Bologna
Emilia-Romagna

Bologna

Stadt der Arkaden und Sportwagen

Bologna: la dotta, la grassa, la rossa Bologna ist die Hauptstadt der Emilia-Romagna und liegt in der Poebene am Fuß des Apennin, zwischen den Flüssen Reno und Savena. Meer gibt es hier keins, dafür eine der besterhaltenen Altstädte Italiens, rund 40 Kilometer überdachte Gehwege allein im Zentrum und eine Küche, an der sich der Rest des Landes misst. Wer mit dem Zug durch Italien reist, kommt fast zwangsläufig hier durch: Bologna ist der wichtigste Eisenbahnknoten des Landes, von hier gehen die Schnellzugstrecken nach Mailand, Venedig, Florenz und Rom auseinander. Die Stadt trägt drei Beinamen, und alle drei erklären dir, warum sich ein Aufenthalt lohnt. La dotta, die Gelehrte, wegen der Universität von 1088, mit der die europäische Hochschulgeschichte überhaupt beginnt....
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Bologna: la dotta, la grassa, la rossa

Bologna ist die Hauptstadt der Emilia-Romagna und liegt in der Poebene am Fuß des Apennin, zwischen den Flüssen Reno und Savena. Meer gibt es hier keins, dafür eine der besterhaltenen Altstädte Italiens, rund 40 Kilometer überdachte Gehwege allein im Zentrum und eine Küche, an der sich der Rest des Landes misst. Wer mit dem Zug durch Italien reist, kommt fast zwangsläufig hier durch: Bologna ist der wichtigste Eisenbahnknoten des Landes, von hier gehen die Schnellzugstrecken nach Mailand, Venedig, Florenz und Rom auseinander.

Die Stadt trägt drei Beinamen, und alle drei erklären dir, warum sich ein Aufenthalt lohnt. La dotta, die Gelehrte, wegen der Universität von 1088, mit der die europäische Hochschulgeschichte überhaupt beginnt. La grassa, die Fette, wegen Tortellini, Mortadella und Ragù. La rossa, die Rote, wegen der ziegelroten Fassaden und Dächer, an denen sich das Stadtbild seit dem Mittelalter kaum geändert hat, und wegen der linken Stadtpolitik der Nachkriegszeit. Bologna ist keine Kulissenstadt für einen Fotostopp, sondern ein Ort, an dem gearbeitet, studiert und sehr ernsthaft gegessen wird. Zwei bis drei Tage sind ein guter Zuschnitt.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Bologna

Bologna lässt sich fast vollständig zu Fuß erkunden, und dank der Arkaden meist im Schatten oder Trockenen. Diese Sehenswürdigkeiten stehen bei einem ersten Besuch ganz oben, die meisten liegen im Umkreis von zwanzig Gehminuten um die Piazza Maggiore.

