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Radwege am Gardasee: Ciclovia del Garda und die besten Touren
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Radwege am Gardasee: Ciclovia del Garda und die besten Touren

Kannst du um den Gardasee radeln? Stand der Ciclovia del Garda 2026, das Teilstück bei Limone, Mincio, Sarca und Ponale, dazu Rad und Schiff kombiniert.

Einmal ganz um den Gardasee radeln kannst du 2026 noch nicht auf einem durchgehenden Radweg. Die Ciclovia del Garda ist ein Ring aus fertigen Teilstücken und Lücken, in denen die Uferstraße mit ihren Tunneln bleibt. Fahrbar sind heute die Passerelle bei Limone, die neuen Abschnitte bei Riva und Torbole, der Steg bei Torri del Benaco und die Promenaden zwischen Peschiera und Garda. Dazu kommen Klassiker abseits des Ufers wie Mincio, Sarca und Ponale, und das Schiff als Rückweg über die Lücken.

Ciclovia del Garda: der Stand im September 2026

Die Ciclovia del Garda, am See auch Garda by Bike genannt, soll einmal als durchgehender Rad- und Fußweg um den ganzen See führen, rund 140 Kilometer durch Trentino, Venetien und die Lombardei, je nach Zählweise der Behörden auch bis zu 165. Im September 2026 ist sie das noch nicht. Fertig sind einzelne Teilstücke, dazwischen bleibt die Gardesana, die Uferstraße mit ihren Tunneln. Einen geschlossenen Ring gibt es nicht, einen festen Fertigstellungstermin auch nicht. Die Bauabschnitte haben eigene Fristen zwischen Mitte 2026 und Ende 2027, für das Stück am Bahnviadukt von Desenzano ist Dezember 2027 genannt.

Befahrbar sind heute die Passerelle bei Limone (seit 2018), am Nordufer ein Kilometer von Riva bis zur Bucht Sperone (seit März 2025) und seit dem 30. Juni 2026 zwei neue Abschnitte mit zusammen 2,3 Kilometern in Torbole und Riva. Am Ostufer kam im Mai 2026 bei Torri del Benaco ein gut zwei Kilometer langer Steg aus Cortenstahl dazu, der neben der Gardesana über dem Ufer auskragt. Zwischen Peschiera und Garda fährst du auf älteren Uferwegen, die zur Ciclovia gezählt werden. Bei Malcesine und Brenzone sind laut Lokalpresse Teilstücke weitgehend gebaut, ein Radtunnel neben der Galleria Baitone entsteht gerade.

Die schwierigen Stücke liegen im Norden und Westen. Im Trentino sind die Felswände zwischen Riva und der lombardischen Grenze der aufwendigste Teil des ganzen Projekts. Zwei Lose mit zusammen 1.300 Metern wurden im November 2024 begonnen, das Los durch die Galleria dei Titani mit 930 Metern im August 2026 vergeben, mit 800 Tagen Bauzeit. Der Anschluss an die Ponale-Mündung ist noch in der Planung. Rechne für diese Lücke also nicht mit 2027. In der Lombardei hat die Region im Dezember 2024 den Bau zwischen Gardone Riviera und Limone ganz aufgegeben, wegen Felssturzgefahr an den Steilufern. Stattdessen sollen Schiffe mit Radtransport die Strecke übernehmen, die bisher nicht im Einsatz sind. Venetien, laut Region mit 67 Kilometern am Ring beteiligt, hat im Herbst 2025 das Los von Lazise mit 5,36 Kilometern finanziert.

Limone: das Teilstück in der Felswand

Der bekannteste Abschnitt hängt bei Limone sul Garda an der Felswand über dem Wasser. Er wurde im Juli 2018 eröffnet und führt vom Ortsrand nach Norden bis zum Capo Reamol an der Grenze zum Trentino, insgesamt rund 2,5 Kilometer, davon etwa zwei Kilometer als Steg auf Konsolen, 2,5 Meter breit, mit Holzbelag und Stahlgeländer. Der Weg ist beleuchtet und auch abends offen. Am Kriegerdenkmal an der Grenze drehst du um und fährst dieselbe Strecke zurück.

Ein Radweg im engeren Sinn ist die Passerelle nicht, sondern ein gemeinsamer Fuß- und Radweg, und an schönen Wochenenden von April bis Oktober ist er voll. Du teilst ihn mit Spaziergängern und kommst an solchen Tagen nur im Schritttempo voran. Wer fahren will, startet vor neun Uhr oder kommt im Winterhalbjahr unter der Woche. Parkplätze am Einstieg sind knapp, besser stellst du das Auto im Zentrum ab oder kommst mit dem Schiff. Räder leihst du im Ort.

