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Toskana
Toskana

Sehenswürdigkeiten in der Toskana

23 Sehenswürdigkeiten und Highlights in der Toskana: mit Karte, Kategorien und Tipps für die Umgebung.

Von der italien.de-Redaktion

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in der Toskana

Die Toskana ist keine Stadt, die du an einem Tag abläufst, sondern eine Region von der Größe Mecklenburg-Vorpommerns mit vier Kunststädten, dem Val d'Orcia unter UNESCO-Schutz, dem Chianti und einer Küste mit vorgelagerter Insel. Wer alles sehen will, braucht zwei Wochen. Wer eine Woche hat, sollte sich entscheiden: Siena, Pisa und Lucca sind von Florenz aus jeweils in gut einer Stunde erreichbar und lassen sich von dort abfahren; untereinander brauchen sie fast zwei. Das Val d'Orcia und das Chianti sind Landschaften, in denen die Fahrt selbst das Ziel ist. Und die Küste mit Bolgheri, der Maremma und Elba ist ein eigener Urlaub. Die Liste unten ordnet die wichtigsten Ziele nach diesen drei Räumen. Praktisches zu Anreise, Reisezeit und Unterkünften steht auf der Seite zur Toskana, die Weinziele haben wir unter Weintouren gesammelt.

Blick über Florenz auf die Kuppel des Doms Santa Maria del Fiore
Florenz: die Kuppel des Doms, von Brunelleschi ohne Stützgerüst gebaut, überragt die Stadt bis heute.
Der Schiefe Turm von Pisa neben dem Dom auf der Piazza dei Miracoli
Pisa: der Schiefe Turm ist nur ein Teil der Piazza dei Miracoli, Dom und Baptisterium gehören dazu.
Die muschelförmige Piazza del Campo in Siena mit dem Torre del Mangia
Siena: die Piazza del Campo, zweimal im Jahr Rennbahn für den Palio.
Hügel und Zypressen im Val d'Orcia bei San Quirico
Val d'Orcia: die Hügel zwischen Pienza und Montalcino, seit 2004 UNESCO-Welterbe.
Die Marmorfassade von Santa Maria Novella in Florenz
Kunst und Architektur

Die Kunststädte

Florenz, Siena, Pisa, Lucca und Arezzo: fünf Städte, die du von einem Standort aus abfahren kannst.

  1. Florenz: Dom, Uffizien, Ponte Vecchio. Die Hauptstadt der Region ist das dichteste Kunstziel Italiens außerhalb Roms. Die Kuppel des Doms ist über 463 Stufen begehbar, die Uffizien zeigen Botticellis Geburt der Venus, und über den Ponte Vecchio führt seit dem 16. Jahrhundert der Vasari-Korridor der Medici. Für Kuppel und Uffizien brauchst du ein Zeitfenster-Ticket, ohne Vorbuchung stehst du in der Hauptsaison Stunden an. Den besten Blick auf das Ganze gibt es kostenlos vom Piazzale Michelangelo. Mehr auf der Seite zu Florenz.
  2. Schiefer Turm von Pisa. Der Glockenturm des Doms neigt sich seit dem Bau im 12. Jahrhundert, weil der Untergrund nachgab. Nach der Sicherung, die 2001 abgeschlossen wurde, steht er bei knapp vier Grad Neigung stabil. Der Aufstieg dauert 30 Minuten, Einlass nur zur gebuchten Uhrzeit, Kinder unter acht Jahren dürfen nicht hinauf. Die ganze Piazza dei Miracoli mit Dom, Baptisterium und Camposanto ist UNESCO-Welterbe. Wer nur den Turm will, ist in zwei Stunden durch; die Stadt Pisa selbst lohnt einen halben Tag mehr.
  3. Siena: Piazza del Campo und Dom. Der muschelförmige Platz mit dem Torre del Mangia ist der schönste Stadtplatz der Toskana, der gestreifte Marmordom eines der großen gotischen Bauwerke Italiens. Zweimal im Jahr, am 2. Juli und am 16. August, wird der Campo zur Rennbahn für den Palio. Wer das Rennen sehen will, braucht Monate Vorlauf. Mehr zu Siena.
  4. Lucca. Eine der wenigen Städte Italiens, deren Renaissance-Stadtmauer noch vollständig geschlossen um die Altstadt läuft: 4,2 Kilometer, oben als Allee angelegt, zu Fuß in einer Stunde, mit dem Rad schneller. Dazu der ovale Platz auf dem Grundriss des römischen Amphitheaters, der Torre Guinigi mit den Steineichen auf dem Dach und das Geburtshaus von Giacomo Puccini.
  5. Arezzo. Weniger besucht als die vier großen, dafür mit dem Freskenzyklus der Legende vom Wahren Kreuz von Piero della Francesca in der Kirche San Francesco, einem der wichtigsten Werke der Frührenaissance. Für die Kapelle brauchst du eine Reservierung. Die schräg abfallende Piazza Grande ist an jedem ersten Sonntag im Monat und dem Samstag davor Antiquitätenmarkt.
San Gimignano mit seinen Geschlechtertürmen aus der Luft
Landschaft und Wein

Die Hügel

Val d'Orcia, Chianti und die Orte dazwischen: hier ist die Fahrt selbst das Ziel.

