Lambrusco, Wein | italien.de

Lambrusco – Italiens berühmtester Wein

Bei der Herstellung des Lambrusco kühlt man den Most unmittelbar nach dem Pressen der Trauben auf ca. 0° C und lagert ihn bei gleicher Temperatur. Sobald eine Charge Lambrusco gebraucht wird, lässt man die Temperatur des benötigten Mostes ansteigen und fügt Reinzuchthefe hinzu. Ist die entsprechende Restsüße erreicht, wird die Gärung mittels Kälteschock unterbrochen, der Wein gefiltert und abgefüllt.

 

Von der „vitis labrusca“ (der wilden Weinrebe) sprach man schon zur Zeit der Römer, aber erst im 19. Jahrhundert gab es einige Rebsorten, die durch natürliche Eigenschaften und die Weiterentwicklung durch den Menschen ihren spezifischen Charakter annahmen. So kristallisierten sich nach und nach drei ähnliche Weinsorten zur Herstellung von Lambrusco heraus. In der Provinz Modena gibt es deshalb den Lambrusco di Sorbara, den Lambrusco Grasparossa di Castelvetro und den Lambrusco Salamino di Santa Croce.

 

Lambrusco sind moderne Weine mit markanten Eigenschaften. Sie haben einen lebhaften, schnell flüchtigen Schaum, einen lang anhaltenden Duft und reichen Geschmack, der durch einen guten Säuregehalt unterstrichen wird. In nur wenigen Jahrzehnten wurde der Lambrusco der weltweit bekannteste und am meisten getrunkene italienische Wein. Übrigens – da es sich um einen Eigennamen handelt, sagt man auch im Plural „Lambrusco“. In Deutschland hat der Wein einen eher schlechten Ruf, aber es gibt einige Abfüllungen, die ausgezeichnet schmecken. Einfach mal probieren – salute!