
Sardinien hat rund 1.800 Kilometer Küste, und der deutschsprachige Reiseverkehr benutzt davon vor allem gut fünfzig: die Costa Smeralda um Porto Cervo, zwischen Olbia und Arzachena. Dort stehen im August die höchsten Preise der Insel. Zwei Autostunden weiter, in der Barbagia, an der Westküste oder an der Minenküste des Sulcis, bekommst du dieselbe Insel ohne die Kulisse aus Yachthäfen, und in den Dörfern spricht man mit dir, weil du auffällst.
Geheimtipp heißt hier nicht unentdeckt. Bosa, Orgosolo oder Carloforte stehen in jedem italienischen Reiseführer. Sie fehlen nur in den deutschen Katalogen, weil sie keine Strandhotels mit 300 Zimmern haben. Genau das macht sie aus.
Wir haben nach drei Dingen ausgewählt: Der Ort braucht einen konkreten Grund, den du nach der Reise erzählst. Er muss mit dem Mietwagen und einer Übernachtung im Ort funktionieren, nicht nur als Fotostopp. Und er muss ohne die Costa Smeralda auskommen, also seine eigene Küste oder sein eigenes Bergland mitbringen. Alle Angaben zu Öffnungszeiten und Preisen stammen von den Betreibern, Stand September 2026.
Das Hirtenland um Nuoro liegt auf 600 bis 800 Metern, ist im Sommer kühler als jede Küste und im Herbst der lebendigste Teil der Insel. Von Olbia fährst du 100 Kilometer bis Nuoro, von dort sind es zu allen drei Dörfern 20 bis 45 Minuten.
Orgosolo ist ein Freiluftmuseum auf 620 Metern am Rand des Supramonte. Rund 150 Murales an den Hauswänden erzählen seit 1969 von Hirtenaufständen, Politik und Dorfleben; den Anstoß für die meisten gab 1975 der Lehrer Francesco Del Casino, der mit seinen Schülern zum 30. Jahrestag der Befreiung Italiens malte. Die Bilder sind frei zugänglich, du gehst einfach durch die Gassen. Von Nuoro fährst du 30 Minuten, der ARST-Bus 509 fährt etwa zwölfmal am Tag. Am 17. und 18. Oktober 2026 öffnet Orgosolo bei Autunno in Barbagia seine Höfe.
Zehn Kilometer weiter liegt Mamoiada, das Dorf der Mamuthones: Männer in schwarzen Holzmasken und Schaffellen, jeder mit rund 30 Kilogramm Glocken auf dem Rücken, begleitet von den Issohadores mit dem Seil. Der erste Auftritt ist jedes Jahr am 17. Januar an den Feuern von Sant'Antonio, der Karneval folgt (2026 vom 24. Januar bis 21. Februar). Wer außerhalb kommt, sieht die Masken im Museo delle Maschere Mediterranee (9 Euro, Dienstag geschlossen) und trinkt den Cannonau aus dem Ort, etwa bei Sedilesu. Autunno in Barbagia ist hier vom 6. bis 8. November 2026.
Gavoi liegt auf knapp 800 Metern über dem Lago di Gusana, einem Stausee von 1961, auf dem du paddeln und angeln kannst. Das Dorf ist bekannt für den Fiore Sardo, einen Rohmilch-Pecorino der Hirten mit Slow-Food-Presidio, und für das Literaturfestival L'Isola delle Storie, das jeden Sommer Anfang Juli bei freiem Eintritt Lesungen auf Plätze und Balkone bringt (2026: 2. bis 5. Juli). Von Nuoro sind es 40 Kilometer, von Cagliari rund zwei Stunden. Eine Übernachtung auf einem Hof in den Wäldern über dem Dorf findest du auf unserer Seite zum Agriturismo auf Sardinien.


