Santa Margherita Ligure
Ligurien

Santa Margherita Ligure

Elegantes Ambiente und zahlreiche Strände

Santa Margherita Ligure, von den Einheimischen meist nur "Santa" genannt, liegt an der Riviera di Levante im Golfo del Tigullio, etwa 30 Kilometer östlich von Genua. Der Ort schmiegt sich zwischen Rapallo und Portofino in eine geschützte Bucht, im Rücken die bewaldeten Hänge der Halbinsel von Portofino. Palmen an der Uferstraße, pastellfarbene Fassaden mit gemalter Scheinarchitektur und ein Hafen voller Fischerboote und Yachten prägen das Bild. Nach Santa Margherita Ligure kommt man vor allem wegen des eleganten, aber unaufgeregten Ambientes. Der Ort in Ligurien entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem gepflegten Ferienziel mit alten Villen, guten Hotels und einer Reihe von Seebädern. Anders als das benachbarte Portofino, das auf wenige Hundert Meter Hafenrand zusammengedrängt ist, hat Santa eine...

Santa Margherita Ligure, von den Einheimischen meist nur "Santa" genannt, liegt an der Riviera di Levante im Golfo del Tigullio, etwa 30 Kilometer östlich von Genua. Der Ort schmiegt sich zwischen Rapallo und Portofino in eine geschützte Bucht, im Rücken die bewaldeten Hänge der Halbinsel von Portofino. Palmen an der Uferstraße, pastellfarbene Fassaden mit gemalter Scheinarchitektur und ein Hafen voller Fischerboote und Yachten prägen das Bild.

Nach Santa Margherita Ligure kommt man vor allem wegen des eleganten, aber unaufgeregten Ambientes. Der Ort in Ligurien entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem gepflegten Ferienziel mit alten Villen, guten Hotels und einer Reihe von Seebädern. Anders als das benachbarte Portofino, das auf wenige Hundert Meter Hafenrand zusammengedrängt ist, hat Santa eine echte Stadt: Wochenmarkt, Fischauktion, Gassen mit Feinkostläden und Bars.

Für einen Urlaub ist der Ort damit vor allem eines: ein praktischer Standort. Portofino, San Fruttuoso, Camogli, die Cinque Terre und Genua liegen alle in bequemer Reichweite, per Boot, per Bahn oder zu Fuß über die Küstenwege des Naturparks.

Hafen, Promenade und Altstadt

Mittelpunkt des Ortes ist der Hafen. Er dient als Ankerplatz für Fischerboote und Yachten und zugleich als Ausgangspunkt für die Ausflugsboote entlang des Golfs. Regelmäßig finden hier Regatten und andere Wassersportveranstaltungen statt. Am frühen Morgen wird an der Mole der Fang angelandet, unter anderem die kleinen Garnelen, für die der Tigullio bekannt ist.

Von dort zieht sich die Uferpromenade in beide Richtungen: nach Osten Richtung Rapallo, nach Westen zur Punta Pedale und weiter auf die Halbinsel. Der abendliche Spaziergang mit Blick über den Golf gehört für Gäste wie Einheimische zum festen Programm. Landeinwärts führen Treppengassen und schmale Vicoli in die Altstadt mit ihren Geschäften, Kunstgalerien und den typisch ligurischen Trompe-l'oeil-Fassaden.

Villa Durazzo und die Basilica di Santa Margherita

Über dem Hafen liegt die Villa Durazzo, 1678 als Sommersitz der Genueser Familie Durazzo erbaut. Die Räume im Piano Nobile sind mit Fresken und Stuck ausgestattet und zeigen eine Gemäldesammlung der Genueser Malerschule aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.

Mindestens so sehenswert ist der zugehörige Park: rund drei Hektar mit italienischem Garten, Palmen und Pinien sowie den für Ligurien typischen Risseu-Mosaiken aus schwarzen und weißen Kieseln. Von den Terrassen fällt der Blick über die Dächer auf den Golfo del Tigullio, einer der schönsten Aussichtspunkte im Ort.