Die Zwei Türme Asinelli und Garisenda in Bologna
Die Zwei Türme Asinelli und Garisenda, das Wahrzeichen der Stadt.Foto: Dimitris Kamaras, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
Fontana del Nettuno an der Piazza Maggiore in Bologna
Der Neptunbrunnen von Giambologna an der Piazza Maggiore.Foto: Lary3lary, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Basilica di Santo Stefano (Sette Chiese) in Bologna
Basilica di Santo Stefano, der „Sette Chiese"-Komplex.Foto: Vanni Lazzari, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Portico di San Luca, überdachter Arkadengang in Bologna
Der Portico di San Luca, längster Arkadengang der Welt.Foto: Vanni Lazzari, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
  1. Piazza Maggiore. Der weite Hauptplatz und das Wohnzimmer der Stadt, gerahmt vom Palazzo d'Accursio, dem Palazzo del Podestà und dem Palazzo dei Banchi. Von hier aus beginnt jeder Rundgang.
  2. Basilica di San Petronio. Eine der größten Backsteinkirchen der Welt, seit 1390 gebaut und bis heute mit halb unvollendeter Fassade. Im Boden liegt die rund 67 Meter lange Meridianlinie, mit der Giovanni Cassini im 17. Jahrhundert den Lauf der Sonne vermaß.
  3. Fontana del Nettuno. Der bronzene Neptunbrunnen von Giambologna aus den 1560er Jahren, direkt neben der Piazza Maggiore und seit jeher der Treffpunkt der Bologneser.
  4. Due Torri: Asinelli und Garisenda. Die beiden schiefen Geschlechtertürme sind das Wahrzeichen der Stadt. Der 97 Meter hohe Asinelli war über 498 Stufen begehbar, ist wegen der Sicherungsarbeiten an der stark geneigten Garisenda aber derzeit geschlossen. Die Restaurierung ist offiziell bis 2028 angesetzt, den aktuellen Stand prüfst du am besten kurz vor der Reise.
  5. Portici, die Arkaden. Rund 62 Kilometer überdachte Gänge ziehen sich durch die Stadt, zwölf Abschnitte davon zählen seit 2021 zum UNESCO-Welterbe. Ein Bauwerk, das man nicht besichtigt, sondern einfach benutzt.
  6. Portico und Santuario di San Luca. Der längste durchgehende Arkadengang der Welt führt über 3.796 Meter und 666 Bögen den Hügel hinauf zur Wallfahrtskirche Madonna di San Luca, mit weitem Blick über die Poebene.
  7. Basilica di Santo Stefano. Der der Legende nach „Sette Chiese" genannte Komplex aus ineinander verschachtelten Kirchen, Höfen und Kapellen verschiedener Jahrhunderte, an einer der stimmungsvollsten Piazzas der Altstadt.
  8. Archiginnasio und Teatro Anatomico. Der erste feste Sitz der Universität, über und über mit Wappen bemalt. Kernstück ist der ganz mit Tannenholz verkleidete anatomische Hörsaal, erbaut 1637.
  9. Basilica di San Domenico. Grabkirche des Ordensgründers Dominikus. Am prunkvollen Sarkophag, der Arca di San Domenico, arbeitete als junger Mann auch Michelangelo mit.
  10. Santuario di Santa Maria della Vita. Hier steht das „Compianto sul Cristo morto" des Niccolò dell'Arca, eine Gruppe lebensgroßer Terrakottafiguren von erschütternder Ausdruckskraft.
  11. Quadrilatero. Das mittelalterliche Marktgeviert östlich der Piazza Maggiore, in dem sich Metzger, Fischhändler, Pasta- und Feinkostläden aneinanderreihen, dazwischen Theken für ein Glas Wein im Stehen.
  12. Finestrella di Via Piella. Ein kleines Fenster gibt den Blick auf einen der verborgenen Kanäle frei, an die Bologna einst gebaut war, das „kleine Venedig" der Stadt.
  13. Pinacoteca Nazionale. Die Gemäldegalerie im Universitätsviertel versammelt die Bologneser Schule von Guido Reni bis zu den Carracci und zeigt Raffaels „Heilige Cäcilia".
  14. Torre dell'Orologio. Der begehbare Uhrturm des Palazzo d'Accursio bietet derzeit den schönsten Blick über die roten Dächer, solange der Asinelli geschlossen ist.

Arkaden und Altstadt: Welterbe seit 2021

Die Portici, also die Arkadengänge, sind das Erkennungszeichen der Stadt. Sie entstanden ab dem 12. Jahrhundert, weil die wachsende Studentenschaft Wohnraum brauchte und die Bürger ihre Obergeschosse einfach über die Gasse hinaus vorbauten, gestützt auf Pfeiler. Am 28. Juli 2021 hat die UNESCO die Portici di Bologna als Welterbe eingetragen, und zwar nicht alle, sondern zwölf ausgewählte Abschnitte samt ihrem baulichen Umfeld. Insgesamt kommt das Stadtgebiet auf etwa 62 Kilometer Arkaden, rund 42 Kilometer davon liegen in der historischen Innenstadt. Praktisch heißt das: Du kannst bei Regen oder in der Mittagshitze halb Bologna durchqueren, ohne nass oder gar zu warm zu werden.

