Anreise nach Italien
italien.de

Anreise nach Italien

Auto, Zug, Flieger oder Fähre: So kommst du am besten nach Italien, je nach Ziel und Budget.

Ob mit dem Auto über den Brenner, im Nachtzug nach Mailand, per Billigflieger an die Adria oder mit der Fähre nach Sardinien: Nach Italien führen viele Wege, und welcher der richtige ist, hängt von deinem Reiseziel, dem Budget und der Zeit ab, die du unterwegs verbringen möchtest. Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Verkehrsmittel für die Anreise nach Italien im Überblick, mit aktuellen Infos zu Flug, Bahn, Bus und Auto sowie zu Maut, Vignetten und der Überfahrt auf die Inseln.

Verkehrsmittel im Überblick

  • Flugzeug (Tempo hoch): Am schnellsten, oft am günstigsten. 1 bis 2 Std. Flugzeit, ideal für Rom, Neapel und den Süden. Vor Ort meist Mietwagen.
  • Bahn (Komfort hoch): Entspannt ohne eigenes Auto. Nachtzug ÖBB Nightjet spart Urlaubszeit; Sparpreis Europa ab 39 €, Kinder unter 15 frei.
  • Fernbus (Preis niedrig): Oft am günstigsten. Flixbus verbindet viele Städte, dafür Zeit und Geduld bei Staus einplanen.
  • Auto (Maut & ZTL): Am flexibelsten vor Ort. Maut und Vignetten einplanen; in den Städten auf gesperrte ZTL-Zonen achten.
  • Fähre (Auto an Bord): Der Weg mit eigenem Auto nach Sardinien und Sizilien. Überfahrt von 20 Minuten bis zu einer ganzen Nacht.

Mit dem Flugzeug

Von Deutschland aus gibt es, saisonabhängig, eine Vielzahl von Flugverbindungen zu diversen italienischen Flughäfen. Die durchschnittlichen Flugzeiten von Direktflügen liegen je nach Abflug- und Zielort zwischen ca. 1 und 2 Stunden. Da von vielen deutschen Flughäfen inzwischen auch Billigflieger Italien anfliegen, ist die Anreise per Flugzeug häufig sogar preisgünstiger als mit anderen Verkehrsmitteln; von der Zeitersparnis ganz abgesehen.

Mit der Bahn

Mit ihrem „Sparpreis Europa" Angebot bietet sich die Deutsche Bahn AG durchaus als Alternative zu anderen Verkehrsmitteln für eine Reise nach Italien an. Zu Ticketpreisen ab 39 € in der 2. Klasse (bei Aktionen bereits ab 19 €) und 59 € in der 1. Klasse gibt es ab München täglich fünf Direktverbindungen, sowie diverse Umsteigeverbindungen aus ganz Deutschland zu verschiedensten Zielen in Italien. Inhaber der Bahncard 25 erhalten zusätzlich 25 % Rabatt, und für Familien interessant: Kinder unter 15 Jahren reisen kostenlos mit.

Für die Langstrecke lohnt der Nachtzug: entspannt über Nacht anreisen und wertvolle Urlaubszeit sparen. Den früheren City Night Line gibt es seit 2016 nicht mehr, seine Nachfolge hat der ÖBB Nightjet angetreten, der unter anderem München und Wien mit Mailand, Verona, Venedig, Bologna, Florenz und Rom verbindet. Gebucht wird über die ÖBB oder die Deutsche Bahn, Frühbucher reisen deutlich günstiger. Weitere Infos und tagesaktuelle Preise gibt es bei bahn.de.

Tipp: Vergleiche Bahn, Bus und Flug für deine Strecke vorab mit einem Reiseportal wie Omio, so findest du schnell die günstigste Option.

Innerhalb Italiens konkurrieren zwei Unternehmen um Fahrgäste. Trenitalia, die staatliche Eisenbahngesellschaft, bietet ein weit ausgebautes Streckennetz, über das fast alle Ziele etwa alle zwei bis drei Stunden angefahren werden. Die Züge sind allerdings häufig schon betagt, und insbesondere bei den Regionalbahnen sollte man nicht in Eile sein, weil diese in annähernd jedem Ort anhalten. Bei Umsteigeverbindungen immer ein ausreichendes Zeitpolster einplanen, denn pünktliche An- und Abfahrtszeiten sind eher die Ausnahme. Reiseplanung und Tickets bei Trenitalia.

Italo, die private Eisenbahngesellschaft, ist mit ihren neuen und sehr komfortablen Hochgeschwindigkeitszügen, trotz des meist etwas höheren Fahrpreises, oft die bessere Wahl. Mit dem Italo geht es zum Beispiel in rund drei Stunden von Mailand nach Rom, in der Businessclass inklusive Gourmetmenü. Das Streckennetz ist allerdings noch begrenzt. Infos zum Streckennetz und zu den Tickets gibt es direkt bei Italo.