Nach Norden bleibt die Gardesana. Zwischen Capo Reamol und Riva führt sie durch eine Kette von Tunneln, in denen Räder zwar nicht verboten, aber schlecht sichtbar sind. Für diesen Abschnitt ist das Schiff nach Riva del Garda die bessere Wahl. Kurz nach der Eröffnung, im August 2018, sperrte ein Steinschlag laut Giornale di Brescia die letzten 300 Meter vor der Grenze für einige Zeit. Für die Saison 2026 haben wir keine Sperrung gefunden, den aktuellen Stand meldet die Gemeinde auf ihrer Tourismusseite.

Radtouren am Gardasee: die besten Strecken

  • Ciclovia-Passerelle Limone

    Limone sul Garda bis Capo Reamol (Westufer). Rund 2,5 Kilometer ab dem Ortsrand, davon etwa zwei Kilometer als Steg in der Felswand, 2,5 Meter breit, beleuchtet. Eröffnet im Juli 2018, endet an der Grenze zum Trentino, zurück auf derselben Strecke. Gemeinsamer Fuß- und Radweg, an Wochenenden voll, Verleih im Ort. Mehr dazu

  • Uferweg Riva del Garda bis Torbole

    Nordufer um den Monte Brione. Flach am Wasser und ohne Stufen, seit Juni 2026 mit neuer Brücke über den Sarca an der Via Matteotti. Für Kinder geeignet, im Sommer mit vielen Fußgängern. Die volle Umrundung des Brione misst laut Garda Trentino knapp 13 Kilometer, die Familienrunde 8,5. Mehr dazu

  • Sarca-Radweg Torbole, Arco, Dro

    Sarcatal nördlich von Riva. Rund fünf Kilometer bis Arco, etwa fünf weitere bis Dro, asphaltiert und flach, mit Badestellen am Fluss und der Römerbrücke von Ceniga. Danach über die Marocche nach Sarche, knapp 25 Kilometer ab Torbole, rund 40 bis Terlago. Verleih in Riva, Torbole und Arco. Mehr dazu

  • Ponale

    Riva del Garda bis Pregasina und Ledrosee. Alte Felsstraße von 1851, seit 2004 für Räder und Fußgänger, Einstieg am westlichen Ortsrand beim Kraftwerk. Je nach Startpunkt fünf bis gut sechs Kilometer und rund 500 Höhenmeter bis Pregasina, erst Schotter, dann Asphalt. Eigene Spuren für Wanderer und Radfahrer, Licht für die Tunnel nötig. Mehr dazu

  • Radweg Riva, Nago, Lago di Loppio, Mori

    Anschluss ans Etschtal. Je nach Zählung 18 bis 20 Kilometer asphaltiert, mit kurzem steilem Anstieg von Torbole nach Nago auf den Passo San Giovanni, vorbei am Biotop Lago di Loppio. In Mori Anschluss an den Etschtal-Radweg nach Rovereto, der im Trentino durchgehend ausgebaut ist. Mehr dazu

  • Mincio-Radweg

    Peschiera bis Mantua. 43,5 Kilometer asphaltiert, vom Autoverkehr getrennt, fast ohne Steigung. Nach rund 15 Kilometern Borghetto mit Mühlen und Visconti-Brücke, für viele das Tagesziel. Verleih laut Anbietern in Peschiera, Rückweg ab Mantua mit dem Zug über Verona. Mehr dazu

  • Uferweg Peschiera bis Lazise

    Südostufer. Sieben bis acht Kilometer, teils Asphalt, teils Kies und Strand, kurz an der Gardesana entlang. Mit Fußgängern geteilt, an engen Stellen schiebst du. Zählt zur Ciclovia del Garda. Mehr dazu

  • Lungolago Lazise, Bardolino, Garda

    Ostufer. Rund zehn Kilometer befestigte Promenade direkt am Wasser, fern der Uferstraße, mit Strandabschnitten und Bars. Flach und ohne Stufen, für Kinder geeignet, abends stark belebt. Mehr dazu

  • Ciclovia-Steg Torri del Benaco

    Ostufer zwischen Brancolino und Torri. Gut zwei Kilometer auskragender Steg aus Cortenstahl neben der Gardesana, eröffnet am 23. Mai 2026. Kurz, aber der sicherste Weg in diesem engen Abschnitt. Mehr dazu