Im Zentrum steht die Basilica di Santa Margherita d'Antiochia, deren Ursprünge ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Der heutige Bau stammt im Kern aus dem 17. Jahrhundert, Fassade und Glockenturm kamen im barocken Stil dazu. Das Innere ist üppig mit Marmor, Gold und Kristalllüstern ausgestattet, ein deutlicher Kontrast zur schlichten Fischerortvergangenheit. Sehenswert sind außerdem die Abtei della Cervara an der Straße nach Paraggi und das Castello aus dem 16. Jahrhundert.

Strände und Baden

Beim Baden solltest du wissen, worauf du dich einlässt: Die Strände in Santa Margherita Ligure bestehen überwiegend aus Kies und grobem Kiesel, nicht aus Sand. Große Teile der Uferzone gehören zu privaten Bagni mit Liegen, Sonnenschirmen und Umkleiden, dazwischen liegen kleinere freie Abschnitte wie der Strand bei der Punta Pedale und die Buchten Richtung Ghiaia. Badeschuhe sind eine sinnvolle Anschaffung, dafür ist das Wasser klar und wird schnell tief.

Die bekannteste Ausnahme liegt auf halbem Weg nach Portofino: die Baia di Paraggi, eine kleine Bucht mit hellem Sandgrund, in der das Wasser smaragdgrün leuchtet. Sie ist einer der wenigen echten Sandstrände der Riviera di Levante, allerdings weitgehend von exklusiven Strandbädern belegt, der frei zugängliche Streifen ist schmal. Wer früh kommt, hat die besseren Karten. Einen Überblick über die Küstenabschnitte der Region findest du auf unserer Seite zu den Stränden in Ligurien.

Portofino und San Fruttuoso

Portofino liegt rund fünf Kilometer westlich und ist auf drei Wegen zu erreichen: mit dem Ausflugsboot vom Hafen, mit dem Linienbus entlang der Küstenstraße oder zu Fuß über die Passeggiata, die als "Weg der Küsse" bekannt ist und dicht am Wasser entlangführt. Der Ort selbst ist winzig, eine Handvoll Häuser um die Piazzetta, dazu die Kirche San Giorgio und das Castello Brown über dem Hafen. Unterkünfte sind dort teuer, ein halber Tag reicht, und wohnen lässt es sich in Santa Margherita deutlich günstiger.

Auf der Westseite der Halbinsel liegt die Bucht von San Fruttuoso mit der Benediktinerabtei aus dem 10. Jahrhundert und dem Wachturm der Familie Doria. Die Bucht ist nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar. Vor der Küste steht in etwa 15 Metern Tiefe die Bronzestatue Cristo degli Abissi, 1954 im Gedenken an einen verunglückten Taucher versenkt. Das Meeresschutzgebiet Portofino ist entsprechend beliebt bei Tauchern.

Wandern im Parco di Portofino

Der Regionale Naturpark Portofino überzieht die Halbinsel mit einem dichten, gut markierten Wegenetz. Von Santa Margherita Ligure führen Wege über Nozarego und San Rocco hinauf in die Macchia aus Steineichen, Pinien und Erdbeerbäumen, oben öffnen sich Blicke auf beide Seiten der Halbinsel. Der bekannteste Abschnitt verbindet Portofino mit San Fruttuoso, gut vier Kilometer über Oliventerrassen und schattige Waldpfade, teils steil und mit Stufen.

Beliebt ist die Kombination aus Hinweg zu Fuß und Rückfahrt mit dem Boot. Feste Schuhe und ausreichend Wasser gehören dazu, im Hochsommer startest du besser früh am Morgen.

Ausflüge in die Umgebung

Rapallo ist die größere Nachbarstadt im Osten und lässt sich in wenigen Minuten mit Bus oder Bahn erreichen. Von dort bringt dich eine Seilbahn hinauf zum Wallfahrtsort Montallegro mit weitem Blick über den Golf. Auf der anderen Seite der Halbinsel liegt das Fischerdorf Camogli mit seinen hohen, farbigen Häuserfronten, von dessen Hafen ebenfalls Boote nach San Fruttuoso ablegen.