Mit dem Bus

Auch mit dem Fernbus lässt sich Italien erreichen. Zur Hauptreisezeit lassen sich die üblichen Staus damit allerdings nicht vermeiden, während die Fluggesellschaften, insbesondere die Billiganbieter, mit Schnäppchentickets konkurrieren. Der frühere Anbieter Eurolines ist inzwischen in Flixbus aufgegangen, der wichtigste Fernbus nach Italien ist heute Flixbus mit einem dichten Streckennetz und einfacher Online-Buchung.

Mit dem Auto

Die Kosten für eine Anreise mit dem Auto lassen sich nicht pauschal beantworten. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob die Reise beispielsweise von Hamburg nach Reggio Calabria (rund 2.400 km und etwa 24 Stunden reine Fahrzeit) oder von Rosenheim nach Bozen (rund 200 km und keine drei Stunden) geht. Während sich die Kraftstoffkosten anhand von Verbrauch und Streckenlänge selbst berechnen lassen, ist das bei der Maut schon schwieriger.

Aktuelle Mautgebühren und Vignetten

Vignette Österreich: erhältlich bei fast allen grenznahen Tankstellen oder vorab im ADAC-Onlineshop. Angeboten als 10-Tages-, 2-Monats- und Jahresvignette sowie als digitale Vignette (an das Kennzeichen gebunden). Aktuelle Preise bei der ASFINAG oder im ADAC-Shop.

Brennerautobahn: streckenabhängige Maut je Richtung, zahlbar bar, per Karte oder vorab als Videomaut. Aktueller Tarif beim Betreiber Autostrada del Brennero (A22).

Tipp: Vorab eine Videomautkarte der ASFINAG kaufen und an der Mautstelle Zeit sparen.

Vignette Schweiz: erhältlich bei fast allen grenznahen Tankstellen oder vorab im ADAC-Onlineshop. Nur als Jahresvignette erhältlich (Klebe- oder digitale E-Vignette). Aktueller Preis bei der Schweizer Zollverwaltung oder im ADAC-Shop.

Maut Italien: streckenabhängig, individuell über einen Mautrechner zu ermitteln. Die wichtigen Verkehrsregeln Italiens und weitere Tipps findest du in unserer Übersicht zu den Verkehrsregeln in Italien.

Einen Vergleich der Verkehrsmittel Bus, Bahn und Flug für deine konkrete Strecke bietet das Reiseportal Omio (früher GoEuro). Dort siehst du auf einen Blick, welche Verbindung am schnellsten oder günstigsten ist.

Mietwagen für die Zeit vor Ort

Wer fliegt oder abseits der Bahnlinien flexibel bleiben will, ist mit einem Mietwagen am mobilsten, gerade auf Sardinien, in Apulien oder der Toskana. Vergleiche die Angebote der Vermieter für deinen Zielort und Reisezeitraum.

Mietwagen für Italien vergleichen

Anzeige · Vergleich über CHECK24. Buchst du darüber, erhält italien.de eine Provision, für dich ohne Aufpreis.

Welches Verkehrsmittel passt zu dir?

Die beste Anreise hängt vor allem davon ab, wohin es geht und was dir wichtiger ist: Tempo, Preis oder Flexibilität vor Ort. Grobe Faustregel: Für Norditalien (Gardasee, Südtirol, Mailand, Venedig, Toskana) sind Auto und Bahn oft die entspannteste Wahl. Je weiter es in den Süden geht (Rom, Neapel, Kalabrien, Apulien), desto mehr spielt der Flug seine Zeitvorteile aus. Für Sardinien und Sizilien führt der Weg über den Flughafen oder die Fähre.

  • Am schnellsten: das Flugzeug, mit rund 1 bis 2 Stunden Flugzeit ab Deutschland.
  • Am flexibelsten vor Ort: das eigene Auto, dafür Maut, Sprit und lange Fahrzeiten einplanen.
  • Oft am günstigsten: Fernbus oder Billigflug bei früher Buchung.
  • Entspannt ohne eigenes Auto: die Bahn, auf Wunsch als Nachtzug mit Übernachtung.
  • Für Sardinien und Sizilien: Flug oder Fähre.

Anreise auf die Inseln: Fähren nach Sardinien und Sizilien

Für eine Reise nach Sardinien oder Sizilien hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten: fliegen oder die Fähre nehmen. Wer ohne eigenes Auto reist, ist mit dem Flug meist am schnellsten. Sardinien wird über die Flughäfen Cagliari, Olbia und Alghero angeflogen, Sizilien über Palermo und Catania.

