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Cinque Terre
Region Ligurien

Cinque Terre

Cinque Terre: Traumhaftes Reiseziel in Ligurien

Die Cinque Terre sind fünf jahrhundertealte Fischerdörfer an der Steilküste Liguriens: Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, von Nordwesten nach Südosten gereiht. Sie liegen an der Riviera di Levante nordwestlich von La Spezia, bilden einen eigenen Nationalpark und gehören seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wer hier ankommt, sieht bunte Häuser über der Brandung, Weinterrassen im Steilhang und eine Bahnlinie, die im Fels verschwindet. Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore: Jedes der fünf Dörfer hat sein eigenes Gesicht, doch alle versetzen mit pastellfarbenen Häusern, verwinkelten Gassen, malerischen Plätzen und kleinen Häfen das ganze Jahr über Besucher in Entzücken. Die Dörfer liegen unterhalb einer üppig bewachsenen Bergkette, die an der Küste steil ins Meer abfällt, und sind...

Die Cinque Terre sind fünf jahrhundertealte Fischerdörfer an der Steilküste Liguriens: Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, von Nordwesten nach Südosten gereiht. Sie liegen an der Riviera di Levante nordwestlich von La Spezia, bilden einen eigenen Nationalpark und gehören seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wer hier ankommt, sieht bunte Häuser über der Brandung, Weinterrassen im Steilhang und eine Bahnlinie, die im Fels verschwindet.

Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore: Jedes der fünf Dörfer hat sein eigenes Gesicht, doch alle versetzen mit pastellfarbenen Häusern, verwinkelten Gassen, malerischen Plätzen und kleinen Häfen das ganze Jahr über Besucher in Entzücken. Die Dörfer liegen unterhalb einer üppig bewachsenen Bergkette, die an der Küste steil ins Meer abfällt, und sind über schmale Pfade miteinander verbunden. Bis auf Corniglia, das auf einem rund 100 Meter hohen Felsen erbaut wurde, liegen alle direkt am Wasser und besitzen neben verträumten Häfen auch kleine Badebuchten.

Bunte Häuser von Manarola auf dem Felsen über dem Meer, Cinque Terre
Der Klassiker der Cinque Terre: Manarola vom Küstenweg im Nordwesten des Dorfes, mit Booten über der Brandung.Foto: СССР (Wikimedia-Commons-Username), CC BY-SA 2.5 CA, via Wikimedia Commons
Hafenbucht von Vernazza mit Booten und dem Turm des Castello Doria von oben
Vernazzas Hafenbucht am Vormittag, überragt vom runden Turm des Castello Doria.Foto: Mathieu Chollet (MChollet), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Weinterrassen mit Trockenmauern am Steilhang über den Dächern von Manarola
Über Manarola ziehen sich die Weinterrassen den Steilhang hinauf, gestützt von Trockenmauern aus Jahrhunderten Handarbeit.Foto: Mathieu Chollet (MChollet), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die fünf Dörfer im Porträt

Monterosso al Mare ist das westlichste und mit Abstand größte Dorf. Als einziger der fünf Orte hat es einen richtigen Sandstrand mit Strandbädern, dazu eine palmengesäumte Uferpromenade und eine Altstadt, die durch einen Tunnel vom neueren Ortsteil Fegina getrennt ist. Wer die Cinque Terre erleben und trotzdem ein Handtuch ausbreiten möchte, ist hier richtig.

Vernazza gilt vielen als das schönste der fünf Dörfer. Der kleine Naturhafen, die farbigen Häuserzeilen und die Kirche Santa Margherita di Antiochia direkt am Wasser ergeben eines der meistfotografierten Motive Liguriens. Über dem Ort thronen die Reste des Castello Doria, von dessen Turm sich die Küste weit überblicken lässt.

Corniglia ist der stille Sonderfall. Als einziges Dorf liegt es nicht am Meer, sondern hoch auf einem Felsvorsprung inmitten der Weinberge. Vom Bahnhof führen die 377 Stufen der Lardarina hinauf, alternativ fährt ein kleiner Shuttlebus. Der Aufstieg lohnt sich: Oben erwartet Besucher ein besonders ursprünglicher Ort mit weitem Blick über die gesamte Küste.

