Grotte di Castellana
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Grünblaues, klares Wasser, das sanft an eine enge Bucht schlägt, umgeben von hohen gebänderten Felsen, aus denen weiß getünchte Häuser zu wachsen scheinen. Darunter unzählige kleine und größere Grotten, die sich geheimnisvoll und verwunschen in den Felsen bohren: Das ist Polignano a Mare.
Dieses faszinierende Städtchen liegt in der süditalienischen Region Apulien. Die nächstgrößere Stadt ist das 33 Kilometer entfernte Bari. Polignano a Mare kann auf eine jahrtausendalte Geschichte zurückblicken. Von bronzezeitlichen Siedlern, über griechische Kolonisten bis hin zu römischen Bürgern, im Laufe der Geschichte haben die unterschiedlichsten Menschen und Völker hier ihre Spuren hinterlassen. Und auch heute noch ist dieses Örtchen bei Italienern und Menschen aus allen Ecken der Welt ein beliebter Aufenthaltsort.
Der Blick auf Polignano a Mare ist für jeden, der einmal dort war, nicht mehr zu vergessen. Dicht auf dem durchlöcherten Kalkfelssporn drängen sich die weiß gekalkten Häuser bis an den Abgrund und erheben sich wie viele hell scheinende Burgfriede einer mittelalterlichen Festung. Ein Spaziergang durch die sauberen engen Gassen, häufig mit Meeresblick, lässt am süditalienischen Leben teilhaben und lotst den Besucher direkt auf die heimelige Piazza im Ortskern. Im Zentrum von Polignano a Mare lohnt sich der Besuch der Chiesa Matrice, der bereits 1295 errichteten Kirche, die mit verspielten renaissancezeitlichen Steinmetzarbeiten des Künstlers Stefano di Putignano begeistern kann.
Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch der Grotta Palazzese, die nicht nur die größte und schönste Höhle unterhalb der Stadt ist, sondern auch mit einem edlen Restaurant die Besucher zu einem romantischen Abendessen auf der Steilterrasse des Felsens verführt.
Lage verpflichtet: Alljährlich zeigen Klippenspringer bei der Red Bull Cliff Diving ihr Können, wenn sie sich von der 24 Meter hohen Klippe Polignano a Mares in die Adria stürzen. Mehr als 20.000 Besucher verfolgten in den letzten Jahren dieses Spektakel.
Wer es lieber ruhiger mag, dem empfiehlt sich ein Besuch der prächtigen Burganalage von Conversano. Der touristisch unerschlossene Ort liegt auf 200 Meter Höhe im Landesinneren.
Das Herz des Ortes ist die Altstadt auf dem Kalksteinfelsen. Durch die engen weißen Gassen erreichst Du immer wieder Balkone und Aussichtsterrassen, die direkt über dem Meer schweben und den Blick auf die Adria und die Steilküste freigeben. Der bekannteste Aussichtspunkt liegt an der Ponte Lama Monachile, einer alten Steinbrücke, die über die Schlucht der Bucht führt. Von hier fällt der Blick auf die berühmte Kiesbucht mit ihrem türkisen Wasser, das wohl meistfotografierte Motiv der Stadt.
An der Uferpromenade erinnert eine Statue an Domenico Modugno, den in Polignano a Mare geborenen Sänger von "Nel blu dipinto di blu", besser bekannt als "Volare". Die bronzene Figur mit ausgebreiteten Armen steht direkt am Wasser und ist zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Im Ortskern lohnt außerdem die bereits erwähnte Chiesa Matrice, die Mutterkirche aus dem späten 13. Jahrhundert. Unterhalb der Häuser ziehen sich zahlreiche Grotten und Meereshöhlen in den Fels, von denen die Grotta Palazzese die bekannteste ist.
Der berühmteste Badeplatz ist die Lama Monachile, auch Cala Porto genannt. Die kleine Kiesbucht liegt eingebettet zwischen hohen Felswänden mitten unter der Altstadt und ist im Sommer entsprechend gut besucht. Etwas ruhiger geht es an der Cala Paura zu, einer weiteren Bucht am südlichen Ortsrand, an der auch kleine Fischerboote liegen. Wer die Küste vom Wasser aus erleben möchte, bucht eine Bootstour zu den Grotten und Meereshöhlen entlang der Steilküste, die sich nur vom Meer aus erreichen lassen.
Polignano a Mare eignet sich gut als Standort, um die Küste Apuliens zu erkunden. Das große Bari liegt nur rund 33 Kilometer nördlich, das barocke Hafenstädtchen Monopoli gleich südlich in unmittelbarer Nachbarschaft. Einen Überblick über weitere Küstenabschnitte findest Du in unserer Übersicht der Strände in Apulien.
Der nächste Flughafen ist der Aeroporto di Bari, rund 40 Kilometer entfernt, von dem aus Du Polignano a Mare mit Mietwagen, Bus oder Bahn erreichst. Besonders bequem ist die Anreise mit dem Zug, denn der Bahnhof von Polignano liegt an der Adria-Küstenbahn und ist direkt mit Bari und weiteren Orten der Region verbunden. Mit dem Auto führt die Küstenstraße SS16 durch die Gegend.
Die Badesaison an der apulischen Adria reicht üblicherweise von Juni bis September, am wärmsten ist das Meer im Juli und August. Im Frühsommer und September ist es angenehm warm bei ruhigeren Buchten. Wie warm das Wasser zur geplanten Reisezeit ist, kannst Du vorab bei den Wassertemperaturen in Italien nachsehen. Auch außerhalb der Badesaison lohnt sich Polignano a Mare in Italien für einen Kurztrip, wenn die Altstadt und die Aussichtsbalkone über dem Meer ruhiger sind.
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