Möchtest du dein eigenes Auto oder Wohnmobil mitnehmen, ist die Fähre die richtige Wahl. Nach Sardinien fahren Fähren vor allem ab Genua, Livorno und Civitavecchia, dem Fährhafen von Rom. Je nach Route dauert die Überfahrt zwischen rund fünf Stunden und einer ganzen Nacht. Sizilien ist über die Meerenge von Messina angebunden: Ab Villa San Giovanni in Kalabrien setzt die Autofähre in nur etwa 20 bis 30 Minuten über, außerdem gibt es längere Verbindungen zum Beispiel ab Neapel oder Genua. Zu den wichtigsten Reedereien gehören GNV, Grimaldi Lines, Moby, Tirrenia und Corsica Sardinia Ferries.

Mit dem eigenen Auto übersetzen? Vergleiche Preise, Reedereien und Abfahrtszeiten direkt für deine Route.

Fähren nach Sardinien vergleichen Fähren nach Sizilien vergleichen

Tipp: In der Hauptsaison, besonders rund um Ferragosto Mitte August, sind die Autofähren früh ausgebucht. Wer mit dem Fahrzeug übersetzen will, sollte die Überfahrt möglichst lange im Voraus reservieren.

Praktische Tipps für die Anreise mit dem Auto

Wer mit dem Auto nach Italien fährt, sollte ein paar Dinge vorab klären, damit die Fahrt entspannt bleibt.

Achtung, ZTL-Zonen: Viele italienische Innenstädte sind als Zona a Traffico Limitato (ZTL) für Ortsfremde gesperrt. Fährst du unerlaubt hinein, drohen automatische Bußgelder per Kamera. Parke am besten außerhalb und nutze für die letzten Meter Bus, Bahn oder ein Park-and-Ride-Angebot.

  • Vignette nicht vergessen: Wer über Österreich fährt, braucht die österreichische Vignette, die du inzwischen bequem digital kaufen kannst; auf der Brennerautobahn kommt zusätzlich eine streckenabhängige Maut dazu. Bei der Route über die Schweiz ist die Schweizer Autobahnvignette Pflicht, die immer für ein ganzes Jahr gilt.
  • Brenner-Stau rund um die Ferienzeiten: Die Brennerroute ist die wichtigste Nord-Süd-Achse und entsprechend voll. Zum Ferienbeginn, an Wochenenden und besonders rund um Ferragosto Mitte August staut es sich regelmäßig. Wer kann, fährt früh morgens oder unter der Woche.
  • Licht, Warnwesten und Co.: In Italien gelten eigene Vorschriften, etwa zur Lichtpflicht außerorts und zur Ausstattung des Fahrzeugs. Die wichtigsten Punkte findest du in unserer Übersicht zu den Verkehrsregeln in Italien.

Tempo, Bußgelder und Sicherheit auf der Straße

Ein paar Regeln werden in Italien konsequent kontrolliert und können sonst schnell teuer werden.

  • Tempolimits und Tutor: Auf der Autobahn gelten 130 km/h (bei Nässe 110), auf Landstraßen 90 und innerorts 50. Neben festen Blitzern (Autovelox) misst das System Tutor auf vielen Abschnitten die Durchschnittsgeschwindigkeit über eine ganze Strecke, nicht nur an einem Punkt. Kurz vom Gas gehen und danach wieder beschleunigen bringt dort nichts.
  • Bußgelder kommen nach Hause: Verkehrsstrafen ab etwa 70 Euro werden auch in Deutschland vollstreckt, ZTL- und Tempo-Bescheide erreichen dich oft erst Monate später per Post. Wer innerhalb von fünf Tagen zahlt, bekommt meist rund 30 Prozent Rabatt.
  • Vorsicht an Raststätten: An Autobahn-Raststätten häufen sich Trickdiebstähle. Eine gängige Masche: Fremde weisen auf einen angeblich platten Reifen hin und bestehlen dich, während du nachsiehst. Lass Wertsachen nie sichtbar im Auto liegen und bleib bei solchen Hinweisen misstrauisch.

Gut geplant nach Italien

Vom richtigen Verkehrsmittel bis zur besten Reisezeit: Mit der passenden Planung wird die Anreise entspannt und du kommst günstiger ans Ziel.

Die wichtigste Nord-Süd-Achse ist die Autostrada del Sole, die A1 von Mailand über Bologna und Florenz bis Neapel. Zwischen Bologna und Florenz hast du die Wahl zwischen der kurvigen alten Trasse und der schnelleren Variante di Valico. Zum Planen findest du bei uns auch kostenlose Landkarten zum Download.

Wenn nach der Reise Post aus Italien kommt: Ein Bußgeld aus Italien ist in Deutschland ab 70 Euro vollstreckbar, und für die ZTL in den Altstädten gilt das besonders oft.

Reiseziele Unterkünfte