Reinhold Messners Schloss Juval in Südtirol | italien.de

Schloss Juval

Historische Höhenburg und Berg-Museum

Das Schloss Juval (Castel Juval) am Zugang zum Schnarstal in Südtirol liegt in tausend Metern Höhe auf einer Felsplattform. Bereits 1278 wurde die Höhenburg erstmals urkundlich erwähnt. Das Bauwerk gehört zu der kleinen Ortschaft Kastelbell-Tschars im Vinschgau und beherbergt heute ein Berg-Museum.

Wechselnde Besitzer, Verfall und Wiederaufbau

Der Welfe Hugo von Montalban war der erste bekannte Eigentümer der romanischen Burg. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte sie immer wieder den Besitzer. Mitte des 16. Jahrhunderts erwarb sie der schwäbische Adelige Hans Sinkmoser und baute sie im Stil der Renaissance zum Schloss um.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden neben dem Schloss Juval zwei Bauerngehöfte errichtet. Das Hauptgebäude verfiel indes zunehmend. Erst der wohlhabende überseeische Plantagenbesitzer William Robert Rowland nahm sich seiner Anfang des 20. Jahrhunderts an und ließ es in der Folge durch den Architekten Adalbert Wietek umfassend sanieren. Nach dem Tod Rowlands wurde die Burg erneut vernachlässigt, bis 1983 der Südtiroler Bergsteiger Reinhold Messner das inzwischen stark baufällige Kastell erwarb und es aufwändig sanierte.

Privatschloss und Museum

Schloss Juval ist heute nicht nur Messners Privatschloss und Wohnsitz, sondern beherbergt gleichzeitig das „Messner Mountain Museum MMM Juval“, mit Bibliothek, Bildergalerie und einer Fülle von Exponaten, darunter auch der Tibetika-Sammlung des Extremsportlers. In einer Dauerausstellung dreht sich alles um den „Mythos Berg“

 

Öffnungszeiten: 4. Sonntag im März bis 30. Juni und 1. September bis 1. Sonntag im November von 10 bis 16 Uhr, Mittwoch Ruhetag. Besichtigungen des Schlosses sind nur mit Führung möglich.


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Bildnachweis: F Delventhal – Lizenz: CC BY 2.0

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