
Zwischen Florenz und Siena liegen Hügel, auf denen seit dem Mittelalter Wein wächst, und in fast jedem Ort steht ein Gut, das Besucher empfängt. Die Toskana ist damit eine der wenigen Weinregionen, in der ein Tagesausflug zum Weingut kein Insidertipp ist, sondern zum normalen Reiseprogramm gehört. Eine Frage solltest du trotzdem früh klären: selbst fahren oder fahren lassen. Sie entscheidet über den ganzen Tag.
Das bekannteste Anbaugebiet liegt genau im Streifen zwischen Florenz und Siena, auf einer höher gelegenen Hügelkette. Die Bezeichnung Chianti Classico unterliegt strengeren Regeln als das einfache Chianti: mindestens 80 Prozent Sangiovese, und weiße Trauben sind nicht erlaubt, während im weiteren Chianti-Gebiet bis zu zehn Prozent zulässig sind. Erkennbar ist das Classico am schwarzen Hahn auf dem Flaschenhals.
Für Besucher ist das die einfachste Gegend: kurze Wege, dichte Gutslandschaft, gute Beschilderung entlang der Weinstraßen. Wer nur einen Tag hat, fährt hierher. Mehr zur Rebsorte steht auf unserer Seite zum Chianti.
Weiter südlich, im Hügelland um Montalcino, wächst der Brunello. Er muss zu hundert Prozent aus Sangiovese bestehen, während Chianti Classico und der Vino Nobile Verschnitte erlauben. Montalcino hat das wärmste Klima der toskanischen Weingebiete, das benachbarte Montepulciano liegt etwas kühler.
Die Güter sind hier weiter auseinander gezogen als im Chianti, dafür ist die Landschaft offener. Das Val d'Orcia beginnt gleich nebenan, was sich gut verbinden lässt. Details zur Sorte findest du beim Brunello di Montalcino.
Das dritte Gesicht liegt am Meer. Bolgheri ist als Anbaugebiet jung, hat aber international den größten Ruf, weil dort die sogenannten Supertoskaner entstanden sind, Weine, die bewusst außerhalb der klassischen Regeln gekeltert wurden. Die kühlen Brisen des Tyrrhenischen Meeres prägen den Charakter. Wer Strandurlaub und Weingut verbinden will, ist an der etruskischen Küste richtig, nicht im Landesinneren.
Ein Besuch dauert meist zwischen anderthalb und drei Stunden: Rundgang durch Weinberg und Keller, danach Verkostung von drei bis sechs Weinen, oft mit Olivenöl, Pecorino und Salumi dazu. Die Preise liegen üblicherweise zwischen etwa 30 und 55 Euro pro Person, je nach Umfang und Haus; einfache Verkostungen sind günstiger, Menüs mit Mittagessen deutlich teurer.
Wichtig: Melde dich vorher an. Die meisten Güter empfangen nur nach Voranmeldung, viele kleinere Betriebe haben keine feste Öffnungszeit, weil im Weinberg gearbeitet wird. Spontan an ein Tor zu fahren funktioniert selten. Wer im Agriturismo wohnt, hat es am einfachsten: Viele Höfe keltern selbst und bieten die Verkostung im Haus an.
Das ist der Punkt, an dem viele Reisende umplanen. In Italien gilt eine Grenze von 0,5 Promille, für Fahranfänger in den ersten drei Jahren nach dem Führerschein sowie für Berufskraftfahrer jedoch 0,0. Die Bußgelder beginnen bei 530 Euro und reichen zwischen 0,5 und 0,8 Promille bis 2.125 Euro, dazu kommt der Führerscheinentzug für drei bis sechs Monate. Ab 1,5 Promille kann das Fahrzeug beschlagnahmt werden.
Eine Weinprobe mit vier Gläsern und anschließender Heimfahrt über kurvige Hügelstraßen ist damit keine gute Idee. Praktikabel sind drei Wege: ein Fahrer in der Gruppe, der nicht trinkt, eine Unterkunft in Gehweite des Guts, oder eine geführte Tour mit Transfer. Letzteres ist der übliche Weg, weil sich damit auch mehrere Güter an einem Tag verbinden lassen.
Die Lese, auf Italienisch vendemmia, fällt je nach Lage und Jahrgang in den September und Oktober. Für Besucher ist das die stimmungsvollste Zeit: Die Güter arbeiten, es riecht nach Most, und viele Betriebe bieten Erntefeste oder eine Mitmach-Lese an. Gleichzeitig ist es die Zeit, in der die Winzer am wenigsten Zeit für Führungen haben, also unbedingt früh reservieren.
Ruhiger und immer noch warm ist der späte Frühling. Im Hochsommer sind die Hügel heiß und die Verkostungen laufen meist drinnen im kühlen Keller. Was sonst in der Region ansteht, steht auf der Seite zur Toskana.
In aller Regel ja. Die meisten Güter empfangen Besucher nur nach Voranmeldung, und viele kleinere Betriebe haben gar keine festen Öffnungszeiten, weil im Weinberg gearbeitet wird. Spontane Besuche funktionieren selten. In der Lesezeit im September und Oktober solltest du besonders früh reservieren.
Üblich sind etwa 30 bis 55 Euro pro Person für Kellerführung und Verkostung von drei bis sechs Weinen, häufig mit Olivenöl, Pecorino und Salumi. Einfache Verkostungen ohne Führung sind günstiger, Termine mit Mittagessen deutlich teurer. Kinder zahlen bei vielen Gütern ermäßigt.
Die Grenze liegt bei 0,5 Promille. Für Fahranfänger in den ersten drei Jahren nach dem Führerscheinerwerb und für Berufskraftfahrer gilt 0,0. Zwischen 0,5 und 0,8 Promille drohen 530 bis 2.125 Euro Bußgeld und drei bis sechs Monate Führerscheinentzug, ab 1,5 Promille kann das Fahrzeug beschlagnahmt werden. Für eine Weinprobe empfiehlt sich deshalb ein Transfer.
Chianti Classico stammt aus dem historischen Kerngebiet zwischen Florenz und Siena und unterliegt strengeren Regeln: mindestens 80 Prozent Sangiovese und keine weißen Trauben. Im weiteren Chianti-Gebiet sind bis zu zehn Prozent weiße Rebsorten erlaubt. Erkennungszeichen des Classico ist der schwarze Hahn auf dem Flaschenhals.
Das Chianti Classico zwischen Florenz und Siena. Die Wege sind kurz, die Güter liegen dicht beieinander und die Weinstraßen sind gut ausgeschildert. Montalcino und Montepulciano im Süden lohnen sich eher für zwei Tage, weil die Betriebe weiter auseinander liegen. Bolgheri passt zu einem Aufenthalt an der Küste.
Die Vendemmia läuft je nach Lage und Jahrgang von September bis Oktober. Es ist die stimmungsvollste Besuchszeit mit Erntefesten und teils der Möglichkeit mitzuhelfen, gleichzeitig aber die Zeit mit dem wenigsten Spielraum für Führungen. Wer es ruhiger mag, kommt im späten Frühling.