Manzo alla California
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Manzo alla California

Manzo alla California - Rezept für Rinderschmorbraten

Manzo brasato alla California

Der Name klingt nach Amerika, doch das Gericht stammt aus der lombardischen Brianza. California ist ein Ortsteil bei Lesmo, und genau von dort kommt dieser weiße Schmorbraten. Das Rindfleisch wird mit Speck gespickt, mit Essig abgelöscht und dann ganz langsam in Milch und Sahne geschmort, bis es zart ist. Eine traditionelle Spezialität, die mehr Geduld als Aufwand verlangt.

4 Portionen · ca. 3,5 Std. (20 Min. Arbeit)

Zutaten

  • 800 g Rindfleisch am Stück (Schulter oder Bug)
  • 80 g Speck (Lardo oder Pancetta), zum Spicken und Anbraten
  • 1 Zwiebel, geviertelt
  • 1 Karotte, in Stücke geschnitten
  • 2 Lorbeerblätter
  • 40 g Butter
  • 60 ml Weißweinessig
  • 200 ml Milch
  • 150 ml Sahne
  • Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Schneide einen Teil des Specks in Streifen und spicke damit das Rindfleisch (larderen). Anschließend rundum mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Den restlichen Speck klein würfeln und zusammen mit der Butter in einem Schmortopf erhitzen. Das Fleisch mit Zwiebel, Karotte und Lorbeer hineingeben und von allen Seiten kräftig anbraten.
  3. Mit dem Essig ablöschen und so lange köcheln lassen, bis er vollständig verdampft ist.
  4. Milch und Sahne angiessen, sodass das Fleisch etwa zur Hälfte bedeckt ist.
  5. Zugedeckt bei kleiner Hitze rund 3 Stunden schmoren. Wende das Fleisch dabei ab und zu und giesse bei Bedarf etwas Wasser oder Milch nach.
  6. Das Fleisch herausnehmen, kurz ruhen lassen und in Scheiben schneiden. Die Sauce nach Wunsch durch ein Sieb passieren und so lange einkochen, bis sie cremig bindet.
  7. Die Fleischscheiben mit der Sauce überziehen und servieren. Klassisch passt dazu Polenta oder Kartoffelpüree.

Tipp: Ist die Sauce nach dem Schmoren noch zu dünn, nimm das Fleisch heraus und reduziere sie offen ein. Mehl gehört hier auf keinen Fall hinein. Ein Schuss Milch statt reiner Sahne nimmt der Essigsäure die Schärfe und macht den Braten insgesamt samtiger.

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Woher stammt das Manzo alla California?

Trotz des Namens stammt das Gericht nicht aus Amerika, sondern aus der lombardischen Brianza. California ist ein Ortsteil von Lesmo bei Monza, und von dort kommt dieser helle Schmorbraten. Der Name führt also bewusst in die Irre, das Rezept ist norditalienische Hausmannskost.

Warum wird das Fleisch in Milch und Sahne geschmort?

Milch und Sahne machen den Braten besonders zart und mild und ergeben eine helle, cremige Sauce ohne Tomate oder Rotwein. Das ist typisch für diesen weißen Schmorbraten. Der Milchanteil nimmt außerdem der Essigsäure die Schärfe und macht das Ergebnis samtiger.

Welches Fleisch eignet sich am besten zum Schmoren?

Am besten nimmst du gut durchzogene Stücke vom Rind wie Schulter oder Bug, die beim langen Schmoren zart werden. Magere Teile wie Filet oder Roastbeef eignen sich nicht, sie werden trocken. Rechne mit etwa 800 g für vier Portionen.

Wie binde ich die Sauce, ohne Mehl zu verwenden?

Nimm das fertige Fleisch heraus und koche die Sauce offen bei mittlerer Hitze ein, bis sie cremig bindet. Wer sie feiner mag, passiert sie vorher durch ein Sieb. Mehl gehört hier nicht hinein, die Bindung kommt allein aus Milch, Sahne und dem reduzierten Fond.

Welche Beilage passt zum Manzo alla California?

Klassisch passen Polenta oder Kartoffelpüree, weil sie die cremige Sauce gut aufnehmen. Auch Kartoffeln oder ein einfaches Weißbrot funktionieren. Wichtig ist eine Beilage, die viel Sauce binden kann.

Kann ich den Braten schon am Vortag zubereiten?

Ja, der Braten lässt sich sehr gut vorbereiten und schmeckt aufgewärmt oft noch besser. Bewahre Fleisch und Sauce zusammen im Kühlschrank auf und wärme sie am nächsten Tag sanft bei kleiner Hitze auf. Schneide das Fleisch am besten erst nach dem Aufwärmen in Scheiben, dann trocknet es nicht aus.

Über den Autor

Marcus

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Küche

Marcus fährt seit 2002 mehrmals im Jahr nach Italien, vom Norden bis in den Süden, mit einer Schwäche für die Toskana rund um Siena und Florenz. Zu Hause steht er nach Nonna-Art am Herd, und über seine Carbonara lässt er nicht mit sich verhandeln.

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