Vogalonga, Venedig | italien.de

Vogalonga

Vogalonga bedeutet übersetzt „das lange Ruder“ und ist ein jährliches Event für Ruderer in der Lagunenstadt Venedig. Seit Mitte der 70er Jahre pilgern Bootsfahrer aus aller Herren Länder nach Italien, um an der ursprünglichen Protestveranstaltung teilzunehmen. Vor über 40 Jahren wollten einige Einwohner der italienischen Metropole damit ihrem Unmut gegenüber der zunehmenden Anzahl an Motorbooten Luft machen. Deren Wellen zerstören nämlich nach und nach die Lagunen und kleinen Inseln Venedigs und verschmutzen zudem das Wasser. Deshalb dürfen Schiffe während der Vogalonga nicht in Venedig verkehren. Die Wasserstraßen sind zu diesem Zeitpunkt komplett den Ruderern und Paddlern vorbehalten.

Pfingstsonntag steht im Zeichen der farbenfrohen Vogalonga

Immer an Pfingsten geht es in Venedig ähnlich bunt und ausgelassen zu, wie beim weltberühmten Karneval. Mehr als 5.000 Teilnehmer treffen dann mit über 1.500 Booten in der Hauptstadt Venetiens ein. Die Bewohner begrüßen die internationalen Gäste mit ihren Kajaks, Kanus, Drachenbooten, Gondeln und anderen Kähnen. Erlaubt sind alle Wasserfahrzeuge, die mit reiner Muskelkraft angetrieben werden. Die Vogalonga ist fest mit Venedigs Geschichte verbunden und kann mittlerweile auf eine lange Tradition zurückblicken. Das Rennen ohne Sieger ist für Bootsführer und Zuschauer ein ganz besonderes Spektakel am Pfingstsonntag. Das Event vor imposanter Kulisse ist ein Plädoyer für den Umweltschutz und eine Hommage an Venedig.

30 Kilometer Spaß und Trubel auf dem Wasser

Die Wettkampfstrecke hat eine Gesamtlänge von 30 Kilometern. Die Boote starten am weltberühmten Markusplatz und legen dort auch wieder an. Ein Kanonenschuss gilt pünktlich um 9 Uhr als Startsignal für dieses außergewöhnliche Event. Auf der Fahrt werden die Inseln Sant’Erasmo und Vignole passiert. Die Strecke führt bis nach Burano und wieder zurück über die Insel Murano, die für ihre Glasbläserei bekannt ist. Kurz vor dem Ziel fahren die Boote unter der Rialtobrücke, dem Wahrzeichen Venedigs, hindurch. Dabei sein ist alles, denn am Ende sind alle Gewinner, weil sie ein Zeichen für die Umwelt gesetzt haben. Für die meisten Teilnehmer dauert das Rennen mehrere Stunden. Die schnellsten sind nach etwa zwei Stunden im Ziel. Was am Anfang eine Regatta für Profi- und Amateur-Ruderer war, hat sich zu einer internationalen Demoveranstaltung entwickelt.