Cattedrale di Cagliari
Die sehenswerte Kathedrale Santa Maria di Castello ist Bischofskirche des Erzbistums Cagliari und verfügt über…
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Cagliari ist die Hauptstadt der Insel Sardinien und mit rund 150.000 Einwohnern zugleich ihre größte Stadt. Sie liegt im Süden der Insel am Golfo degli Angeli, dem Golf der Engel, und breitet sich über mehrere Hügel und die flache Küstenebene aus. Wer Sardinien über den Flughafen oder den Fährhafen erreicht, kommt fast immer zuerst hier an, denn Cagliari ist das Verkehrs-, Verwaltungs- und Universitätszentrum der Insel.
Die Stadt vereint mehrere Epochen auf engem Raum. Phönizier und Punier legten den Grundstein für die antike Siedlung Karaly, die Römer bauten sie zu einer bedeutenden Hafenstadt aus, und im Mittelalter befestigten die Pisaner den Hügel Castello mit Mauern und Türmen, die bis heute das Stadtbild bestimmen. Um diesen Kern gruppieren sich die alten Viertel Marina, Stampace und Villanova, dahinter dehnt sich mit dem Poetto einer der längsten Stadtstrände Italiens aus.
Cagliari lässt sich gut zu Fuß erkunden, verlangt dabei aber Kondition, denn zwischen dem Hafen und der Oberstadt liegen einige Höhenmeter und viele Treppen. Wer die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sehen möchte, plant am besten zwei bis drei Tage ein und verbindet die Stadt mit Ausflügen an die Strände und in das archäologisch reiche Umland.
Das historische Herz von Cagliari ist das Viertel Castello, das hoch über der Stadt auf einem Kalksteinhügel thront. Die Pisaner umgaben es im 13. und 14. Jahrhundert mit mächtigen Mauern, von denen große Abschnitte erhalten sind. Durch die engen Gassen erreicht man kleine Plätze, alte Adelspaläste und die frühere Universität. In den Mauern des Castello sind heute unter anderem das Nationale Archäologiemuseum und die städtische Pinakothek untergebracht, die im Bereich der ehemaligen Zitadelle liegen.
Der Aufstieg lohnt sich vor allem wegen der Ausblicke. Von den Bastionen und Aussichtspunkten reicht der Blick über die Dächer der Unterstadt, den Hafen und den Golf bis zu den Salinen im Osten. Weil das Viertel oberhalb der lebhaften Geschäftsstraßen liegt, ist es zugleich ruhiger als die Bereiche am Wasser und eignet sich gut für einen Bummel am späten Nachmittag.
Wer sich für die Geschichte der Insel interessiert, findet im Castello die wichtigsten Sammlungen der Stadt. Das Nationale Archäologiemuseum zeigt Funde aus punischer, römischer und vor allem nuraghischer Zeit, darunter Bronzestatuetten und die monumentalen Steinfiguren von Mont'e Prama. In den Gassen dazwischen wechseln sich verwitterte Palastfassaden, kleine Handwerksbetriebe und Aussichtsplätze ab, sodass sich das Viertel gut ohne festes Ziel erkunden lässt.
Der Bastione di Saint Remy ist der bekannteste Aussichtspunkt der Stadt. Die monumentale Anlage aus hellem Kalkstein und Granit entstand in ihrer heutigen Form zwischen dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert auf älteren spanischen Befestigungen. Über eine breite Freitreppe gelangt man zur Panoramaterrasse Terrazza Umberto I, von der aus sich der weite Blick über Cagliari öffnet. Die Terrasse verbindet das hoch gelegene Castello mit dem tiefer liegenden Viertel Villanova und dient häufig als Bühne für Konzerte und Veranstaltungen.
Zwei weitere Wahrzeichen aus der Pisaner Zeit stehen ganz in der Nähe. Der Torre di San Pancrazio wurde 1305 errichtet, der Torre dell'Elefante folgte 1307. Beide gehen auf den sardischen Baumeister Giovanni Capula zurück und dienten der Verteidigung der Zugänge zum Castello. Die Türme bestehen aus hellem Kalkstein, ihre offene Rückseite lässt bis heute den inneren Aufbau erkennen. Der Torre dell'Elefante trägt seinen Namen nach einer kleinen Elefantenfigur an der Fassade. Beide Türme lassen sich besteigen und bieten von oben einen weiteren Rundblick über die Altstadt.
