Villa La Rotonda, Vicenza | italien.de

La Rotonda

Auf einem Hügel in einem romantischen Park, inmitten der malerischen Landschaft Venetiens, erhebt sich am südlichen Stadtrand von Vicenza die Villa Rotonda, oder einfach La Rotonda genannt. Natur und Architektur treffen hier zu einem einzigartigen, faszinierenden Zusammenspiel aufeinander.

 

Der Bischoff Almerico Capra, hoher Beamter am Hof des Papstes Pius IV. und Pius V. ließ die Villa bauen. Seinen Ruhestand wollte er ungestört und fernab vom Trubel der Stadt, dem Machtgehabe und den Intrigen am Hof genießen. Palladio, der Meister der Architektur der Renaissance, entwarf und errichtete La Rotonda, die berühmteste seiner Villen, von 1566 bis 1569. Scamozzi hat nach dem Tod Palladios den Bau 1591 vollständig abgeschlossen.

La Rotonda, ein facettenreiches Kunstwerk

Ziel Palladios war, das ideale Gebäude zu errichten. Dafür kombiniert er die perfekten Körper: Kugel und Würfel.

Der Grundriss von La Rotonda ist quadratisch. Egal von welcher Seite man auch immer das Gebäude betrachtet, die vier Außenwände sind identisch. Eine Fassade gleicht der anderen, genau wie die vier breiten, prächtigen Freitreppen, jeweils mit einem Portikus aus sechs ionischen Säulen und einem Dreiecksgiebel versehen. Über die von antiken, lebensgroßen Skulpturen von Lorenzo Vicentino gesäumten Freitreppen gelangt man vom Park in das Hauptgeschoss.

 

Zentral im „Piano Nobile“ befindet sich der Kuppelsaal, der von rechteckigen, kreuzförmig angeordneten Räumen flankiert wird. Verziert sind die Räume mit wunderschönen Gemälden verschiedener Künstler, kunstvollen Stuckarbeiten, Kaminen und faszinierenden Fresken.

Im Untergeschoss der Villa sind die Küche, der Weinkeller, Nebenräume und Räume des Personals untergebracht. Das Hauptgeschoss, das „Piano Nobile“, war für Feste und kulturelle Veranstaltungen vorgesehen. Im darüberliegenden Halbgeschoss, das ursprünglich nicht geplant war und erst später von Vincenzo Scamozzi zugefügt wurde, befinden sich die Wohnräume.

 

Untereinander sind die einzelnen Geschosse mit Wendeltreppen verbunden. Von den einzelnen Räumen gelangt man jeweils über schmale Gänge in den runden, zentralen Raum, der „Rotonda“. Umschlossen wird die Kuppel des runden Saals von einem pyramidenförmigen Dach.

 

Zuerst vor allem in England nachgebaut, entstanden unzählige Villen im Stil von La Rotonda in Frankreich, Deutschland, Russland und Amerika.

 

Auch dieses von dem Renaissance-Architekten Pallagio errichtete Bauwerk gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.


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