Nuoro ist die Basis für alle drei Dörfer: 100 Kilometer vom Flughafen Olbia, mit dem Museo del Costume (8.000 Objekte, 5 Euro, Kombiticket für drei Museen 10 Euro), dem Geburtshaus von Grazia Deledda und dem Monte Ortobene auf 955 Metern über der Stadt. Seit dem 16. September 2026 fahren die ARST-Überlandbusse am neuen Centro Intermodale in der Via Lamarmora ab. Auf dem Weg von Cagliari liegt Su Nuraxi bei Barumini, der am besten erhaltene Nuraghenkomplex der Insel und seit 1997 Welterbe, nur mit Führung zugänglich.
Was Reisende sagen. Die Murales von Orgosolo bekommen auf Google 4,6 von 5 bei rund 4.600 Rezensionen. Gelobt wird immer wieder der Audioguide vom Kiosk an der Piazza (mehrsprachig, rund 10 Euro), der aus dem Bilderschauen ein Verstehen macht; gewarnt wird vor dem Winter, in dem oft nicht einmal eine Bar geöffnet hat, und vor der Mittagshitze in den schattenlosen Gassen. Das Maskenmuseum in Mamoiada (Tripadvisor 4,6 bei 366 Bewertungen) lebt von seinen Führungen und dem Einführungsfilm, den es auch auf Deutsch gibt; manchen sind 9 Euro für drei Räume zu viel. Am Lago di Gusana stört im Spätsommer der niedrige Wasserstand. Für Su Nuraxi (Tripadvisor 4,5 bei 1.268) gilt: früh am Tag oder in der Nebensaison kommen, im August stauen sich die Gruppen in den engen Turmtreppen, der Eintritt liegt bei 15 bis 16 Euro.
Die Westküste zwischen Alghero und der Costa Verde ist die längste ruhige Strecke der Insel. Sie hat den einzigen schiffbaren Fluss Sardiniens, phönizische Ruinen am Meer und einige der höchsten Dünen Europas, und im August ist hier noch Platz.
Auf der Sinis-Halbinsel bei Cabras stehen die Ruinen von Tharros direkt am Meer, gegründet von Phöniziern im 8. Jahrhundert vor Christus und 1070 aufgegeben. Ein Kombiticket für 15 Euro bringt dich zusätzlich ins Museum von Cabras zu den Giganti di Mont'e Prama, den steinernen Riesen aus der Nuraghenzeit. Am Strand Is Arutas liegen Quarzkiesel statt Sand; mitnehmen ist auf ganz Sardinien verboten, das Bußgeld liegt bei 500 bis 3.000 Euro. Am ersten Septemberwochenende tragen rund 900 Läufer barfuß die Statue des San Salvatore sieben Kilometer von Cabras ins Kirchdorf San Salvatore. Oristano mit Bahnhof liegt 20 Minuten entfernt, die Höfe der Halbinsel stehen auf der Agriturismo-Seite.




Bosa liegt am Temo, dem einzigen schiffbaren Fluss Sardiniens, mit bunten Häusern am Hang und dem Castello Malaspina von 1112 darüber. In der Burgkapelle siehst du Fresken aus dem 14. Jahrhundert; der Besuch ist geführt, kostet 7 Euro und ist von Mitte März bis Mitte November täglich möglich, im Winter am Wochenende. Von Alghero kommst du über 45 Kilometer Küstenstraße, eine der schönsten Strecken der Insel; der Strand von Bosa Marina liegt zwei Kilometer vom Zentrum, und die Malvasia kommt aus den Dörfern der Planargia dahinter.