Die Kathedrale Santa Maria steht mitten im Castello und ist die Bischofskirche von Cagliari. Sie wurde im 13. Jahrhundert im pisanisch-romanischen Stil begonnen und erhielt 1258 den Rang einer Kathedrale. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde das Innere im Barockstil umgestaltet, die heutige Fassade im romanischen Stil kam erst im frühen 20. Jahrhundert hinzu. Trotz der verschiedenen Bauphasen wirkt die Kirche geschlossen und ist eines der wichtigsten Baudenkmäler der Stadt.
Im Inneren fallen die reich verzierten Kapellen, die barocke Ausstattung und die Krypta unter dem Chor auf, in der zahlreiche Heiligengräber untergebracht sind. Bemerkenswert sind außerdem zwei steinerne Kanzeln, die ursprünglich für den Dom von Pisa geschaffen wurden und später nach Cagliari gelangten. Der angrenzende Platz mit dem erzbischöflichen Palast bildet einen der ruhigen Winkel der Oberstadt.
An die römische Vergangenheit erinnert vor allem das Amphitheater, das zwischen dem 1. und 2. Jahrhundert nach Christus entstand. Es wurde zu großen Teilen direkt in den Fels des Hügels gehauen, sodass die Zuschauerränge und Gänge bis heute erkennbar sind. Das Bauwerk war das wichtigste öffentliche Gebäude des römischen Cagliari und zählt zu den bedeutendsten antiken Denkmälern Sardiniens. Öffnungszeiten und Zugang zum Innenraum wechseln, weshalb ein Blick auf die aktuellen Informationen vor dem Besuch sinnvoll ist.
Ein weiteres römisches Zeugnis ist die Grotta della Vipera am Westhang der Stadt. Dabei handelt es sich um ein in den Fels gearbeitetes Grabmal aus dem 1. oder 2. Jahrhundert nach Christus, das an die römische Adlige Atilia Pomptilla und ihren Mann erinnert. Es gehört zum weiträumigen Nekropolengebiet des Hügels Tuvixeddu, das bereits in punischer Zeit als Begräbnisstätte genutzt wurde und zu den größten seiner Art im Mittelmeerraum zählt.
Am Fuß des Castello liegen die drei weiteren Altstadtviertel. Die Marina reicht bis an den Hafen und ist von engen Gassen, kleinen Trattorien und Läden geprägt. Hier verläuft auch die Via Roma, die breite Prachtstraße entlang des Wassers mit ihren Arkaden und den repräsentativen Bauten des frühen 20. Jahrhunderts. Am Largo Carlo Felice reihen sich Fassaden im Stil des Klassizismus, der Neugotik und des Liberty aneinander, an der Via Roma steht zudem das städtische Rathaus.
Stampace schließt westlich an und ist ein dicht bebautes Wohnviertel mit zahlreichen Kirchen und kleinen Plätzen. Villanova auf der Ostseite war ursprünglich das Handwerker- und Bauernviertel und hat seinen niedrigen, farbigen Häuserbestand weitgehend bewahrt. Über die Treppen des Bastione di Saint Remy ist es direkt mit dem Castello verbunden. Zusammen bilden diese Viertel den Bereich, in dem sich das Alltagsleben der Stadt abspielt und in dem Besucher die meisten Cafés und Restaurants finden.
Der Hafen prägt die Stadt bis heute. Neben den Fähren legen hier auch Kreuzfahrtschiffe an, deren Gäste über die Via Roma direkt in die Altstadt gelangen. In den Markthallen und auf den kleinen Plätzen der Marina bekommt man einen guten Eindruck von der sardischen Küche, die stark vom Meer geprägt ist und mit Fisch, Meeresfrüchten und einfachen Teigwaren arbeitet. Am Abend füllen sich die Gassen, und die Bars entlang der Via Roma und rund um die Piazza Yenne werden zum Treffpunkt.
Der Poetto ist der Hausstrand von Cagliari und mit rund acht Kilometern Länge einer der längsten Stadtstrände Italiens. Er zieht sich vom Felsvorsprung Sella del Diavolo im Westen bis zum Gebiet der Nachbargemeinde Quartu Sant'Elena. Der feine helle Sand und das flach abfallende Wasser machen ihn zu einem beliebten Ziel für Einheimische wie Urlauber. Entlang der Uferpromenade reihen sich Strandbars und Bootsverleihe, und mit dem Bus ist der Strand vom Zentrum aus in kurzer Zeit erreichbar. Weitere Strände beschreibt der Überblick der Strände auf Sardinien.