Herzstück ist die Piazza Maggiore mit dem Palazzo del Podestà, dem Palazzo Comunale und der Basilika San Petronio. Deren Bau begann 1390, geplant war sie größer als der Petersdom, gebaut wurde am Ende deutlich weniger, und die Fassade blieb unvollendet: unten Marmor, darüber nackter Backstein. Direkt nebenan steht der Neptunsbrunnen von Giambologna aus dem 16. Jahrhundert, der Treffpunkt schlechthin. Im 12. und 13. Jahrhundert standen in Bologna weit über hundert Geschlechtertürme, heute sind es noch etwa zwanzig. Die beiden bekanntesten, Asinelli und Garisenda, sind derzeit nicht zu besteigen: Die stark geneigte Garisenda ist wegen Einsturzgefahr eingerüstet und mit Stahlseilen gesichert, der Platz darunter ist seit 2023 gesperrt, und auch der 97 Meter hohe Asinelli mit seinen 498 Stufen ist deswegen geschlossen. Plane den Aufstieg also nicht fest ein, sondern prüfe den Stand kurz vor der Reise. Als Ersatz für den Blick über die roten Dächer wird derzeit der Uhrturm am Palazzo Comunale angeboten.

Die älteste Universität der Welt

Die Alma Mater Studiorum wird auf das Jahr 1088 datiert und gilt als älteste durchgehend bestehende Universität der Welt, nicht nur Italiens. Sie war eine Gründung der Studenten selbst, die sich zu Gemeinschaften zusammenschlossen und ihre Lehrer bezahlten. Das Wort universitas stammt aus genau diesem Zusammenhang. Später kamen Dante, Petrarca und Kopernikus hierher.

Das ist kein Museumsthema. Rund 90.000 Studierende prägen bis heute den Ton der Stadt, besonders im Viertel um die Via Zamboni mit dem Palazzo Poggi und der alten Anatomie im Archiginnasio, deren Hörsaal ganz mit Zedernholz verkleidet ist. Für dich als Gast heißt das: günstige Osterien, volle Plätze am Abend, ein Nachtleben, das nicht auf Touristen zugeschnitten ist, und außerhalb der Semesterferien eine Stadt, die spürbar wach ist.

Essen: Was in Bologna wirklich auf den Teller kommt

Der bekannteste Irrtum zuerst: Spaghetti Bolognese stammen nicht aus Bologna. In der Stadt selbst gilt die Kombination aus Spaghetti und Fleischsauce als Touristengericht, in guten Häusern findest du sie schlicht nicht auf der Karte. Das Original heißt Tagliatelle al ragù: breite Eierbandnudeln, weil die raue, poröse Oberfläche die Sauce hält, was runde Spaghetti nicht tun. Das Rezept für den Ragù alla bolognese hat die Bologneser Delegation der Accademia Italiana della Cucina 1982 notariell bei der örtlichen Handelskammer hinterlegt und 2024 in einer überarbeiteten Fassung erneut beurkundet. Ragù ist dort kein Hackfleischsugo in Tomatensauce, sondern langsam geschmortes Rindfleisch mit Pancetta, Soffritto, wenig Tomate, Wein und Milch.

Was du sonst probieren solltest:

  • Tortellini in brodo, winzige gefüllte Nudeln in klarer Fleischbrühe, das Festtagsgericht der Stadt, nicht in Sahnesauce
  • Mortadella di Bologna, die feine Brühwurst, von der sich der Name Baloney ableitet, hauchdünn geschnitten als Aperitivo
  • Lasagne verdi al forno mit grünen Spinatnudelplatten und Béchamel
  • Tigelle und Crescentine, kleine Fladen und frittiertes Brot, dazu Aufschnitt und Weichkäse
  • Parmigiano Reggiano aus der Nachbarschaft, gern in mehreren Reifestufen nebeneinander

Zum Einkaufen und Schauen gehst du ins Quadrilatero, das Gassengeviert östlich der Piazza Maggiore. Hier lagen im Mittelalter die Zünfte, heute reihen sich Metzger, Fischhändler, Pastaläden und Feinkostgeschäfte aneinander, dazwischen Theken, an denen man im Stehen ein Glas Pignoletto trinkt. Am dichtesten ist es am späten Vormittag und zur Aperitivo-Zeit.

