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Die italienische Sprache: Wissenswertes zu Herkunft, Dialekten und nützlichen Vokabeln. Ein Überblick für Italien-Reisende und Sprachbegeisterte.

Welche Sprache spricht man in Italien?

Die Amtssprache Italiens ist Italienisch. Konkret handelt es sich um das Standarditalienisch, das auf dem toskanischen Dialekt beruht, genauer auf dem Florentiner Italienisch der großen Dichter wie Dante Alighieri. Auf dieser Grundlage verständigen sich landesweit rund 60 Millionen Menschen, in Schule, Medien und Beruf. Für dich als Reisende bedeutet das: Mit dem Italienisch aus dem Sprachführer kommst du von den Alpen bis Sizilien überall zurecht. Regional klingt die Sprache allerdings sehr unterschiedlich, und im Alltag mischt sich oft der örtliche Dialekt hinein.

Dialekte und Regionalsprachen

Italien ist ein Land der Dialekte, und viele davon sind weit mehr als nur ein Akzent. Neapolitanisch, Sizilianisch, Venezianisch, Lombardisch oder Piemontesisch unterscheiden sich in Wortschatz und Aussprache so stark vom Standarditalienisch, dass Sprachwissenschaftler sie häufig als eigenständige romanische Sprachen einordnen. Ein Neapolitaner und ein Venezianer würden sich in ihrem jeweiligen Dialekt kaum verstehen. Diese Vielfalt hat historische Wurzeln, denn Italien wurde erst 1861 geeint und bestand zuvor aus vielen kleinen Staaten. Bis heute pflegen die Menschen ihren Dialekt mit Stolz, in Neapel ebenso wie in Venedig. Gegenüber Reisenden wechseln aber fast alle ganz selbstverständlich ins Standarditalienisch.

Minderheitensprachen und Mehrsprachigkeit

Neben dem Italienischen gibt es mehrere anerkannte Minderheitensprachen, die regional sogar Amtssprache sind. In Südtirol ist Deutsch dem Italienischen gleichgestellt, in mehreren Dolomitentälern kommt Ladinisch hinzu. Im Aostatal im Nordwesten ist Französisch zweite Amtssprache. Auf Sardinien sprechen viele Menschen Sardisch, das als eigene romanische Sprache gilt. Weitere Sprachinseln bilden das Friaulische und die slowenischsprachigen Gebiete im Nordosten sowie kleinere albanisch, griechisch oder okzitanisch geprägte Ortschaften im Süden. Diese Mehrsprachigkeit macht Italien kulturell besonders bunt, und in Südtirol etwa sind Ortsschilder und Speisekarten meist zweisprachig gehalten.

Regionen mit eigener Sprache

Kommt man in Italien mit Englisch oder Deutsch durch?

In touristischen Zentren kommst du mit Englisch meist gut zurecht. In Hotels, an Sehenswürdigkeiten und in den Restaurants größerer Städte wie Rom, Florenz oder Venedig ist Englisch weit verbreitet, teils auch Deutsch, vor allem in Südtirol, am Gardasee und an der oberen Adria. Auf dem Land, in kleinen Trattorien und im Süden sieht es dagegen oft anders aus, dort sprechen viele Menschen ausschließlich Italienisch. Ein paar Brocken Italienisch öffnen dann überall Türen und werden herzlich aufgenommen, selbst wenn die Aussprache noch holprig ist. Schon ein freundliches „Buongiorno" macht den ersten Eindruck spürbar sympathischer.

Nützliche italienische Wörter und Redewendungen für die Reise

Mit diesen Wörtern und Sätzen meisterst du die wichtigsten Alltagssituationen im Urlaub. Sie sind schnell gelernt und sorgen fast immer für ein Lächeln:

  • Buongiorno: Guten Tag / Guten Morgen
  • Buonasera: Guten Abend
  • Grazie: Danke
  • Prego: Bitte (als Antwort) / Gern geschehen
  • Per favore: Bitte (bei einer Bitte)
  • Scusi: Entschuldigung (höfliche Form)
  • Quanto costa?: Wie viel kostet das?
  • Un caffè, per favore: Einen Kaffee (i.d.R. Espresso), bitte
  • Il conto, per favore: Die Rechnung, bitte
  • Dov'è …?: Wo ist …?
  • Parla tedesco o inglese?: Sprechen Sie Deutsch oder Englisch?

Noch mehr Wortschatz? Ein kompakter Sprachführer bringt dich im Urlaub sicher durch Alltag, Restaurant und Einkauf.

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Die richtige Aussprache lernen

Italienisch wird weitgehend so gesprochen, wie es geschrieben steht, doch einige Buchstabenkombinationen haben ihre eigenen Regeln. Ob das „c" vor „e" und „i" weich wird, wie du „gli", „gn" oder „sc" richtig aussprichst und wo die Betonung liegt, erfährst du kompakt auf unserer Seite zur italienischen Aussprache. Und wenn du danach noch mehr über Land und Leute wissen möchtest, lohnt sich ein Blick auf die italienischen Feiertage.

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Über den Autor

Jürgen Lex

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Weingüter

Jürgens Liebe zu Italien begann bereits in der Kindheit mit den alljährlichen Ferien in Lido di Jesolo. Seither hat er das Land von den Dolomiten bis in den tiefen Süden bereist, doch seine Neugier ist bis heute ungebrochen. Abseits der bekannten Routen entdeckt er immer wieder neue Lieblingsorte. Und an einem interessanten Weingut führt für ihn kaum ein Weg vorbei.

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