Giardino dei Tarocchi bei Capalbio, Toskana | italien.de

Giardino dei Tarocchi

Mystischer Zaubergarten nahe Capalbio

Der Giardino dei Tarocchi (Garten des Tarot) ist nicht nur für Esoteriker einen Besuch wert. Der in den grünen Hügeln der Toskana liegende Kunstpark mit seinen 22 bunten Riesen-Skulpturen ist ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie.

 

Der Park liegt in Capalbio, in der Provinz Grosseto. Geschaffen wurde er ab Ende der 1970er Jahre von einer Künstlergruppe unter der Leitung von Niki de Saint Phalle und ihrem Mann Jean Tinguely.

Entstehung und Idee des Parks

Durchgängiges Thema des Gartens sind die Karten des Tarot, insbesondere die 22 Trumpf-Karten des so genannten großen Arkana (lat.: Geheimnis). Sie werden nicht nur als Spielkarten, sondern auch zu esoterischen Zwecken, u.a. zum Wahrsagen, genutzt. Jede der 22 Skulpturen im Park stellt eine dieser Karten dar. Die erste Figur ist der „Narr“, die erste Karte des großen Arkana. Die letzte Skulptur ist die "Welt". Niki de Saint Phalle verstand ihren Park als meditativen Garten, den der Besucher als spirituelle Übung durchwandern sollte.

Traumgebilde in Keramik und Glas

Das Areal ist von einer Tuffstein-Mauer umgeben. Die farbenprächtigen Skulpturen sind bis zu fünfzehn Meter hoch. Ihre Oberfläche ist mit bunten Keramiken sowie Spiegel- und Glasmosaiken - teils aus Murano - verziert. Unverkennbar ist der Einfluss von Antonio Gaudis Güell-Park in Barcelona, durch den sich die Künstlerin inspirieren ließ.

 

Die Figuren bestehen aus ineinander verwobenen Eisen- und Drahtgittern, auf die eine Betonmasse aufgespritzt wurde. Einige von ihnen sind innen begehbar und waren sogar eine Zeit lang von der Künstlerin bewohnt. Ein wichtiges Element des Gartens ist das Zusammenspiel von Natur und Kunst- Skulpturen.

 

Der Giardino dei Tarocchi ist von April bis Mitte Oktober jeweils von 14.30 bis 19.30 Uhr geöffnet. In den Wintermonaten ist der Park jeweils am ersten Samstag des Monats von 9.00 bis 13.00 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. An diesen Tagen ist der Eintritt frei.

Bildnachweis: © Jürgen Lex | italien.de

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