An der Costa Verde laufen die Dünen von Piscinas bis zwei Kilometer ins Land und bis zu 100 Meter hoch, geformt vom Maestrale, davor sieben Kilometer Strand ohne Ort. Du fährst ab Arbus über das verlassene Minendorf Ingurtosu, dann einige Kilometer Schotter bis ans Meer, mit dem Pkw machbar. Der Rio Piscinas fließt rot aus den Minen von Montevecchio, das Gebiet ist Teil des Geoparks, den die UNESCO 1997 anerkannt hat. Schlafen kannst du im Hotel Le Dune, einem alten Erzlager direkt am Strand, oder in Arbus. Oristano ist die Stadt dazu, mit Bahnhof, dem Stadtstrand Torregrande und der Sartiglia, dem Reiterspiel am Karnevalssonntag und Faschingsdienstag.
Was Reisende sagen. In Bosa trennen die Reisenden klar: die Altstadt 4,4 von 5 (1.226 Bewertungen auf Tripadvisor), die Burg nur 3,7 (957). Der Blick von oben wird gelobt, „7 Euro für Mauern" ist die häufigste Kritik, dazu ein teils gesperrter Wehrgang und fehlende Toiletten; nachmittags ab 17 Uhr liegt der Aufstieg im Schatten. Tharros (4,4 bei 798) wird fast durchgehend über seine Führungen bewertet, dazu der Rat: später Nachmittag und Mückenschutz. Is Arutas (4,5 bei 1.952) hat einen Parkplatz für 7 bis 8 Euro, der nur Münzen nimmt, einen steil abfallenden Strand und im August keinen Platz; als Ausweich nennen Reisende Mari Ermi und Putzu Idu. Piscinas (4,5 bei 1.226) wird für Weite und Leere gelobt, auch im August; die Kritik gilt der Piste, der Parkgebühr und im September überquellenden Mülltonnen.
Im Südwesten hat der Bergbau die Küste geformt und dann verlassen. Übrig sind Verladehäfen im Fels, Arbeitersiedlungen und günstige Unterkünfte, dazu zwei Inseln, auf denen bis heute Ligurisch gesprochen wird.
Carloforte auf der Isola di San Pietro klingt nicht sardisch, und das hat einen Grund: 1738 siedelte der König von Savoyen hier Fischer aus Pegli bei Genua an, die vorher auf der tunesischen Insel Tabarka Korallen gefischt hatten. Bis heute sprechen die Leute Tabarchino, und die Küche dreht sich um Thunfisch; Ende Mai feiert der Ort das Girotonno (2026 vom 29. Mai bis 2. Juni). Die Delcomar-Fähre ab Portovesme braucht 40 Minuten und fährt werktags rund zehnmal am Tag, ab Calasetta sind es 30 Minuten. Im Westen der Insel steht bei Capo Sandalo der westlichste Leuchtturm Italiens von 1864 über einer Steilküste.



Bei Masua endet ein 600 Meter langer Stollen mitten in der Felswand über dem Meer: Porto Flavia, 1924 gebaut, damit Erzfrachter direkt an der Steilküste laden konnten; gegenüber steht der 133 Meter hohe Kalkfelsen Pan di Zucchero. Die Führung dauert rund 50 Minuten, kostet 13 Euro und wird nur online oder vor Ort verkauft; im Hochsommer 2026 blieb die untere Galerie wegen einer Hitzeverordnung zeitweise zu. Von Nebida aus umrundet ein Panoramaweg das Vorgebirge mit Blick auf den Felsen. Iglesias liegt eine Viertelstunde entfernt, Cagliari gut eine Stunde.
Sant'Antioco ist eine Insel, auf die du einfach hinüberfährst: Ein Damm, den vermutlich schon Phönizier anlegten und Römer ausbauten, verbindet sie mit dem Festland, die Reste der römischen Brücke stehen daneben. Unter der Basilika liegen die einzigen Katakomben Sardiniens, aus punischen Grabkammern zusammengefügt (Führung, Montag geschlossen, im Winter auch Mittwoch). Im Nordwesten der Insel liegt Calasetta, 1769 von Fischerfamilien aus Carloforte gegründet, mit der Fähre hinüber nach San Pietro; die Strände Maladroxia und Coaquaddus liegen im Osten. Cagliari ist rund 90 Kilometer entfernt.