Motoren: Bologna und die Motor Valley

Die Region zwischen Bologna, Modena und Maranello nennt sich Motor Valley, und die Zuordnung der Marken lohnt sich, weil sie oft durcheinandergeht. In Bologna selbst sitzt Ducati, im Stadtteil Borgo Panigale, mit Werk und Museum. Lamborghini hat Sitz und Museum in Sant'Agata Bolognese, etwa 30 Kilometer nordwestlich. Ferrari baut in Maranello bei Modena und zeigt dort das Museo Ferrari, ein zweites Haus, das Museo Enzo Ferrari, steht in Modena selbst. Maserati gehört ebenfalls nach Modena, nicht nach Bologna. Dazu kommen Pagani und die Rennstrecke von Imola.

Die Standorte liegen alle rund eine Autostunde auseinander, Bologna ist also ein brauchbares Quartier für ein oder zwei Museumstage. Wer sich weniger für Motoren als für Formen interessiert, findet in derselben Region einen guten Teil dessen, was italienisches Design ausmacht.

Ausflüge: San Luca, Modena, Ferrara, Ravenna

Der berühmteste Arkadengang führt aus der Stadt hinaus: Der Portico di San Luca zieht sich über 3.796 Meter und 666 Bögen den Colle della Guardia hinauf zur Wallfahrtskirche Madonna di San Luca. Der Weg ist ordentlich steil, die Aussicht über die Poebene entschädigt, und überdacht bist du auf der ganzen Strecke.

In der Umgebung erreichst du mit dem Zug in kurzer Zeit Ferrara mit seiner Renaissance-Stadtanlage, Ravenna mit den frühchristlichen Mosaiken, Parma für Schinken und Käse sowie Florenz, das mit dem Hochgeschwindigkeitszug unter 40 Minuten entfernt liegt. Damit lässt sich Bologna gut als Standort für eine ganze Woche nutzen, ohne das Hotel zu wechseln.

Anreise und beste Reisezeit

Aus Deutschland fährst du am bequemsten mit dem Zug über den Brenner: von München mit dem EuroCity nach Verona und dort weiter mit Frecciarossa oder Italo nach Bologna Centrale. Mit dem Auto sind es von München rund 700 Kilometer über Brenner und Verona, von Frankfurt oder Köln entsprechend mehr, gerechnet wird über Gotthard oder Brenner. Direktflüge nach Bologna gibt es ab mehreren deutschen Flughäfen.

Aus Österreich ist die Bahn besonders stark: Der ÖBB Nightjet von Wien Richtung Rom hält frühmorgens in Bologna, du steigst also praktisch ausgeschlafen mitten in der Stadt aus. Von Innsbruck geht es über den Brenner nach Verona und weiter, mit dem Auto sind es von Innsbruck rund 500 Kilometer.

Aus der Schweiz nimmst du den EuroCity durch den Gotthard nach Mailand und von dort den Schnellzug, der die Strecke Mailand bis Bologna in gut einer Stunde schafft. Mit dem Auto führt der Weg von Zürich über Gotthard und Mailand, von Genf über den Simplon oder den Großen Sankt Bernhard. Wer fliegt, landet am Flughafen Guglielmo Marconi nordwestlich der Stadt und nimmt die Hochbahn Marconi Express, die in gut sieben Minuten zum Hauptbahnhof fährt.

Die beste Reisezeit sind Frühjahr und Herbst, etwa April bis Juni und September bis Oktober. Dann ist es mild genug für lange Wege zu Fuß und die Stadt lebt im Takt des Semesters. Der Sommer in der Poebene wird heiß und schwül, viele Familienbetriebe schließen im August für ein paar Wochen. Der Winter ist kalt und oft neblig, hat aber seinen eigenen Reiz, weil dann Tortellini in brodo Saison haben und die Arkaden genau das leisten, wofür sie gebaut wurden.

Über den Autor

Marcus

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Küche

Marcus fährt seit 2002 mehrmals im Jahr nach Italien, vom Norden bis in den Süden, mit einer Schwäche für die Toskana rund um Siena und Florenz. Zu Hause steht er nach Nonna-Art am Herd, und über seine Carbonara lässt er nicht mit sich verhandeln.