Genua erreichst du mit dem Regionalzug in gut einer halben Stunde: Altstadt, Aquarium und die Palazzi dei Rolli an der Via Garibaldi füllen leicht einen ganzen Tag. Nach Osten führt dieselbe Bahnlinie zu den fünf Dörfern der Cinque Terre, die im Sommer auch per Ausflugsboot angefahren werden. Dazwischen liegt Sestri Levante mit seiner Baia del Silenzio.

Anreise und beste Reisezeit

Santa Margherita Ligure hat einen eigenen Bahnhof an der Küstenlinie von Genua nach La Spezia, dort halten Regionalzüge und ein Teil der Fernzüge. Damit kommst du ohne Auto aus, denn Bus und Boot decken die Umgebung ab. Mit dem Auto fährst du über die Autobahn A12 Genua bis La Spezia und nimmst die Ausfahrt Rapallo, von dort sind es wenige Kilometer über die Küstenstraße. Der Flughafen Genua liegt etwa 40 Kilometer entfernt. Beachte, dass Parkplätze im Ort knapp sind und viele Hotels nur begrenzt eigene Stellplätze haben.

Aus der Schweiz ist die Anreise besonders kurz: über den Gotthard oder den San Bernardino Richtung Mailand und weiter nach Genua sind es ab Zürich grob gerundet rund 450 Kilometer. Auch mit der Bahn geht es umsteigefreundlich über Mailand und Genua. Aus Österreich führt der übliche Weg über den Brenner nach Verona und dann über die Po-Ebene Richtung Genua. In der Schweiz und in Österreich brauchst du eine Vignette, in Italien selbst wird auf den Autobahnen Streckenmaut an Mautstationen kassiert.

Die Badesaison am Tigullio reicht üblicherweise von Mai bis in den September, am wärmsten ist das Meer im Juli und August. Diese beiden Monate sind zugleich die vollsten, vor allem an den Wochenenden, wenn Tagesgäste aus Mailand und Genua kommen. Angenehm sind Juni und September mit warmem Wasser und spürbar mehr Ruhe. Für Wanderungen im Parco di Portofino eignen sich Frühjahr und Herbst am besten, wenn es nicht zu heiß ist.

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Über den Autor

Jürgen Lex

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Weingüter

Jürgens Liebe zu Italien begann bereits in der Kindheit mit den alljährlichen Ferien in Lido di Jesolo. Seither hat er das Land von den Dolomiten bis in den tiefen Süden bereist, doch seine Neugier ist bis heute ungebrochen. Abseits der bekannten Routen entdeckt er immer wieder neue Lieblingsorte. Und an einem interessanten Weingut führt für ihn kaum ein Weg vorbei.

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Santa Margherita Ligure: Häufige Fragen

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Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Santa Margherita Ligure?
Zu den bekanntesten zählen Chiesa del Gesù (Genua), Le Strade Nuove und Aquarium Genua. Die vollständige Übersicht findest du im Abschnitt Sehenswürdigkeiten.
Wann ist die beste Reisezeit für Santa Margherita Ligure?
Zum Baden ist Juli bis September die richtige Zeit, dann ist das Wasser warm genug. Für Besichtigungen und Wanderungen sind April bis Juni sowie September bis November angenehmer. Im Hochsommer erreichen die Tageshöchstwerte bis zu 28 Grad.
Wie reist man nach Santa Margherita Ligure an?
Die meisten Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen mit dem eigenen Auto. Wer fliegen möchte, nutzt den nächstgelegenen Flughafen Genua (GOA) und fährt von dort mit Bahn, Bus oder Mietwagen weiter.
Wie viele Tage sollte man für Santa Margherita Ligure einplanen?
Für die wichtigsten Höhepunkte solltest du zwei bis drei Tage einplanen. Wer auch die Umgebung erkunden möchte, bleibt gern länger.
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