Was Reisende sagen. Porto Flavia steht bei 4,2 von 5 (970 Bewertungen auf Tripadvisor, Google 4,5 bei 3.900), aber der Sommer 2026 hat auffällig viele Ein-Stern-Wertungen gebracht, fast alle wegen der Organisation: kein regulärer Parkplatz, der Shuttle ab Masua wird bei der Online-Buchung nicht erklärt, wer erst zur gebuchten Minute ankommt, hat den Slot verloren. Der Blick am Ende des Stollens gilt trotzdem als Pflicht. Capo Sandalo auf San Pietro (4,8 bei 113) ist der Sonnenuntergangsplatz der Insel, ohne Bar und ohne Handyempfang, also Wasser mitnehmen. Die Katakomben von Sant'Antioco (Basilika 4,3 bei 103) kosten 5 Euro für 20 bis 30 Minuten Führung, oft durch eine ehrenamtliche Archäologin, die auch Kinderfragen geduldig beantwortet. Der Ortsstrand von Calasetta, Sottotorre, hat 2026 wegen nicht geräumter Posidonia nur 3,7.
Links und rechts der Costa Smeralda liegt eine andere Küste: rote Granitbuchten im Nordwesten, ein Kalkberg im Meer vor Olbia und eine Insel, die hundert Jahre Sperrgebiet war. Costa Paradiso und Tavolara erreichst du von Olbia oder Alghero in ein bis zwei Stunden, für Asinara kommt die Fähre dazu.





Tavolara sieht aus wie ein Tafelberg, der ins Meer gestellt wurde: 565 Meter hoch, fünf Kilometer lang, seit 1997 Kern eines Meeresschutzgebiets. Die Familie Bertoleoni nennt sich seit dem 19. Jahrhundert Könige der Insel; ihr Friedhof liegt am Anleger, wo auch die Restaurants von Mai bis Oktober öffnen. Boote fahren ab Porto San Paolo, 21 Kilometer von Olbia, in der Saison täglich ohne Reservierung mit Abfahrten zwischen 9:30 und 13:30 Uhr, von Mitte Juli bis Ende August im Halbstundentakt; hin und zurück kostet 25 Euro inklusive Abgabe für das Schutzgebiet, Kinder 13 Euro.
Zwischen Castelsardo und Santa Teresa Gallura ist die Küste rot: Granit, der bei Costa Paradiso in kleinen Buchten zum Meer abfällt. Zur Bucht Li Cossi führt vom Parkplatz der Feriensiedlung ein 450 Meter langer Pfad mit Holzgeländer, gut zehn Minuten, unten rosa Sand und grünes Wasser, im Sommer mit Kiosk. Sechs Kilometer weiter liegt Isola Rossa, ein Hafenort unter einem spanischen Wachturm vom Ende des 16. Jahrhunderts; Castelsardo mit dem Castello dei Doria aus dem 12. Jahrhundert und dem Museum für Flechtwerk (5 Euro) ist eine halbe Stunde entfernt, am Montag nach Palmsonntag zieht dort nachts die Prozession Lunissanti durch die Gassen.
Asinara war über hundert Jahre Sperrgebiet: Quarantänestation, Strafkolonie, zuletzt bis 1997 Hochsicherheitsgefängnis. Seit 1997 ist die 50 Quadratkilometer große Insel Nationalpark, die weißen Esel, die hier frei leben, sind ihr Wahrzeichen. Hinüber kommst du nur per Boot: mit der Delcomar-Fähre ab Porto Torres nach Cala Reale in 75 bis 90 Minuten (Sommer täglich, Winter dreimal pro Woche) oder mit Ausflugsbooten ab Stintino nach Fornelli. Privatautos gibt es auf der Insel nicht, du fährst mit Bus, Elektroauto oder Rad, und rechnest einen ganzen Tag.