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Informationen

Informationen über Bologna

Region Emilia-Romagna
Provinz Bologna
Einwohner­zahl 384.202
Provinzkürzel BO
Postleitzahl 40100
Vorwahl 051
Prominente Bürger Giorgio Morandi (Maler und Grafiker)
Andre de' Bartoli (Maler)
Katharina von Bologna (Klarissin, Klostergründerin, Mystikerin, Malerin)
Francesco Francia (Maler, Goldschmied, Bildhauer)
Innozenz IX (Papst)
Benedikt XIV (Papst)
Guglielmo Marconi (Forscher, Nobelpreisträger)
Gino Cervi (Schauspieler)
Pierfrancesco Chili (Motorradrennfahrer)
Alberto Tomba (Skirennläufer)
Simone Bolelli (Tennisspieler)
Sara Errani (Tennisspielerin)
Umberto Eco (Kulturwissenschaftler, Autor)
Produkte/Marken Ducati
Italienischer Name Bologna
englischer Name Bologna
Städte­partnerschaft Charkow (Ukraine)
Coventry (Vereinigtes Königreich)
La Plata (Argentinien)
Leipzig (Deutschland)
Saint-Louis (Senegal)
Saint-Louis (USA)
San Carlos (Nicaragua)
Thessaloniki (Griechenland)
Toulouse (Frankreich)
Tuzla (Bosnien Herzegowina)
Valencia (Spanien)
Zagreb (Kroatien)
Sport FC Bologna - Stadio Renato Dall'Ara
Virtus (Basketball)
Fortitudo (Basketball)
Spezialitäten des Ortes Tortellini
Sugo Bolognese
Mortadella
Lasagne
gelbe Tagliatelle
Geschichte Bologna ist seit Jahrhunderten ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und die älteste Universitätsstadt Europas
Lage am Fuße des Apennin

 

Häufige Fragen

Bologna: Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten für deine Reiseplanung auf einen Blick.

Was muss man in Bologna gesehen haben?
Die Piazza Maggiore mit der Basilika San Petronio, den Neptunbrunnen, die Zwei Türme und die Arkaden, die seit 2021 UNESCO-Welterbe sind. Dazu die verschachtelte Basilica di Santo Stefano und der überdachte Weg hinauf zur Wallfahrtskirche San Luca. Für Kunst lohnen San Domenico und die Pinacoteca Nazionale.
Kann man die Zwei Türme (Asinelli und Garisenda) besteigen?
Derzeit nicht. Weil die stark geneigte Garisenda gesichert und restauriert wird, ist auch der benachbarte Asinelli-Turm für Besucher geschlossen. Die Arbeiten sind offiziell bis 2028 angesetzt. Den Blick über die Dächer bietet solange der Uhrturm am Palazzo d'Accursio, den aktuellen Stand prüfst du am besten kurz vor der Reise.
Wie viele Tage sollte man für Bologna einplanen?
Für die Altstadt reichen zwei bis drei Tage. Wer Bologna als Standort nutzt, erreicht mit dem Zug schnell Modena, Ferrara, Ravenna, Parma und Florenz und kann bequem eine ganze Woche bleiben, ohne das Hotel zu wechseln.
Was kann man in Bologna kostenlos sehen?
Fast alles Prägende: die Piazza Maggiore, die kilometerlangen Arkaden, das Marktviertel Quadrilatero, das Innere der Basilika San Petronio, die Kirchen von Santo Stefano, die Finestrella di Via Piella und den Aufstieg zur Wallfahrtskirche San Luca. Eintritt kosten vor allem die Museen und die Türme.
Lohnt sich der Weg zur Wallfahrtskirche San Luca?
Ja. Der Portico di San Luca ist mit 3.796 Metern und 666 Bögen der längste Arkadengang der Welt und führt überdacht den Hügel hinauf. Oben belohnt ein weiter Blick über Bologna und die Poebene. Wer nicht laufen möchte, nimmt den touristischen San-Luca-Express.
Wann ist die beste Reisezeit für Bologna?
Frühjahr und Herbst, also etwa April bis Juni und September bis Oktober, mit mildem Wetter für lange Wege zu Fuß. Der Sommer in der Poebene wird heiß und schwül, im August schließen viele Familienbetriebe. Der Winter ist kalt und neblig, dafür haben dann Tortellini in brodo Saison.
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