Burrata, Käse | italien.de

Burrata

Burrata – Köstliches Käse-Säckchen mit zart schmelzendem Kern

Die süditalienische Burrata ist dem bekannteren Mozzarella-Käse ähnlich. Genau wie dieser, wird sie nach dem Filata-Verfahren hergestellt, bei dem man die Käsemasse erhitzt und zu Fäden zieht. Anders als für den berühmten Verwandten, für den häufig Büffelmilch Verwendung findet, wird Burrata aber in der Regel aus Kuhmilch produziert.

Sahnig-süße Füllung

Burrata heißt in der deutschen Übersetzung „gebuttert“. Der Name weist auf eine Besonderheit der 44-prozentigen Frischkäse-Spezialität hin: Ihre cremige, leicht süßliche Füllung aus Sahne und Käsefasern. Schneidet man die Burrata an, zerfließt ihr Kern auf dem Teller.

Traditionelles Herstellungsverfahren

Die Milch für die Burrata-Produktion erhitzt man zunächst auf circa 35 Grad und legt sie durch Zugabe von Lab dick. Der Käsebruch wird von der Molke getrennt. Sobald er fest genug ist, wird er in heißes Salzwasser gegeben, gezogen, zu einem Säckchen geformt und mit Sahne und Käsefasern gefüllt. Oben wird das Ganze dann mit einer Schnur verschlossen. Danach kühlt man den Käse in kaltem Wasser ab. Für den Verkauf gibt man ihn entweder in ein Gefäß mit Salzlake oder verpackt ihn in grüne Kunststoffblätter. Diese lehnen sich an eine historische Aufbewahrungsart an, für die Pflanzenblätter (Affodill-Gewächse) Verwendung fanden.

Aus der Not geboren

Erfunden wurde die Burrata erst Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts von einem Milchbauern im süditalienischen Andria. Als der Landwirt seine Milch und Sahne witterungsbedingt einmal nicht ausliefern konnte, machte ihn die Not erfinderisch: Kurzerhand füllte er die süße Sahne in gezogene Käsemasse und verschloss das Säckchen, um das Produkt vor dem schnellen Verderb zu bewahren. Die Burrata war erfunden.

Verzehrsempfehlung

Die sahnig-frische Burrata kann auf ähnliche Weise genossen werden wie Mozzarella: Zum Beispiel mit Brot, in einem Salat, mit Tomaten oder auch warm, auf Pizza oder mit Pasta. Wichtig ist es, die Burrata stets frisch zu verzehren, denn sie ist nicht lange haltbar.

 

Es gibt den Käse in den Sorten Burrata Pugliese und Burrata di Andria. Letztere ist als Herkunftsbezeichnung (g.g.A.) geschützt.