Was Reisende sagen. Tavolara selbst wird durchgehend gelobt, die Fähre nicht: 4,1 von 5 (251 Bewertungen), Kritik an Preis und Monopol, an ohne Ankündigung geänderten Rückfahrzeiten und vollen Booten trotz Ticket; Badeschuhe sind Pflicht, der Strand ist Kies. Li Cossi (4,5 bei 610) hat im Sommer 2026 mehrere unabhängige Berichte über trübes Wasser, angespültes Plastik und Überfüllung ab dem Vormittag bekommen; wer hin will, ist spätestens um 8:30 Uhr am Parkplatz oder nimmt das Boot nach Cala Tinnari. Isola Rossa (4,1 bei 310) punktet mit dem flachen, kinderfreundlichen Strand Spiaggia Longa und verliert bei „zu kommerziell, wenig Sardisches". Asinara (4,4 bei 1.177, Travellers' Choice) ist als Insel unumstritten; das Problem sind die Transfers auf der Insel (rund 70 Euro pro Person für den Kleinbus, Elektroauto rund 250 Euro am Tag) und die Rückfahrt ab Stintino, die man vor der Buchung klären sollte. Am Castello dei Doria in Castelsardo (4,0 bei 482) ist das Panorama der Grund, innen finden viele wenig; das Kombiticket für rund 10 Euro mit Kathedrale und Krypten lohnt eher als die Burg allein.
Zwischen Arbatax und dem Golfo di Orosei fallen die Kalkberge direkt ins Meer. Die Buchten Goloritzè und Mariolu kennt jeder Katalog, die Orte davor nicht. Wer hier wohnt, hat die Boote, die Wanderungen und die Fähre ab Arbatax vor der Tür.



Santa Maria Navarrese hat eine Kirche, der Legende nach 1052 von einer Prinzessin aus Navarra gestiftet, die hier einen Sturm überlebte, und davor wilde Olivenbäume, von denen einer rund tausend Jahre alt ist. Vom kleinen Hafen fahren Boote in den Golf von Orosei zu Cala Mariolu und Cala Goloritzè; wer zu Fuß nach Goloritzè will, braucht eine Reservierung per App (2026: 7 Euro, höchstens 250 Personen). Tortolì liegt zehn Kilometer entfernt. Bei Bari Sardo steht ein Wachturm von 1572 mitten im Strand und teilt acht Kilometer Sand in zwei Hälften; ein Stück nördlich liegt Cea mit zwei 20 Meter hohen roten Porphyrfelsen 300 Meter vor dem Ufer. In der Grotta di Ispinigoli bei Dorgali steht eine 38 Meter hohe Kalksteinsäule, laut Betreiber die größte Europas; du gehst nur mit Führung hinein, im Juli und August stündlich von 10 bis 18 Uhr, sonst kürzer, Eintritt 10 Euro, drinnen das ganze Jahr 16 bis 17 Grad, 20 Minuten von Cala Gonone.
Von Santa Maria Navarrese führt ein leichter Küstenweg zur 128 Meter hohen Felsnadel Pedra Longa, wo der Selvaggio Blu beginnt, der als härtester Weitwanderweg Italiens gilt. Die Etappen und die Regeln stehen auf unserer Seite zum Wandern auf Sardinien. Der Fährhafen Arbatax liegt eine Viertelstunde entfernt, mit der Linie ab Civitavecchia bist du ohne Umweg in der Ogliastra.
Was Reisende sagen. Pedra Longa (Tripadvisor 4,6 bei 204, Google 4,8) ist Fels ohne Sand: Badeschuhe, keine Sonnenschirme, Schatten nur in Felsnischen, dafür tiefblaues Wasser und Ziegen statt Liegen. Den Strand von Santa Maria Navarrese (Google 4,4 bei rund 2.900) nennen Reisende „auch im August ein ruhiges Eck". Die Torre di Barì (4,4 bei 405) hat innen einen Audioguide, davor liegt ein Pinienwald mit Schatten, Bar und Parkplatz für 5 Euro. Für die Grotta di Ispinigoli (4,4 bei 778) gilt: Startzeit vorab reservieren, sonst wartest du auf den nächsten freien Slot; Fotografieren ist auch ohne Blitz verboten, und außerhalb der Saison sind Bar und Toiletten zu.