  • Valpolicella-Strecken

    Weinhügel nördlich von Verona. Ruhige Asphaltstraßen zwischen Villen und Kellereien, Strecken von 18 bis 22 Kilometern ab Verona, Parona oder Fumane. Hügelig, aber ohne lange Anstiege, für Rennrad, Gravel und E-Bike. Mehr dazu

  • Monte Baldo mit Seilbahn

    Malcesine, Brentonico, Loppio, Torbole. Räder fahren ab Mai zu sechs festen Zeiten bergauf mit, laut Betreiber 24 Plätze je Stunde, Garda Trentino rät zur Reservierung. Oben beginnt die vom Betreiber beschriebene Abfahrt über Bocca di Navene und Brentonico nach Torbole, 35 Kilometer und knapp 2.000 Höhenmeter bergab, mittelschwer. Im Winter kein Radtransport. Mehr dazu

  • Gardesana Occidentale

    Salò bis Limone und Riva (Rennrad, nur für Geübte). Einzige durchgehende Straße am Westufer, schmal und mit langen Tunneln nördlich von Gargnano. Kein Radverbot, aber Warnweste und Rücklicht sind in den Tunneln Pflicht. Wer nicht muss, nimmt für Gardone bis Limone das Schiff. Mehr dazu

Nordufer: Riva, Torbole, Sarca und Ponale

Rund um Riva del Garda und Torbole ist das Radnetz am dichtesten. Zwischen den beiden Orten führt ein Uferweg um den Fuß des Monte Brione, flach, ohne Stufen und für Kinder geeignet, im Sommer mit vielen Fußgängern. Seit Juni 2026 gehören dazu eine Stahlbrücke für Räder und Fußgänger über den Sarca an der Via Matteotti in Torbole und ein direkter Abstieg von Nago nach Torbole. Die ganze Umrundung des Brione misst laut Garda Trentino knapp 13 Kilometer, die kürzere Familienrunde 8,5.

Der Sarca-Radweg ist die Familienstrecke des Nordens. Von Torbole folgst du dem Fluss rund fünf Kilometer nach Arco, dann weiter nach Dro, noch einmal etwa fünf, aus Riva kommst du auf Radwegen dazu. Bis Dro bleibt es flach und asphaltiert, mit Badestellen am Fluss und einer Römerbrücke in Ceniga. Danach führt der Weg über die Marocche, ein Blockfeld aus Felstrümmern, nach Pietramurata und Sarche. Bis Sarche sind es knapp 25 Kilometer, bis zu den Seen von Terlago rund 40, zurück rollst du leicht bergab. Als Tagestour mit Kindern ist das die verlässlichste Strecke am See, mehr Ideen dazu stehen unter Gardasee mit Kindern.

Die Ponale ist die Strecke für den Ausblick. Die alte Straße ins Ledrotal, ab 1848 in den Fels gesprengt und 1851 eröffnet, gehört seit 2004 Fußgängern und Radfahrern. Der Weg beginnt am westlichen Ortsrand von Riva beim Kraftwerk und steigt etwa drei Kilometer als Schotterstraße mit fünf bis sechs Prozent, dann geht es auf Asphalt weiter nach Pregasina. Je nach Startpunkt sind das fünf bis gut sechs Kilometer und rund 500 Höhenmeter, bis zum Ledrosee etwa doppelt so weit. Wanderer und Radfahrer haben eigene Spuren, in den unbeleuchteten Tunneln gehört Licht ans Rad. Für Sicherungsarbeiten wird die Strecke immer wieder gesperrt, bei Regen und Frost droht Steinschlag, und zu Fuß beschreiben wir sie unter Wandern am Gardasee.

Vom Nordufer erreichst du auch das Etschtal. Der Radweg von Riva über Torbole, Nago und den Lago di Loppio nach Mori misst je nach Zählung 18 bis 20 Kilometer, asphaltiert, mit einem kurzen steilen Anstieg von Torbole nach Nago auf den Passo San Giovanni, und mündet bei Mori in den Etschtal-Radweg Richtung Rovereto. Der läuft im Trentino durchgehend, in Venetien nur abschnittsweise. Der Tourismusverband Garda Trentino listet für sein Gebiet, von Riva und Torbole über Arco bis ins Ledrotal, 23 Verleiher.

