Immobilien in Italien kaufen
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Immobilien in Italien kaufen

Ein Landhaus in der Toskana, eine Wohnung mit Seeblick am Gardasee, ein Fischerhaus an der ligurischen Küste oder ein altes Steinhaus in einem sizilianischen Bergdorf: Der Traum vom eigenen Zuhause in Italien ist so alt wie beliebt. Und er ist…

Ein Landhaus in der Toskana, eine Wohnung mit Seeblick am Gardasee, ein Fischerhaus an der ligurischen Küste oder ein altes Steinhaus in einem sizilianischen Bergdorf: Der Traum vom eigenen Zuhause in Italien ist so alt wie beliebt. Und er ist erreichbarer, als viele denken. Zwischen der Luxusvilla am Comer See und dem Haus für ein paar Tausend Euro im Süden liegt eine riesige Spanne, in der für sehr unterschiedliche Budgets etwas dabei ist.

Diese Themenwelt ist dein Einstieg. Sie ordnet Regionen und Preise ein, erklärt Schritt für Schritt, worauf Käufer aus Deutschland achten müssen, und führt dich zu den vertiefenden Ratgebern. Wir verkaufen dir keine Immobilie, sondern geben dir die Orientierung, mit der du die passenden Objekte selbst findest und teure Fehler vermeidest.

Die Themenwelt Immobilien im Überblick

Wo Immobilien in Italien besonders gefragt sind

Italien ist kein einheitlicher Markt, sondern ein Flickenteppich aus Regionen mit sehr unterschiedlichem Preisniveau. Grob lassen sich vier Welten unterscheiden:

  • Die oberitalienischen Seen: Am Gardasee und am Comer See sind Lage und Nachfrage hoch, entsprechend die Preise. Hier geht es fast immer um Ferienwohnungen und Zweitwohnsitze mit Seeblick, gekauft von Interessenten aus ganz Nordeuropa.
  • Die Toskana und Mittelitalien: Der Klassiker für das Landhaus zwischen Weinbergen und Kunststädten. Von der sanierten Villa im Chianti bis zum Rustico mit Renovierungsbedarf in der Garfagnana ist alles vertreten. Ähnlich, aber günstiger und noch wenig entdeckt sind das benachbarte Umbrien und die Marken.
  • Ligurien und die Küsten: Wohnungen und schmale Häuser an der Riviera, an der Amalfiküste oder in den Cinque Terre, oft kompakt, begehrt und mit spürbarem Meerblick-Aufschlag. Mehr dazu auf unserer Seite zu Häusern am Meer.
  • Der Süden (Sizilien, Sardinien, Kalabrien, Apulien): Hier ist Italien am günstigsten. Meer, Sonne und niedrige Preise treffen auf abgelegenere Lagen und, im Landesinneren, auf verödende Dörfer. Genau dort finden sich auch die berühmten 1-Euro-Häuser.

Preise: vom 1-Euro-Haus bis zur Millionenvilla

Eine Pauschale gibt es nicht, die Spanne ist enorm und hängt vor allem von der Lage ab. Als grobe Orientierung, was dein Budget wo ungefähr bringt:

  • Symbolische Preise: Im süditalienischen Hinterland gibt es sanierungsbedürftige Dorfhäuser ab wenigen Tausend Euro, im Extremfall die 1-Euro-Häuser mit Sanierungspflicht.
  • Niedriger fünfstelliger Bereich: Solide kleine Häuser und Wohnungen im Süden, auf Sizilien und in abgelegenen Bergregionen der Toskana.
  • Mittlerer sechsstelliger Bereich: Sanierte Landhäuser in mittleren Lagen, Ferienwohnungen an den Seen und an der Küste.
  • Ab einer Million: Sanierte Casali im Chianti oder Val d'Orcia, Villen mit Seeblick und Toplagen an der Riviera oder in Forte dei Marmi.

Wichtig ist, den Kaufpreis nicht mit den Gesamtkosten zu verwechseln. Zum Preis kommen spürbare Nebenkosten für Notar, Steuern und, wenn ein Makler beteiligt ist, dessen Provision, in Summe je nach Konstellation rund zehn bis fünfzehn Prozent. Und bei älteren oder sehr günstigen Objekten ist die Sanierung oft der eigentliche Posten. Was das im Extremfall bedeutet, zeigt unsere Seite zu den Häusern für 1 Euro.

Der Kauf: was Käufer aus Deutschland wissen sollten

Als Staatsangehörige eines EU-Landes dürfen Deutsche, Österreicher und Schweizer aus der EU in Italien ohne besondere Beschränkungen Immobilien kaufen. Der Ablauf unterscheidet sich aber vom deutschen. Du brauchst eine italienische Steuernummer (Codice Fiscale), üblich ist zunächst ein Vorvertrag (Compromesso) mit Anzahlung, bevor der eigentliche Kaufvertrag vor einem Notar (Notaio) geschlossen wird. Der Notar ist in Italien Pflicht und prüft unter anderem, ob die Immobilie lastenfrei und baurechtlich sauber ist.

