) sind zehnfüßige Krebstiere und zählen in Italien zu den geschätzten Meeresfrüchten. Vor allem die nördliche Adria und die Lagune von Venedig sind für ihre Krabben bekannt. Berühmte Spezialitäten sind die Granseola (Seespinne) sowie die Moleche,…

Krabben (italienisch Granchi, Einzahl Granchio) sind zehnfüßige Krebstiere und zählen in Italien zu den geschätzten Meeresfrüchten. Vor allem die nördliche Adria und die Lagune von Venedig sind für ihre Krabben bekannt. Berühmte Spezialitäten sind die Granseola (Seespinne) sowie die Moleche, weichschalige Krabben aus der venezianischen Lagune, die als große Delikatesse gelten. Wichtig: Im Deutschen wird das Wort Krabben umgangssprachlich oft für kleine Garnelen verwendet, hier geht es jedoch um echte Krabben und Krebse.

Krabben (ital.: Granchi) gehören zu den Krustentieren und leben zumeist im Meer. Sie sind aber auch im Süßwasser und an Land zu finden. Nicht nur in Italien gilt vor allem der Taschenkrebs als Delikatesse. Er kann bis zu 30 Zentimeter groß werden, hat einen gewölbten Panzer und liefert besonders an den Beinen und Scheren ein aromatisches Fleisch, das sich zu vielen schmackhaften Gerichten verarbeiten lässt.

Wie man Krabben richtig zubereitet

Beim Einkauf von frischen Krabben sollte man darauf achten, dass sie sich schwer anfühlen und beim Schütteln kein schwappendes Geräusch erzeugen. Nach dem Garen kann man die Krabben öffnen. Dazu legt man sie zunächst auf den Rücken und dreht Beine und Scheren heraus. Anschließend fährt man mit dem Finger in den Panzer, um den Körper herauszuholen. Die grauen Kiemen an den Seiten müssen noch entfernt werden und auch der Magensack hinter dem Mund, indem man auf die Oberseite drückt. Mit einem schweren Messer lassen sich Scheren und Beine knacken und das Fleisch entnehmen. Wer jetzt Lust hat, das Ganze mal selbst auszuprobieren, dem empfehle ich nachfolgendes Rezept.

Linguine con il Granchio

Zutaten für 4 Personen
1 Kilogramm frische Krabben (Taschenkrebse)
350 Gramm Linguine
Kirschtomaten
1/2 Tasse Olivenöl
1 fein gehackte Knoblauchzehe
3 fein gehackte Frühlingszwiebeln
0,2 Liter trockener Weißwein
1 Esslöffel gehackte Petersilie
1 Esslöffel gehacktes Basilikum
Salz, Pfeffer, Chili

 

Zubereitung: Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Krabben zufügen, ca. 30 Minuten kochen lassen und anschließend zerlegen. Linguine in gesalzenem Wasser kochen. In der Zwischenzeit das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und den Knoblauch und die Frühlingszwiebeln darin anbraten. Kirschtomaten zufügen und etwa 4 Minuten köcheln lassen. Anschließend das Krebsfleisch und den Weißwein in die Pfanne geben und so lange kochen, bis der Wein verdampft ist. Mit Salz, Pfeffer und Chili würzen. Die Linguine abgießen, etwas Nudelwasser noch in die Pfanne zugeben, Petersilie und Basilikum einstreuen und das Ganze servieren.

Buon appetito!

Krabben-Spezialitäten in Italien

Italienischer Name Beschreibung Herkunft Typische Verwendung

Granchio (auch Granchio blu)

Allgemeine Bezeichnung für Krabben. Der Granchio blu (Blaue Schwimmkrabbe, Callinectes sapidus) hat sich stark im Mittelmeer ausgebreitet und wird heute küchenfertig verwertet.

Küsten und Lagunen Italiens, besonders die nördliche Adria

Für Pasta, Risotto, Suppen und Saucen
Granseola (auch Grancevola) Große Seespinne (Meeresspinne, Maja squinado) mit spinnenartigem Körper und süßlichem, feinem Fleisch. Der Name stammt aus dem venezianischen Dialekt. Nördliche Adria und Lagunengebiete, venezianische Spezialität Als Vorspeise Granseola alla veneziana, das Fleisch wird gekocht und in der eigenen Schale angerichtet
Moleche (Dialekt Moeche) Weichschalige Krabben, die genau im Moment der Häutung gefangen werden, wenn der alte Panzer abgestreift und der neue noch weich ist. Nur wenige Stunden verfügbar, deshalb selten und teuer. Ausschließlich aus der Lagune von Venedig, gefangen von den sogenannten Moecanti Ganz frittiert (Moeche fritte), meist im Frühling (April bis Mai) und Herbst (Oktober bis November)

Häufige Fragen zu Krabben

Wie heißen Krabben auf Italienisch?

Krabben heißen auf Italienisch Granchi (Einzahl: Granchio). Der Begriff steht allgemein für Krabben und krabbenartige Krebstiere. Eine bekannte Art ist der Granchio blu, die Blaue Schwimmkrabbe.

Was sind Moleche?

Moleche (venezianischer Dialekt: Moeche) sind weichschalige Krabben aus der Lagune von Venedig. Sie werden genau in dem kurzen Moment gefangen, in dem sie ihren alten Panzer abgestreift haben und der neue noch weich ist. Diese Phase dauert nur wenige Stunden, weshalb Moleche eine seltene und teure Delikatesse sind. Meist werden sie im Ganzen frittiert.

Was ist Granseola?

Granseola (auch Grancevola) ist die italienische Bezeichnung für die Seespinne (Meeresspinne, Maja squinado), eine große Krabbe mit spinnenartigem Körper und feinem, süßlichem Fleisch. Sie ist vor allem in der nördlichen Adria verbreitet und gilt als venezianische Spezialität. Klassisch wird sie als Vorspeise Granseola alla veneziana serviert.

Wie bereitet man Krabben zu?

Krabben werden meist kurz gekocht, damit das feine Fleisch zart bleibt. Die Granseola wird gekocht und das Fleisch in der eigenen Schale mit Öl, Zitrone und Petersilie angerichtet. Moleche werden dagegen im Ganzen frittiert. Der Granchio blu eignet sich gut für Pasta, Risotto und Suppen.

Weitere Fisch- und Meeresfrüchte-Spezialitäten

Garnelen, Goldbrasse, Jakobsmuscheln, Polpo, Steinbutt, Zackenbarsch. Zurück zur Übersicht: Essen & Trinken in Italien.

Über den Autor

Jürgen Lex

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Weingüter

Jürgens Liebe zu Italien begann bereits in der Kindheit mit den alljährlichen Ferien in Lido di Jesolo. Seither hat er das Land von den Dolomiten bis in den tiefen Süden bereist, doch seine Neugier ist bis heute ungebrochen. Abseits der bekannten Routen entdeckt er immer wieder neue Lieblingsorte. Und an einem interessanten Weingut führt für ihn kaum ein Weg vorbei.

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