
Was am Gardasee selbst sehenswert ist, steht auf der Seite zu den Sehenswürdigkeiten am Gardasee. Welcher Ort sich als Basis eignet, klärt die Seite zu den schönsten Orten am Gardasee. Hier geht es um die andere Frage: Was machst du am fünften Tag, wenn Sirmione abgehakt ist und der Monte Baldo auch? Die Antwort ist die Lage. Der See liegt so, dass du in einer Stunde in einer Opernarena, in einer Renaissancestadt oder an einem Bergsee aus der Bronzezeit stehen kannst.
Vom Südufer sind es rund dreißig Kilometer. Ab Peschiera braucht der Zug etwa zwanzig Minuten, ab Desenzano gut eine halbe Stunde, und beides kostet nur ein paar Euro. Damit ist Verona kein Ausflug, sondern fast ein Vorort. Die Arena aus dem ersten Jahrhundert ist bis heute in Betrieb: Im Sommer läuft dort das Opernfestival, und eine Aufführung unter freiem Himmel in einem römischen Amphitheater ist ein anderes Erlebnis als jedes Opernhaus.
Wer nicht in die Oper will, hat trotzdem genug: die Piazza delle Erbe auf dem Grundriss des römischen Forums, die Piazza dei Signori, der Blick von Castel San Pietro über die Etschschleife. Der Rummel um Julias Balkon lässt sich in zehn Minuten erledigen oder ganz auslassen.
Südlich des Sees liegt Mantua, von drei künstlichen Seen umschlossen, jahrhundertelang Sitz der Gonzaga und heute UNESCO-Welterbe. Es ist die Stadt für alle, denen Verona zu voll ist: dieselbe Dichte an Palästen und Fresken, ein Bruchteil der Besucher. Auf halbem Weg dorthin liegt Borghetto sul Mincio, ein Mühlendorf am Fluss, das zu Valeggio gehört und zu den fotogensten Orten der Gegend zählt.
Westlich des Sees liegt Brescia, oft übersehen, obwohl das römische und langobardische Erbe der Stadt ebenfalls zum Welterbe zählt. Beide Städte funktionieren gut als Regentagsziel, weil das Wesentliche drinnen stattfindet.
Zwischen dem Ostufer und Verona steigen die Hügel der Valpolicella an, eine der bekanntesten Rotweinlagen Italiens. Die Region ist klein genug, dass sich Weingut, Mittagessen und Rückfahrt an einen Nachmittag hängen lassen, und die Straßen durch die Hügel sind für sich schon der halbe Ausflug. Wer lieber im eigenen Tempo unterwegs ist, kombiniert das mit der Weinstraße am Ostufer rund um Bardolino.
Vom Nordufer führt der Weg ins Etschtal. Von Riva und Torbole fährt ein Bus nach Rovereto, von dort ist Trient in einer Viertelstunde mit dem Zug erreicht. Die beiden Städte liegen nur fünfundzwanzig Kilometer auseinander und lassen sich gut an einem Tag verbinden. Trient war Schauplatz des Konzils, das die katholische Kirche neu ordnete, und wirkt mit seinen bemalten Fassaden eher alpin als italienisch.
Nur rund fünfzehn Kilometer vom Nordufer, über die Serpentinen oberhalb der Ponalestraße, liegt der Ledrosee. Er ist klein, kalt und deutlich ruhiger als der Gardasee. Am Ufer wurden Reste einer bronzezeitlichen Pfahlbausiedlung ausgegraben, die seit 2012 zum UNESCO-Welterbe gehört; ein Museum zeigt die Funde vor Ort. Die Anfahrt selbst ist Teil des Ausflugs, weil die Straße den Blick zurück auf den Gardasee freigibt. Zu Fuß kommst du über die Ponalestraße hinauf.
Für einen langen Tag reicht es sogar bis in die Dolomiten. Geführte Touren ab dem See fahren typischerweise zehn bis zwölf Stunden und nehmen Ziele wie den Pragser Wildsee oder Cortina mit. Das ist viel Zeit im Bus, dafür siehst du an einem Tag zwei Landschaften, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Wer selbst fährt, sollte früh los und die Rückfahrt nicht unterschätzen.
Nach Verona, Brescia und Trient ist die Bahn fast immer die bessere Wahl, weil Parken in den Altstädten teuer und mühsam ist und die Fahrzeiten kurz sind. Für Mantua, die Valpolicella und den Ledrosee brauchst du eher ein Auto. Plane die Städte nicht für den heißesten Nachmittag im August ein, und prüfe bei Verona vorab, ob ein Festivalabend läuft, weil das Preise und Andrang in der ganzen Stadt verändert.
Was direkt am See geht, steht bei den Aktivitäten am Gardasee, der Überblick zum Ziel auf der Seite zum Gardasee.
Am einfachsten mit dem Zug ab Peschiera del Garda, das dauert rund zwanzig Minuten. Ab Desenzano sind es etwa dreißig Minuten. Beides kostet nur wenige Euro, und du sparst dir die Parkplatzsuche in der Altstadt. Vom Südufer sind es insgesamt nur rund dreißig Kilometer.
Die Städte. Verona, Mantua und Brescia bieten genug, was drinnen stattfindet, von Palästen über Museen bis zu Kirchen. Auch das Pfahlbautenmuseum am Ledrosee funktioniert bei schlechtem Wetter. Als Alternative bleiben die Thermen am Südufer, die ganzjährig geöffnet sind.
Ein Bergsee rund fünfzehn Kilometer vom Nordufer und die Reste einer bronzezeitlichen Pfahlbausiedlung, die seit 2012 zum UNESCO-Welterbe zählen. Ein Museum am Ufer zeigt die Funde. Der See ist deutlich kühler und ruhiger als der Gardasee, die Anfahrt über die Serpentinen ist selbst ein Erlebnis.
Ja, als langer Tagesausflug. Geführte Touren dauern üblicherweise zehn bis zwölf Stunden und steuern Ziele wie den Pragser Wildsee oder Cortina an. Wer selbst fährt, sollte sehr früh starten. Für einen entspannten Tag ist das nichts, für einen eindrucksvollen schon.
Über Rovereto. Von Riva del Garda und Torbole fährt ein Bus dorthin, von Rovereto ist Trient in etwa einer Viertelstunde mit dem Zug erreichbar. Die beiden Städte liegen nur fünfundzwanzig Kilometer auseinander und lassen sich gut an einem Tag kombinieren.
Besonders für alle, denen Verona zu voll ist. Mantua ist von drei künstlichen Seen umgeben, war Residenz der Gonzaga und gehört zum UNESCO-Welterbe, hat aber deutlich weniger Besucher. Auf dem Weg dorthin liegt mit Borghetto sul Mincio ein Mühlendorf, das einen Zwischenstopp wert ist.