Gerade bei günstigen Altbauten lohnt sich Sorgfalt: die Klärung der Eigentumsverhältnisse (Erbengemeinschaften sind häufig), die Prüfung der Bausubstanz und ein realistischer Blick auf Lage und Anbindung. Ein Kauf allein verschafft dir übrigens kein Aufenthaltsrecht, als EU-Bürger darfst du dich aber ohnehin frei in Italien niederlassen. Den kompletten Weg mit allen Nebenkosten und Steuern erklärt unser Ratgeber zum Hauskauf in Italien.

Für wen sich welcher Weg lohnt

Nicht jede Immobilie passt zu jedem Vorhaben. Vier typische Wege:

  • Das Ferienhaus: Wer vor allem selbst Urlaub machen will, kauft am besten dort, wo er auch gern ist, und achtet auf gute Erreichbarkeit und ein lebendiges Umfeld auch außerhalb der Saison.
  • Die Kapitalanlage: Wer über Ferienvermietung mitfinanzieren will, braucht eine gefragte Lage, professionelle Verwaltung und einen konservativen Blick auf die Auslastung. Am See und an bekannten Küsten ist die Nachfrage am verlässlichsten.
  • Das Auswanderer-Zuhause: Wer dauerhaft bleiben will, sollte den Kauf zusammen mit Alltag, Anmeldung, Krankenversicherung und Sprache denken, nicht nur als Immobilienfrage.
  • Das Sanierungsprojekt: Wer Zeit, Budget und Nerven für den Wiederaufbau eines Rustico oder eines 1-Euro-Hauses mitbringt, bekommt am meisten Haus fürs Geld, trägt aber auch das größte Risiko.

1-Euro-Häuser und günstige Alternativen

Das bekannteste Phänomen des italienischen Immobilienmarkts sind die 1-Euro-Häuser: Dörfer im Süden verschenken verfallene Häuser praktisch, wenn der Käufer sie saniert. Die Idee ist reizvoll, die Realität komplizierter, denn der symbolische Preis ist nur der Anfang. Oft ist das normale günstige Haus ohne Sanierungspflicht der bessere Weg. Beides erklären wir im Detail auf unserer Seite zu den 1-Euro-Häusern und günstigen Alternativen.

Immobilien und Auswandern

Für viele ist die Immobilie der erste Schritt zu einem Leben in Italien. Wer nicht nur ein Ferienhaus sucht, sondern dauerhaft bleiben will, sollte den Kauf zusammen mit den praktischen Fragen des Alltags denken, von der Anmeldung über die Krankenversicherung bis zur Sprache. Wie das konkret abläuft, zeigt unser Ratgeber zum Auswandern nach Italien, von der Anmeldung über die Krankenversicherung bis zur Sprache.

Häufige Fragen

Dürfen Deutsche in Italien eine Immobilie kaufen?
Ja. Als EU-Bürger kaufst du in Italien ohne besondere Beschränkungen, zu denselben Bedingungen wie Einheimische. Nötig ist eine italienische Steuernummer (Codice Fiscale), der Kauf läuft über einen Notar.
Mit welchen Nebenkosten muss ich beim Hauskauf rechnen?
Plane grob zehn bis fünfzehn Prozent des Kaufpreises ein. Der größte Posten sind Steuern (Registersteuer 2 oder 9 Prozent, meist auf den niedrigeren Katasterwert) und die Maklerprovision. Bei sehr günstigen Altbauten ist zusätzlich die Sanierung der größte Brocken.
Wo sind Immobilien in Italien am günstigsten?
Am günstigsten ist der Süden, vor allem im ländlichen Inland von Sizilien, Kalabrien, Basilikata und Teilen Sardiniens. Dort finden sich Häuser im niedrigen fünfstelligen Bereich, mancherorts sogar 1-Euro-Häuser mit Sanierungspflicht. Teuer sind dagegen die oberitalienischen Seen, die Toskana und begehrte Küstenlagen.
Bekomme ich durch den Immobilienkauf ein Aufenthaltsrecht?
Nein, der Kauf allein verschafft dir kein Aufenthaltsrecht. Als Staatsangehöriger eines EU-Landes darfst du dich in Italien aber ohnehin frei niederlassen und dort wohnen.
Lohnt sich ein Haus in Italien als Kapitalanlage?
Das kann aufgehen, ist aber kein Selbstläufer. Über Ferienvermietung lassen sich in gefragten Lagen an See und Küste solide Renditen erzielen, wenn Auslastung, Verwaltung und lokale Vermietungsregeln stimmen. Rechne konservativ und ziehe Nebenkosten, Steuern und Instandhaltung ab, bevor du eine Zahl glaubst.

Erst die Region erleben, dann kaufen

Ein Haus in Italien kauft man nicht vom Schreibtisch aus. Verbring erst ein paar Wochen in deiner Wunschregion, lern die Nachbarschaft, die Wege und den Alltag kennen. Wer die Gegend wirklich erlebt hat, trifft die Kaufentscheidung viel sicherer und vermeidet teure Fehlgriffe.

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