Südufer und Hinterland: Mincio, Peschiera und Bardolino

Der Mincio-Radweg ist die bekannteste Tagestour vom Gardasee weg. Von Peschiera folgt er dem Fluss nach Süden bis Mantua, 43,5 Kilometer, komplett asphaltiert, vom Autoverkehr getrennt und so flach, dass du kaum schalten musst. Nach etwa 15 Kilometern erreichst du Borghetto unterhalb von Valeggio sul Mincio, mit den Wassermühlen und der Visconti-Brücke, den meisten reicht das als Ziel. Wer bis Mantua durchfährt, nimmt für den Rückweg den Zug über Verona, die Radmitnahme im Regionalzug klärst du vorher. Räder gibt es laut Anbietern in Peschiera direkt am Weg.

Am Ufer selbst führt von Peschiera ein Weg nach Lazise, sieben bis acht Kilometer, teils Asphalt, teils Kies und Strand, an manchen Stellen musst du schieben. Ab Lazise wird es besser. Rund zehn Kilometer befestigte Promenade führen über Bardolino nach Garda, fern der Uferstraße, mit Strandabschnitten und Bars. Das ist die Strecke für den Abend, nicht fürs Tempo, du teilst sie mit Spaziergängern. Von Sirmione nach Desenzano und Peschiera kommst du auf einer Mischung aus Radwegen und Nebenstraßen durch.

Ins Hinterland lohnt das Valpolicella. Die Weinhügel nördlich von Verona sind von ruhigen Asphaltstraßen durchzogen, der Radverein FIAB und lokale Portale beschreiben Strecken von 18 bis 22 Kilometern ab Verona, Parona oder Fumane, vorbei an Villen und romanischen Kirchen, hügelig, aber ohne Pass.

Rennrad und Mountainbike: Gardesana, Monte Baldo und Bikehotels

Die Gardesana Occidentale, die Staatsstraße 45bis von Salò nach Riva, ist die einzige durchgehende Straße am Westufer. Die Straße ist schmal und kurvig und führt nördlich von Gargnano durch die dunklen Meandro-Tunnel. Ein Radverbot gibt es nicht, weder auf der Straße noch in den Tunneln (Stand Frühjahr 2026), aber Gemeinden wie Gardone Riviera diskutieren offen über bauliche Maßnahmen gegen Radverkehr an Stautagen. In Tunneln und außerorts von einer halben Stunde nach Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang schreibt Artikel 182 der italienischen Straßenverkehrsordnung eine reflektierende Warnweste oder Reflexträger vor, außerorts gilt Einerreihe. Ein rotes Rücklicht gehört zur Pflichtausstattung. Eine Helmpflicht für Radfahrer kennt Italien nicht, auch nicht für Kinder. Ein Entwurf für eine neue Straßenverkehrsordnung mit Helmpflicht unter 14 Jahren liegt bis zum 13. September 2026 in der öffentlichen Konsultation, verabschiedet werden soll er bis Mitte Oktober 2026, in Kraft ist er noch nicht.

Für Mountainbiker ist der Monte Baldo der Berg. Die Seilbahn ab Malcesine fährt 2026 vom 4. April bis 1. November und nimmt ab Mai Räder mit, als einfache Fahrt bergauf zu festen Zeiten um 8:25, 8:55, 14:15, 15:15, 16:15 und 17:15 Uhr, laut Betreiber mit 24 Radplätzen je Stunde. Garda Trentino rät zur Reservierung, weil längst nicht jede Kabine Räder mitnimmt. Oben startet die vom Betreiber beschriebene Abfahrt über Bocca di Navene, Brentonico und den Lago di Loppio nach Torbole, 35 Kilometer und knapp 2.000 Höhenmeter bergab, mittelschwer; mit den rund 15 Kilometern am Ufer zurück nach Malcesine werden 50 daraus. Im Winter ruht der Radtransport. Häuser mit Bikeraum, Werkstatt und Tourenangebot findest du bei den Bikehotels am Gardasee.

