Selinunt, Sizilien | italien.de

Selinunt

Die Stadt Selinunt in der Provinz Trapani wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. unmittelbar an der Mittelmeerküste gegründet. Die auf dorische Griechen zurückgehende Siedlung verfügte über ausgedehnte Tempelanlagen, die ihresgleichen suchen.

Erzfeindschaft mit Segesta

Selinunt war zunächst mit Syrakus und Karthago verbündet. Beide Mächte unterstützten es in seinem Dauerkonflikt mit der Stadt Segesta, die ihrerseits Athens Rückendeckung hatte.

 

409 v. Chr. wendete sich dann das Blatt: Karthago zerstörte Selinunt, die Punier besiedelten die Stadt nunmehr selbst und stellten sie unter ihre Kontrolle. Ab 250 v. Chr. geriet Selinunt dann unter römische Herrschaft.

Beeindruckende Tempelanlagen

Selinunt war in der Antike eine wohlhabende Stadt: Fruchtbare Böden und gute Getreideernten bescherten ihr einigen Reichtum, der im 5. Jahrhundert v. Chr. unter anderem in imposante Tempelanlagen investiert wurde. Sie fielen später einem Erdbeben zum Opfer. Das genaue Datum der Katastrophe ist nicht bekannt.

 

Die heutige archäologische Stätte ist zweigeteilt, in die Ruinen einer Stadt mit Akropolis, Resten punischer Wohnhäuser und mehreren Tempelanlagen sowie den so genannten Osthügel. Auf diesem befinden sich drei weitere Tempel, von denen einer, Tempel E, 1959 teilweise wiederaufgebaut wurde. Das über 70 Meter lange dorische Bauwerk ist der bekannteste Tempel Selinunts.

 

Westlich der Akropolis befindet sich noch eine weitere Ausgrabungsstätte, das so genannte Demeter Malophoros–Heiligtum mit Altar und Tempel aus dem 7. bis 5. Jahrhundert v. Chr.

 

Von Trapani oder Marsala aus ist der Archäologische Park von Selinunt über die Küstenstraße SS 115 zu erreichen. Von Palermo führt die E 90 nach Selinunt.

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