
Lambrusco ist ein perlender (frizzante) und meist roter italienischer Wein, der aus der gleichnamigen Lambrusco-Rebsortenfamilie gekeltert wird. Seine Heimat liegt vor allem in der Emilia-Romagna (rund um Modena und Reggio Emilia) sowie in der Lombardei (Provinz Mantua). Erhältlich ist er in allen Geschmacksstufen von secco (trocken) über amabile bis dolce (süß).
Bei der Herstellung des Lambrusco kühlt man den Most unmittelbar nach dem Pressen der Trauben auf ca. 0° C und lagert ihn bei gleicher Temperatur. Sobald eine Charge Lambrusco gebraucht wird, lässt man die Temperatur des benötigten Mostes ansteigen und fügt Reinzuchthefe hinzu. Ist die entsprechende Restsüße erreicht, wird die Gärung mittels Kälteschock unterbrochen, der Wein gefiltert und abgefüllt.
Von der „vitis labrusca“ (der wilden Weinrebe) sprach man schon zur Zeit der Römer, aber erst im 19. Jahrhundert gab es einige Rebsorten, die durch natürliche Eigenschaften und die Weiterentwicklung durch den Menschen ihren spezifischen Charakter annahmen. So kristallisierten sich nach und nach drei ähnliche Weinsorten zur Herstellung von Lambrusco heraus. In der Provinz Modena gibt es deshalb den Lambrusco di Sorbara, den Lambrusco Grasparossa di Castelvetro und den Lambrusco Salamino di Santa Croce.
Lambrusco sind moderne Weine mit markanten Eigenschaften. Sie haben einen lebhaften, schnell flüchtigen Schaum, einen lang anhaltenden Duft und reichen Geschmack, der durch einen guten Säuregehalt unterstrichen wird. In nur wenigen Jahrzehnten wurde der Lambrusco der weltweit bekannteste und am meisten getrunkene italienische Wein. Übrigens, da es sich um einen Eigennamen handelt, sagt man auch im Plural „Lambrusco“. In Deutschland hat der Wein einen eher schlechten Ruf, aber es gibt einige Abfüllungen, die ausgezeichnet schmecken. Einfach mal probieren: salute!
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
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Weintyp |
Perlwein (frizzante), teils Schaumwein (spumante), überwiegend rot, seltener rosé |
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Rebsorte |
Lambrusco-Rebsortenfamilie (u.a. Sorbara, Grasparossa, Salamino, Maestri, Marani) |
| Herkunft | Emilia-Romagna (Modena, Reggio Emilia, Parma) und Lombardei (Provinz Mantua) |
| Geschmacksstufen | secco (trocken), amabile (halbsüß), dolce (süß) |
| Bekannte DOC-Sorten | Lambrusco di Sorbara, Grasparossa di Castelvetro, Salamino di Santa Croce |
| Passt zu | deftiger emilianischer Küche: Salami, Prosciutto, Parmigiano, Tortellini, Bollito |
Lambrusco gibt es in allen Geschmacksstufen: von secco (trocken) über amabile (halbsüß) bis dolce (süß). Traditionell wird er zur deftigen Küche der Emilia-Romagna oft in der trockenen Variante getrunken, im Export sind auch die halbsüßen und süßen Ausbauten verbreitet.
Lambrusco ist überwiegend ein Rotwein (es gibt auch Rosé-Varianten). Die feine Perlage (frizzante) entsteht durch eine zweite Gärung, meist im Tank nach der Charmat-Methode, bei der Kohlensäure natürlich im Wein gebunden wird.
Lambrusco stammt vor allem aus der Emilia-Romagna, insbesondere aus den Provinzen Modena, Reggio Emilia und Parma, sowie aus der Provinz Mantua in der Lombardei.
Lambrusco passt klassisch zur herzhaften emilianischen Küche wie Salami, Prosciutto, Parmigiano und Tortellini. Zu den bekanntesten DOC-Sorten zählen Lambrusco di Sorbara (leicht und fruchtig), Grasparossa di Castelvetro (kräftig und vollmundig) sowie Salamino di Santa Croce.
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