
Alghero liegt an der Nordwestküste Sardiniens und ist die katalanischste Stadt Italiens: Jahrhundertelang gehörte sie zur Krone Aragón, und bis heute wird hier ein katalanischer Dialekt gesprochen. Die wichtigsten Ziele sind die von Wehrtürmen gesäumte Altstadt hinter ihren Stadtmauern, der belebte Hafen an der Riviera del Corallo und die Tropfsteinhöhle Grotta di Nettuno am Kap Capo Caccia. Alghero ist zugleich Ausgangspunkt für die Strände und das Hinterland rund um Sassari.
Der historische Kern von Alghero, von den Einheimischen l'Alguer genannt, steckt hinter mächtigen Stadtmauern aus der katalanischen Zeit. Auf den Bastioni, den seewärts gerichteten Wehrgängen, spaziert man heute über der Brandung entlang und blickt auf das Meer. In den engen Gassen dahinter stehen die gotische Kathedrale Santa Maria mit ihrem markanten Glockenturm und die Kirche San Francesco. Straßenschilder in katalanischer Sprache und Wehrtürme wie der Torre di Porta Terra erinnern an die aragonesische Vergangenheit der Stadt.
Alghero liegt an der Riviera del Corallo, benannt nach der roten Koralle, die vor der Küste geerntet und in der Stadt zu Schmuck verarbeitet wird. Westlich der Stadt ragt das Kap Capo Caccia mit steilen Kalkfelsen ins Meer. In seinem Fuß öffnet sich die Grotta di Nettuno, eine große Tropfsteinhöhle mit einem unterirdischen See, die über die steile Treppe Escala del Cabirol oder per Boot erreichbar ist. Rund um die Stadt liegen lange Sandstrände wie die Bucht von Alghero und die Spiaggia delle Bombarde.
Von Alghero aus ist die Provinzhauptstadt Sassari schnell erreicht, die zweitgrößte Stadt Sardiniens mit lebendiger Altstadt. Die Küstenstraße nach Süden führt in gut einer Stunde in das bunte Städtchen Bosa am Fluss Temo, dessen pastellfarbene Häuser sich einen Hügel hinauf zur Burg Malaspina ziehen. Im Umland finden sich außerdem Reste der nuraghischen Kultur, der Bronzezeit-Türme, für die Sardinien bekannt ist.
Die ehemalige Gefängnisinsel ist heute ein einzigartiges Naturparadies mit wunderschönen Stränden
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