
Weihnachten in Italien ist ein Familienfest und dauert vom 8. Dezember bis zum 6. Januar. Im Mittelpunkt stehen die Krippe (Presepe), ein festliches Essen mit Panettone und Pandoro und die Mitternachtsmesse an Heiligabend. Die Geschenke bringt meist am 25. Dezember das Christkind, ein zweites Mal am 6. Januar die gute Hexe Befana.
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Weihnachten ist in Italien eines der wichtigsten Feste des Jahres und wird ganz in der Familie gefeiert. Eine einheitliche Tradition gibt es nicht, denn anders als in Deutschland läuft das Fest regional und von Familie zu Familie sehr unterschiedlich ab. Gemeinsam sind fast allen aber die Krippe im Wohnzimmer, ein großes Festessen und der Gang zur Kirche.
Schon Wochen vorher schmücken die Städte ihre Plätze mit Lichterketten und Weihnachtsbäumen. Seit einigen Jahrzehnten gehört auch daheim ein Christbaum dazu, oft ein lebender Baum mit Wurzeln im Topf statt eines gefällten. Er bleibt bis zum 6. Januar stehen, dem offiziellen Ende der Weihnachtszeit. Am ersten Weihnachtstag ist der Segen „Urbi et orbi" des Papstes, gesprochen vom Balkon des Petersdoms in Rom, für viele ein fester Termin, live im Fernsehen übertragen.
Der eigentliche Feiertag ist der 25. Dezember, nicht der Heilige Abend. Der 24. gilt in Italien als Weihnachtsvorabend (Vigilia) und hat eine geringere Bedeutung als bei uns. Man trifft sich abends zu einem traditionellen, meist fleischlosen Essen, und erst um Mitternacht beginnt mit der Mitternachtsmesse das eigentliche Weihnachtsfest.
In Rom werden am 24. Dezember zum Auftakt der Feierlichkeiten Kanonenschüsse von der Engelsburg (Castel Sant'Angelo) abgefeuert. Der große Familientag mit dem Festessen folgt dann am 25. Dezember. Der Weihnachtsgruß lautet überall „Buon Natale".
Kulinarisch fällt Weihnachten in Italien regional sehr unterschiedlich aus, zum süßen Abschluss gehören aber fast überall Panettone und Pandoro, oft mit Mascarponecreme und dazu Spumante. Ein einziges landesweites Weihnachtsgericht gibt es dagegen nicht.
Die wichtigsten regionalen Unterschiede im Überblick:
Zur Unterhaltung wird nach dem Essen gern gespielt: Traditionell sammeln viele das ganze Jahr Kleingeld, um es an Weihnachten mit der Familie zu verzocken. Bei der Tombola, einer Art Bingo, zieht man Zahlen aus einem Säckchen, und wer als Erster seine Karte voll hat, gewinnt.
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Die schönsten Krippen findest du in Neapel, die stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte in Südtirol. Die Krippe (Presepe) ist das Herzstück der italienischen Weihnacht, und ihre Hauptstadt ist Neapel: In der engen Gasse Via San Gregorio Armeno reihen sich das ganze Jahr über die Werkstätten der Krippenbauer aneinander, die ihre Figuren von Hand fertigen.
Ihren Ursprung hat die Tradition in Latium, wo der heilige Franziskus 1223 im Bergdorf Greccio die erste lebende Krippe der Geschichte nachstellte. Bis heute führen viele Orte solche Presepe viventi mit echten Menschen und Tieren auf.
Bei den Märkten führt kein Weg an den Christkindlmärkten in Südtirol vorbei. In Bozen verwandelt sich der Waltherplatz schon ab Ende November in ein Lichtermeer, dazu duftet es nach Glühwein, Lebkuchen und Zelten, dem Südtiroler Früchtebrot. Auch Meran, Brixen, Bruneck und Sterzing gehören zu den fünf Original Südtiroler Christkindlmärkten. Weiter südlich lockt Trient mit seinem Mercatino di Natale, und in Rom stimmt der traditionelle Markt auf der Piazza Navona mit Süßigkeiten und Befana-Figuren auf das Fest ein. Alle großen Märkte zwischen Alpen und Sizilien haben wir in der Übersicht der Weihnachtsmärkte in Italien zusammengestellt.