Manarola ist das Postkartenmotiv schlechthin. Vom Fußweg Richtung Friedhof öffnet sich der klassische Blick auf die bunten Häuser, die sich um den winzigen Hafen staffeln. Manarola gilt außerdem als Zentrum des örtlichen Weinbaus und ist in der Adventszeit für seine große beleuchtete Krippe an den Hängen bekannt.

Riomaggiore ist das südöstliche Tor zu den Cinque Terre und liegt La Spezia am nächsten. Die Häuser drängen sich hier in einer engen Schlucht zusammen, an deren Ende Fischerboote am kleinen Hafen liegen. Von Riomaggiore aus beginnt die berühmte Via dell'Amore hinüber nach Manarola.

Wandern auf dem Sentiero Azzurro

Wer die Cinque Terre von ihrer schönsten Seite erleben möchte, sollte sie zu Fuß erkunden. Der bekannteste Weg ist der Sentiero Azzurro, der Blaue Weg, der die fünf Dörfer entlang der Küste verbindet. Er zählt zu den lohnendsten Küstenwanderungen Italiens, ist aber kein durchgehend offener Panoramaweg: Erdrutsche und die Instabilität der Steilhänge sorgen immer wieder für Sperrungen einzelner Abschnitte.

Für die Saison 2026 sind die beiden westlichen Etappen von Monterosso nach Vernazza und von Vernazza nach Corniglia geöffnet. Sie sind zugleich die anspruchsvolleren Teilstücke mit spürbaren Höhenmetern und festem Schuhwerk als Pflicht. Der direkte Küstenabschnitt zwischen Corniglia und Manarola bleibt dagegen wegen Hangrutschungen langfristig gesperrt, nach aktuellem Stand voraussichtlich bis Ende der 2020er Jahre. Wer diese Lücke überbrücken will, weicht auf höher gelegene Bergpfade oder auf die Bahn aus.

Das Herzstück ist die Via dell'Amore zwischen Manarola und Riomaggiore. Der rund 900 Meter lange, in den Fels gehauene Weg war nach einem Erdrutsch mehr als zwölf Jahre gesperrt und wurde nach einer aufwendigen Sanierung im Sommer 2024 wieder für Besucher geöffnet. Der Zugang ist heute geregelt: Man braucht ein Zeitfenster, das vorab online über den Nationalpark gebucht wird, sowie eine gültige Cinque Terre Card. Weil sich der Zustand der Wege wetterabhängig ändern kann, empfiehlt sich vor jeder Tour ein Blick auf die aktuellen Meldungen des Parco Nazionale.

Cinque Terre Card und Anreise mit der Bahn

Der praktischste Weg durch die Cinque Terre ist die Regionalbahn auf der Strecke zwischen La Spezia und Levanto, die in allen fünf Dörfern hält. Zwischen den Orten liegen jeweils nur wenige Fahrminuten, sodass sich Wandern und Bahnfahren beliebig kombinieren lassen. Auch aus Genua ist die Küste bequem mit dem Zug erreichbar. Die alten Dorfkerne selbst sind für den Autoverkehr weitgehend gesperrt, Parkplätze sind rar und teuer. Die Anreise ohne eigenes Auto ist hier also nicht Verzicht, sondern der klar sinnvollere Weg.

Für Aktivbesucher lohnt sich die Cinque Terre Card. In der Grundvariante schaltet sie die Wanderwege des Nationalparks frei, die erweiterte Treno-Variante schließt zusätzlich die beliebig häufige Nutzung der Regionalzüge zwischen den Dörfern ein. Die Preise unterscheiden sich nach Saison und werden regelmäßig angepasst, weshalb sich der aktuelle Tarif am besten direkt beim Nationalpark nachschlagen lässt. Die Karten gibt es an den Bahnhöfen und in den Infopunkten der Orte, für die Via dell'Amore ist die Card zusätzlich Voraussetzung für die Zeitfenster-Buchung. Ob überhaupt Eintritt anfällt, klären wir ausführlich im Beitrag Kostet der Besuch der Cinque Terre Eintritt?