Direkt hinter dem Poetto liegt der Naturpark Molentargius-Saline, ein ehemaliges Salzgewinnungsgebiet aus Süß- und Salzwasserbecken. Das Feuchtgebiet ist ein bedeutender Rastplatz für Wasservögel, vor allem für Rosaflamingos, die hier das ganze Jahr über zu beobachten sind und im Park brüten. Wege und Radrouten durchziehen das Gebiet und lassen sich gut mit einem Tag am Strand verbinden.
Das wichtigste Fest der Stadt ist die Prozession zu Ehren des Heiligen Efisius, die jedes Jahr am 1. Mai stattfindet. Sie geht auf ein Gelübde aus dem 17. Jahrhundert zurück, als die Bevölkerung den Heiligen um das Ende einer Pestepidemie anrief. Beim Fest wird die Statue des Heiligen auf einem geschmückten Wagen von Cagliari aus in Richtung Nora bei Pula gebracht. Tausende Teilnehmer in traditionellen sardischen Trachten begleiten den Zug, der zu den größten religiösen Umzügen der Insel zählt. Ein zweites Ziel mit religiöser Bedeutung ist die Basilika Nostra Signora di Bonaria auf dem gleichnamigen Hügel im Osten der Stadt.
Cagliari eignet sich zudem gut als Ausgangspunkt für Ausflüge in den Süden Sardiniens. Östlich der Stadt liegen die Badeorte Villasimius und die Costa Rei, westlich lockt der Küstenort Chia mit langen Sandstränden. Im Inselinneren zeugen die kegelförmigen Steintürme der Nuraghenkultur von der vorgeschichtlichen Vergangenheit Sardiniens. Einen Überblick geben die Seite zur Nuraghenkultur und der bekannteste Vertreter, die Nuraghe Su Nuraxi in Barumini. Wer länger bleibt, findet in den Ferienhäusern auf Sardinien eine passende Unterkunft.
Die bequemste Anreise führt über den Flughafen Cagliari-Elmas (Kürzel CAG), der etwa sieben Kilometer nordwestlich des Zentrums liegt und im Sommer viele deutschsprachige Ziele anbindet. Vom Flughafen fährt regelmäßig ein Zug zum Hauptbahnhof im Zentrum, die Fahrt dauert nur wenige Minuten und ist günstig. Alternativ stehen Busse und Taxis bereit. Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, nutzt die Fähre: Der Hafen von Cagliari liegt unmittelbar am Zentrum und ist ganzjährig unter anderem mit Civitavecchia bei Rom, Neapel und Palermo verbunden. Die Fahrpläne und angebotenen Strecken ändern sich je nach Saison, weshalb sich ein rechtzeitiger Blick auf die aktuellen Verbindungen empfiehlt.
Auf der Insel selbst ist Cagliari gut an das Straßennetz angebunden. Die Schnellstraße SS 131 Carlo Felice führt als wichtigste Verkehrsachse von der Hauptstadt quer über die Insel bis in den Norden nach Oristano, Alghero und Olbia. Für Ausflüge in die Umgebung ist ein Mietwagen praktisch, in der Stadt selbst kommt man dagegen gut ohne Auto aus.
Als beste Reisezeit gelten das Frühjahr und der Frühherbst. Von April bis Juni sowie im September und Oktober ist es mild und trocken, die Temperaturen liegen angenehm für Besichtigungen, und das Meer ist im Frühherbst noch warm genug zum Baden. Der Hochsommer im Juli und August bringt große Hitze und die meisten Badegäste, während die Wintermonate zwar mild bleiben, für einen reinen Badeurlaub aber zu kühl sind. Wer die Stadt in Ruhe erkunden möchte, ist außerhalb der Sommermonate am besten aufgehoben.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: März bis Mai sowie Oktober bis Dezember.
Tipp: Juli und August werden sehr heiß; Frühling und Herbst sind am angenehmsten.
| Region | Sardinien |
| Provinz | Cagliari |
| Einwohnerzahl | 154.019 |
| Provinzkürzel | CA |
| Postleitzahl | 09100 |
| Vorwahl | 070 |
| Prominente Bürger | Caterina Murino (Schauspielerin) Alberto Loddo (Radrennfahrer) Andrea Cossu (Fußballspieler) Stefano Guberti (Fußballspieler) Marco Carta (Sänger) |
| Produkte / Marken | Tiscali |
| Italienischer Name | Cagliari |
| Sport | Cagliari Calcio (Fußball) - Stadio IS Arenas |
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