Vulkan Vesuv bei Neapel, Kampanien | italien.de

Vesuv

Der Vesuv ist vor allem durch den Ausbruch um 79 n. Chr. bekannt, der den Untergang von Pompeji, Herculaneum, Stabiae und Oplontis verursachte. Aber auch vorher war der Vulkan sehr aktiv und hat durch seinen Auswurf viele Funde, auch aus der Bronzezeit, archiviert. Heute zählt der Vesuv zu den aktivsten Vulkanen Europas und ist der einzige, der auf dem europäischen Festland liegt und nicht auf einer Insel. Der letzte größere Ausbruch war 1944. Auch hier hat er einigen Schaden angerichtet, wie etwa einen Großteil der Flugzeuge der dort stationierten Amerikaner zerstört. Aber gerade diese Aktivität macht den Vulkan auch zu einer Touristenattraktion. Auch Johann Wolfgang von Goethe konnte sich der Faszination des Vesuv nicht entziehen und besuchte den Vulkan mehrfach. Bereits 1880 wurde die erste Seilbahn gebaut, die Besucher bis kurz vor dem Gipfel brachte. Diese wurde später zuerst noch erweitert, dann aber durch eine Sesselbahn ersetzt, welche 1984 stillgelegt wurde. Heute führt eine Straße auf den 1281 Meter hohen Vulkan. Nur noch die letzten 200 Höhenmeter müssen zu Fuß überwunden werden, was aber durch einen etwa 1 km langen gut ausgebauten Fußweg gut gelingt. Seit 1995 wurde ein Nationalpark mit vielen Wanderwegen eingerichtet. Der Vesuv ist auch heute noch bis auf 700 Meter Höhe dicht besiedelt und es wird vor allem Obst- und Weinanbau betrieben. Obwohl der Vulkan noch als aktiv gilt, gelingt es der italienischen Regierung nicht, die Menschen zum Umsiedeln zu bewegen. Die Aktivität des Vulkans wird zwar laufend überwacht, jedoch ist dennoch fraglich, ob ein Ausbruch früh genug vorhergesagt werden kann, um so viele Menschen im Ernstfall noch evakuieren zu können.

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