Bewertungsmuster aus Tripadvisor und Google Maps, abgerufen am 17. September 2026. Noten und Anzahl gerundet, verdichtet aus den jeweils jüngsten Bewertungen, keine Zitate.
Die Frage hat je nach Reise eine andere Antwort. Für Strände und klares Wasser ist der Osten zwischen Cala Gonone und Santa Maria Navarrese die stärkste Ecke der Insel, wegen der Kalkberge, die direkt ins Meer fallen; dort ist es im Juli und August auch am vollsten, deshalb ist Goloritzè zu Fuß nur mit Reservierung zugänglich. Für Dörfer, Feste und Küche ist die Barbagia unerreicht, vor allem im Herbst, wenn 31 Orte nacheinander ihre Höfe öffnen. Wer Ruhe am Meer will, fährt an die Westküste nach Bosa oder auf die Sinis-Halbinsel, wer Landschaft mit Geschichte will, in den Sulcis zu den Minen und nach Carloforte. Die Costa Smeralda ist keine dieser Antworten: Sie ist die teuerste Kulisse der Insel, nicht die schönste.
Unsere Empfehlung für eine erste Reise abseits der Kataloge: eine Woche mit Standort in der Ogliastra oder in Cala Gonone, dann eine Woche im Westen mit Standort Bosa oder Cabras, und für die Anreise oder Abreise zwei Nächte in der Barbagia dazwischen. Die Sehenswürdigkeiten der ganzen Insel, auch die bekannten, findest du auf unserer Übersicht der Sehenswürdigkeiten Sardiniens.
Für die Dörfer der Barbagia sind Mai, Juni, September und Oktober die besten Monate, und der Herbst hat mit Autunno in Barbagia (5. September bis 13. Dezember 2026) ein Programm, das die Küste nicht bietet. Im Juli und August ist es im Landesinneren tagsüber heiß, dafür kühlen die Nächte auf 700 Metern deutlich ab. An der Westküste und im Sulcis bläst im Winter der Maestrale, dann sind Piscinas und die Boote nach Asinara Wetterfragen.
Ohne Auto geht keiner der Orte auf dieser Seite. Seit dem 16. September 2026 fahren die ARST-Überlandbusse in Nuoro am neuen Centro Intermodale in der Via Lamarmora ab, nach Orgosolo und Mamoiada mehrmals täglich; alle anderen Ziele liegen an Stichstraßen, Schotterpisten oder hinter einer Fähre. Rechne im Bergland für 50 Kilometer gut eine Stunde, die SS 131 von Cagliari nach Sassari und Olbia ist dagegen schnell und mautfrei.
Die Anreise mit dem eigenen Wagen läuft über die Fähre: Olbia für den Norden und die Barbagia, Arbatax für die Ogliastra, Cagliari oder Porto Torres für den Süden und Westen. Routen, Fahrzeiten und Nachtfähren stehen auf unserer Seite zur Fähre nach Sardinien. Wer mit dem Wohnmobil kommt, findet die Stellplätze und die Regeln zum Wildcampen auf der Seite zum Camping auf Sardinien.
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Is Arutas: Der Parkplatz nimmt nur Münzen, 7 bis 8 Euro, also Kleingeld einstecken. Der Strand aus Quarzkörnern fällt schnell ab, mit kleinen Kindern lieber weiter nördlich nach Mari Ermi oder Putzu Idu ausweichen. Im August ist um 11 Uhr kein Platz mehr frei.
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