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La Befana ist eine gute Hexe, die in der Nacht auf den 6. Januar, den Dreikönigstag, auf ihrem Besen von Haus zu Haus fliegt und den Kindern Geschenke bringt. Sie füllt Strümpfe mit Süßigkeiten, artige Kinder bekommen Naschwerk, weniger artige symbolisch ein Stück „Kohle" aus schwarzem Zucker.
Ursprünglich war die Befana am Dreikönigstag die Einzige, die Geschenke brachte. Heute werden italienische Kinder oft zweimal beschenkt: Am 25. Dezember stellt das Christkind (Gesù Bambino) die Geschenke unter den Baum, in weniger religiösen Familien übernimmt das der Babbo Natale, der sich am amerikanischen Santa Claus orientiert. In weiten Teilen Norditaliens kommt außerdem schon am 13. Dezember Santa Lucia und ist dort wichtiger als der Nikolaus.
Die italienische Weihnachtszeit beginnt am 8. Dezember mit Mariä Empfängnis (Immacolata) und endet erst am 6. Januar mit dem Dreikönigstag. An diesem ersten Tag stellen viele Familien die Krippe auf, das Jesuskind wird aber erst an Heiligabend hineingelegt.
In diesen Wochen sind Städte wie Rom festlich geschmückt und die Weihnachtsmärkte geöffnet. Die schönste Stimmung erlebst du zwischen dem zweiten Adventswochenende und Heiligabend. Wer bis ins neue Jahr bleibt, feiert auch noch Silvester in Italien mit. Einen Überblick über alle wichtigen Termine gibt unsere Seite zu den Feiertagen in Italien.
Beide. Am 25. Dezember bringt traditionell das Christkind (Gesù Bambino) die Geschenke, in vielen Familien inzwischen auch der Babbo Natale. Ein zweites Mal beschenkt die gute Hexe Befana die Kinder in der Nacht auf den 6. Januar.
Der Panettone stammt aus Mailand und enthält Rosinen und kandierte Früchte. Der Pandoro kommt aus Verona, ist sternförmig, ohne Früchte und wird mit Puderzucker bestäubt. Beide sind luftige Hefekuchen und gehören in ganz Italien zum Weihnachtsfest.
Der eigentliche Feiertag ist der 25. Dezember mit dem großen Familienessen. Der 24. Dezember gilt als Vorabend (Vigilia) mit einem meist fleischlosen Essen und der Mitternachtsmesse, hat aber weniger Gewicht als in Deutschland.
Traditionell ein fleischloses Essen. Vor allem im Süden dreht sich die Vigilia um den Fisch: Baccalà (gesalzener Kabeljau) und mehrere Fischgänge, bekannt als „Fest der sieben Fische". Zum süßen Abschluss gibt es fast überall Panettone oder Pandoro.
Der 6. Januar, der Dreikönigstag (Epifania). An diesem Tag bringt die Befana ihre Geschenke, und die Weihnachtszeit endet offiziell. Erst dann werden Krippe und Christbaum wieder abgebaut.
Am bekanntesten sind die Christkindlmärkte in Südtirol, allen voran Bozen mit seinem Markt auf dem Waltherplatz, dazu Meran, Brixen, Bruneck und Sterzing. Weiter südlich lohnen sich Trient und der Markt auf der Piazza Navona in Rom.
„Buon Natale". Möchtest du allen ein frohes Fest wünschen, sagst du „Buon Natale a tutti". Für die Feiertage insgesamt passt auch „Buone Feste".