Rad und Schiff: Fähren als Rückweg

Die Schiffe der Navigazione Laghi, am See als Navigazione Lago di Garda oder Navigarda unterwegs, nehmen Räder in der Regel auf den normalen Kursschiffen mit, nicht aber auf den Schnellverbindungen mit Katamaran oder Tragflügelboot, die im Fahrplan mit SR markiert sind. Der Fahrplan unterscheidet Kurse, die für Räder empfohlen sind, Kurse mit eingeschränkter Mitnahme und Kurse ohne Radtransport, und der Kapitän kann die Zahl der Räder nach Schiff und Andrang begrenzen. Auf der Autofähre zwischen Toscolano-Maderno und Torri del Benaco, die auch außerhalb der Sommersaison fährt, kommen Räder wie andere Fahrzeuge mit. Damit lassen sich die Lücken der Ciclovia überbrücken, von Limone nach Riva statt durch die Tunnel, von Gardone nach Limone statt über die Gardesana, oder eine Tour am Ostufer mit Rückweg übers Wasser. Fahrpläne wechseln nach Saison, der Sommerfahrplan 2026 gilt vom 16. Mai bis 4. Oktober, die Details stehen auf unserer Seite zu den Fähren am Gardasee. Überlandbusse von Trentino Trasporti nehmen laut Garda Trentino Räder nur mit, wenn Platz im Gepäckraum ist, etwa zwei je Bus. Wer lieber ohne Rad aufs Wasser will, findet Anbieter bei den Bootstouren am Gardasee, und welche Orte sich als Standort eignen, siehst du in der Übersicht zum Gardasee.

Touren & Erlebnisse

Touren & Erlebnisse am Monte Baldo

Häufige Fragen zu Radwegen am Gardasee

Kann man 2026 mit dem Rad komplett um den Gardasee fahren?

Auf einem durchgehenden Radweg noch nicht. Die Ciclovia del Garda besteht aus fertigen Teilstücken bei Limone, Riva, Torbole, Torri del Benaco und am Südostufer, dazwischen bleibt die Uferstraße mit Tunneln. Die Fristen der Bauabschnitte liegen zwischen Mitte 2026 und Ende 2027, die Felsstrecke zwischen Riva und Limone dauert länger. Ganz herum kommst du nur mit Schiff oder auf der Straße.

Wie lang ist der Radweg bei Limone und wo beginnt er?

Rund 2,5 Kilometer vom Ortsrand von Limone bis zum Capo Reamol an der Grenze zum Trentino, davon etwa zwei Kilometer als Steg an der Felswand. Am Ende drehst du um. Der Weg ist ein gemeinsamer Fuß- und Radweg, beleuchtet und auch abends offen. Start ist am Nordende des Orts, Parkplätze dort sind knapp.

Darf ich mit dem Rad durch die Tunnel der Gardesana fahren?

Ja, ein Verbot gibt es nicht (Stand Frühjahr 2026), auch wenn einzelne Gemeinden am Westufer darüber diskutieren. Pflicht ist eine reflektierende Warnweste oder ein Reflexträger in Tunneln und außerorts bei Dunkelheit, dazu ein rotes Rücklicht. Die Tunnel nördlich von Gargnano und zwischen Limone und Riva sind eng und dunkel, für die meisten ist das Schiff die bessere Wahl.

Kann ich mein Fahrrad auf dem Schiff mitnehmen?

Auf den normalen Kursschiffen der Navigazione Laghi in der Regel ja, nicht auf den Schnellverbindungen mit Katamaran oder Tragflügelboot, die im Fahrplan mit SR stehen. Der Fahrplan markiert Kurse, die für Räder empfohlen sind, und solche mit eingeschränkter Mitnahme, und der Kapitän kann die Zahl der Räder begrenzen. Auch die Autofähre Toscolano-Maderno nach Torri del Benaco nimmt Räder mit.

Nimmt die Seilbahn von Malcesine auf den Monte Baldo Fahrräder mit?

Ja, 2026 ab Mai bis zum Saisonende am 1. November, als einfache Fahrt bergauf und nur zu festen Zeiten um 8:25, 8:55, 14:15, 15:15, 16:15 und 17:15 Uhr. Der Betreiber nennt 24 Radplätze je Stunde, Garda Trentino rät zur vorherigen Reservierung. Im Winter ruht der Transport, oben beginnen mehrere Abfahrten, die leichteste führt über Brentonico und den Lago di Loppio nach Torbole.

Gibt es in Italien eine Helmpflicht für Radfahrer?

Nein, weder für Erwachsene noch für Kinder. Pflicht sind dagegen Warnweste oder Reflexträger in Tunneln und außerorts bei Dunkelheit sowie Einerreihe außerorts. Ein Entwurf für eine neue Straßenverkehrsordnung mit Helmpflicht unter 14 Jahren liegt bis zum 13. September 2026 in der Konsultation und soll bis Mitte Oktober 2026 verabschiedet werden, in Kraft ist er noch nicht.

Über den Autor

Marcus

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Küche

Marcus fährt seit 2002 mehrmals im Jahr nach Italien, vom Norden bis in den Süden, mit einer Schwäche für die Toskana rund um Siena und Florenz. Zu Hause steht er nach Nonna-Art am Herd, und über seine Carbonara lässt er nicht mit sich verhandeln.

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