Terrassenweinbau und Sciacchetrà

Prägend für die Landschaft sind die Weinterrassen, die sich in schmalen Bändern die Steilhänge hinaufziehen. Über Jahrhunderte haben die Bewohner den Fels mit Trockenmauern gebändigt und darauf Reben gepflanzt, ein Kulturerbe, dessen Erhalt bis heute enorme Handarbeit verlangt. Aus diesen Lagen stammt der trockene Weißwein Cinque Terre DOC, der leicht und salzig zum Fisch der ligurischen Küche passt.

Die Rarität der Region ist der Sciacchetrà, ein bernsteinfarbener Süßwein aus angetrockneten Trauben. Er entsteht in winzigen Mengen, reift lange und begleitet klassischerweise die Nachspeise oder ein Stück Käse. Wer ein Glas davon in einer Enoteca über dem Meer probiert, versteht schnell, warum die Winzer den Aufwand des Terrassenbaus auf sich nehmen. In den Restaurants und Trattorien der Dörfer kommen dazu vor allem Fisch, Pasta mit Pesto und Gemüsegerichte auf den Tisch.

Beste Reisezeit und der Umgang mit dem Andrang

Am angenehmsten zeigen sich die Cinque Terre im Frühling von etwa März bis Mai und im Herbst von September bis November. Dann sind die Temperaturen mild, die Wanderwege gut begehbar und die Dörfer weniger überlaufen. Der Hochsommer ist heiß und bringt den größten Andrang, während der Winter ruhiger und kühler ausfällt und einzelne Betriebe schließen.

Kaum ein Reiseziel Liguriens spürt den Massentourismus so deutlich wie die Cinque Terre. An Spitzentagen schieben sich die Besucherströme durch die schmalen Gassen der fünf kleinen Orte. Wer den Andrang umgehen möchte, kommt außerhalb der Hauptsaison, startet früh am Morgen und plant Wanderungen bewusst gegen den Strom. Eine Übernachtung vor Ort belohnt mit den stillen Stunden am Abend und am frühen Morgen, wenn die Tagesgäste wieder abgereist sind und die Dörfer zu sich selbst zurückfinden.

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Über die Autorin

Mihaela

Redakteurin Kultur und Küche

Mihaela liebt die italienische Kultur und den besonderen Lebensstil des Landes. Ihre Lieblingsregionen sind Apulien, Ligurien und die Marken, doch sie entdeckt mit großer Neugier immer wieder neue Facetten Italiens. Als leidenschaftliche Köchin lässt sie sich von der italienischen Küche zu neuen Rezepten inspirieren.

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Wetter in den Cinque Terre

17°Bedeckt · Wind 4 km/h
heute22° 15° 28%
So20° 15° 100%
Mo20° 14° 30%
Di18° 13° 100%
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Do14° 14° 56%

Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.

Reiseplanung

Beste Reisezeit für die Cinque Terre

Klima im Jahresverlauf, Monatstabelle und die Monate, die zu deinem Urlaub passen.

Klima im Jahresverlauf

Am angenehmsten: April bis Juni sowie September bis Oktober.

Beste ReisezeitÜbrige Monate

Wo liegen die Cinque Terre?

Karte von Italien mit Markierung Cinque Terre

Klimatabelle Cinque Terre: Monat für Monat

In den Cinque Terre ist der August mit 29 Grad am Tag der wärmste Monat, am kühlsten bleibt es im Januar mit 9 Grad. Am meisten Regen fällt im November (232 mm), am wenigsten im Juli (32 mm). Badezeit: Juli bis September, das Wasser hat dann 24 bis 27 Grad.