  1. San Gimignano. Die Stadt der Türme: von einst über 70 Geschlechtertürmen stehen noch 14, und die Silhouette über den Weinbergen ist das bekannteste Motiv der Toskana nach dem Schiefen Turm. Der Torre Grossa ist begehbar. Tagsüber voll, am Abend, wenn die Busse weg sind, ein anderer Ort. Der Weißwein der Stadt heißt Vernaccia.
  2. Val d'Orcia. Die Hügellandschaft südlich von Siena, seit 2004 UNESCO-Welterbe, mit den Zypressengruppen bei San Quirico, die du von Kalendern kennst. Dazu drei Orte, die jeder für sich einen Stopp wert sind: Pienza, die von Papst Pius II. geplante Idealstadt der Renaissance und Heimat des Pecorino, Montalcino mit dem Brunello und Bagno Vignoni, wo statt einer Piazza ein Thermalbecken in der Dorfmitte liegt.
  3. Montepulciano. Die Renaissancestadt auf dem Höhenrücken zwischen Val d'Orcia und Val di Chiana, bekannt für den Vino Nobile. Unterhalb der Stadt steht mit San Biagio eine der reinsten Renaissancekirchen der Toskana.
  4. Volterra. Die Etruskerstadt auf 530 Metern, mit Stadttor aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, römischem Theater und dem etruskischen Museum Guarnacci. Volterra ist das Zentrum der Alabaster-Verarbeitung, die Werkstätten kannst du besuchen.
  5. Chianti. Die Weinlandschaft zwischen Florenz und Siena, am besten über die Chiantigiana, die Staatsstraße 222, mit Stopps in Greve und Castellina. Weingüter, Burgen und Zypressen im Wechsel; welche Kellereien Besucher empfangen und was eine Probe kostet, steht unter Weintouren.
  6. Abtei San Galgano. Eine gotische Zisterzienserabtei ohne Dach, seit Jahrhunderten Ruine, mit dem Himmel als Gewölbe. Auf dem Hügel daneben steht die Rundkapelle Montesiepi mit einem Schwert, das im Fels steckt: Der Ritter Galgano soll es 1180 als Zeichen seiner Abkehr vom Kriegshandwerk hineingestoßen haben.
  7. Monteriggioni. Ein kompletter Mauerring mit 14 Türmen um ein Dorf, in dem heute nur noch ein paar Dutzend Menschen wohnen, im 13. Jahrhundert von Siena als Vorposten gegen Florenz gebaut. Dante verglich die Türme in der Göttlichen Komödie mit Riesen. Ein Stopp von einer Stunde auf dem Weg zwischen Siena und San Gimignano.
Portoferraio auf Elba mit Hafen und Festung von oben
Meer, Thermen und Inseln

Die Küste und der Süden

Bolgheri, die Maremma und Elba: Zypressen, Thermen und die Strände, die dem Festland fehlen.

  1. Bolgheri. Die fünf Kilometer lange, schnurgerade Zypressenallee von der Küstenstraße hinauf ins Dorf, die Giosuè Carducci in einem Gedicht verewigt hat, ist das berühmteste Straßenstück der Toskana. Dahinter liegen die Weingüter des Sassicaia und der anderen Supertoskaner.
  2. Saturnia. Die Cascate del Mulino in der Maremma: Thermalwasser mit 37,5 Grad, das über natürliche Kalksinterbecken fällt, frei zugänglich und rund um die Uhr offen. Am Wochenende und im Sommer voll, unter der Woche am frühen Morgen hast du die Becken fast für dich. Weitere Thermen der Region unter Thermen in der Toskana.
  3. Elba. Die größte Insel des Toskanischen Archipels, eine Stunde Fähre ab Piombino. Napoleon regierte hier 1814 und 1815 zehn Monate lang, seine beiden Residenzen sind Museen. Über allem der Monte Capanne mit 1.019 Metern, mit einer Korbseilbahn erreichbar, und rund um die Insel die Strände, die der Küste des Festlands fehlen.

Nicht in der Liste, aber jeweils ein eigener Tag: Cortona über dem Val di Chiana, die Marmorbrüche von Carrara in den Apuanischen Alpen und die Klosterlandschaft um Siena mit Monte Oliveto Maggiore. Alle Ziele stehen unten auf der Karte.

Orientierung

Auf der Karte

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Erlebnisse

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