MonatTagNachtRegenMeerEinordnung
Jan9 °C2 °C122 mm15 °CWinter
Feb10 °C2 °C114 mm14 °CKühl
Mär14 °C4 °C111 mm14 °CKühl
Apr17 °C7 °C100 mm16 °CAngenehm
Mai21 °C11 °C75 mm19 °CAngenehm
Jun26 °C14 °C62 mm23 °CAngenehm
Jul29 °C16 °C32 mm26 °CBadezeit
Aug29 °C17 °C51 mm27 °CBadezeit
Sep24 °C13 °C124 mm24 °CBadezeit
Okt19 °C10 °C210 mm21 °CAngenehm
Nov14 °C6 °C232 mm19 °CKühl
Dez10 °C3 °C166 mm16 °CKühl

Klimanormalwerte 1991 bis 2020 (Tageshöchst- und Tiefstwerte, Monatsniederschlag) aus TerraClimate, 4-km-Raster, gerundet, höhenkorrigiert auf 234 m; Meerestemperatur: Open-Meteo Marine 2020 bis 2024.

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Häufige Fragen

Cinque Terre: Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten für deine Reiseplanung auf einen Blick.

Wo liegen die Cinque Terre?
Die Cinque Terre liegen in Ligurien im Nordwesten Italiens, an der Riviera di Levante zwischen Levanto und La Spezia. Die fünf Dörfer verteilen sich auf rund zwölf Kilometer Steilküste am Ligurischen Meer. Nächstgelegene Städte sind La Spezia im Südosten und Genua gut 80 Kilometer nordwestlich, die Bahnlinie zwischen Genua und La Spezia hält in allen fünf Orten.
Welche fünf Dörfer gehören zu den Cinque Terre?
Von Nordwesten nach Südosten sind es Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Monterosso ist das größte Dorf und hat als einziges einen langen Sandstrand, Corniglia liegt als einziges nicht direkt am Wasser, sondern rund 100 Meter über dem Meer auf einem Felsvorsprung. Alle fünf sind per Bahn, zu Fuß und per Boot verbunden, Corniglia hat keinen Bootsanleger.
Was kostet die Cinque Terre Card?
Die Trekking Card kostet 2026 für Erwachsene 10 Euro pro Tag, an nachfragestarken Tagen 15 Euro. Die Treno Card mit unbegrenzten Fahrten im Cinque Terre Express zwischen Levanto und La Spezia liegt je nach Tag bei 22 bis 35 Euro. Beide Karten decken die gebührenpflichtigen Küstenwege ab, für Kinder und Familien gibt es eigene Tarife, im Winter sind die Wege frei.
Kann man die Cinque Terre mit dem Auto besuchen?
Anreisen kann man mit dem Auto, in die autofreien Ortskerne hinein kommt man damit aber nicht. Die Zufahrtsstraßen sind eng, die wenigen Parkplätze oberhalb der Dörfer schnell voll, Falschparken in der ZTL kostet über 100 Euro. Üblich ist es, das Auto in La Spezia oder Levanto abzustellen und mit dem Cinque Terre Express weiterzufahren, der in der Saison im Viertelstundentakt alle fünf Dörfer verbindet.
Ist die Via dell'Amore wieder geöffnet?
Ja, der Küstenweg zwischen Riomaggiore und Manarola ist seit Sommer 2024 nach zwölf Jahren Sperrung wieder durchgehend begehbar. Der Zugang läuft über reservierte 30-Minuten-Zeitfenster mit maximal 200 Personen, in der Hauptsaison einbahnig von Riomaggiore nach Manarola. Gebucht wird über das Portal des Nationalparks als Aufpreis von 10 Euro zur Cinque-Terre-Card (Stand Sommer 2026).
Wann ist die beste Reisezeit für die Cinque Terre?
Die angenehmsten Monate sind April bis Juni und September bis Oktober, mit mildem Wanderwetter und weniger Andrang als im Hochsommer. Juli und August sind heiß und voll, dann lohnen frühe Morgen- und Abendstunden. Im Winter ist es ruhig, viele Restaurants und Unterkünfte schließen, dafür sind die Wanderwege gebührenfrei, sofern sie nach Regenfällen geöffnet sind.
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