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Sardinien
Region · Italien

Sardinien: Reiseführer für deinen Italien-Urlaub

Sardinien: paradiesische Lagunen-Insel im Mittelmeer

Sardinien liegt im westlichen Mittelmeer, rund 200 Kilometer westlich des italienischen Festlands und direkt südlich von Korsika, getrennt nur durch die etwa zwölf Kilometer schmale Straße von Bonifacio. Die nach Sizilien zweitgrößte Insel des Mittelmeers ist eine autonome Region Italiens: rund 24.100 Quadratkilometer, knapp 1,6 Millionen Einwohner, Hauptstadt ist Cagliari. Und dann ist da dieses Wasser, türkis über hellem Sand, so klar, dass ankernde Boote zu schweben scheinen. Die Bandbreite ist groß. Im Nordosten ziehen die Luxushäfen der Costa Smeralda Yachten und Prominenz an, während wenige Kilometer weiter menschenleere Sandbuchten liegen, an denen morgens Flamingos durch flaches Wasser staksen. Zwischen den Küsten liegt ein Landesinneres, das bis heute von Hirtenkultur, Weinbau und uralten Dörfern geprägt ist. Diese Seite gibt einen...

Sardinien liegt im westlichen Mittelmeer, rund 200 Kilometer westlich des italienischen Festlands und direkt südlich von Korsika, getrennt nur durch die etwa zwölf Kilometer schmale Straße von Bonifacio. Die nach Sizilien zweitgrößte Insel des Mittelmeers ist eine autonome Region Italiens: rund 24.100 Quadratkilometer, knapp 1,6 Millionen Einwohner, Hauptstadt ist Cagliari. Und dann ist da dieses Wasser, türkis über hellem Sand, so klar, dass ankernde Boote zu schweben scheinen.

Die Bandbreite ist groß. Im Nordosten ziehen die Luxushäfen der Costa Smeralda Yachten und Prominenz an, während wenige Kilometer weiter menschenleere Sandbuchten liegen, an denen morgens Flamingos durch flaches Wasser staksen. Zwischen den Küsten liegt ein Landesinneres, das bis heute von Hirtenkultur, Weinbau und uralten Dörfern geprägt ist. Diese Seite gibt einen Überblick über die Regionen, Städte, Strände und Themen der Insel und verlinkt zu den einzelnen Zielen. Die besten Touren durch dieses Innere, vom Supramonte bis zur Punta La Marmora, stehen auf unserer Seite zum Wandern auf Sardinien. Wer die Insel von innen kennenlernen will, schläft auf einem Hof: Die besten Adressen stehen auf unserer Seite zum Agriturismo auf Sardinien.

Türkisfarbenes, flaches Wasser am Strand La Pelosa bei Stintino, im Hintergrund der alte Wachturm
La Pelosa bei Stintino: flaches, türkisfarbenes Wasser und der Torre della Pelosa aus dem 16. Jahrhundert.Foto: Tommie Hansen, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
Weiße Kieselbucht Cala Mariolu am Golfo di Orosei mit steilen Kalkklippen und türkisgrünem Meer
Cala Mariolu am Golfo di Orosei: weiße Kiesel, senkrechte Kalkwände und Wasser in allen Türkistönen.Foto: Roberto Mura, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Bronzezeitlicher Nuraghenkomplex Su Nuraxi bei Barumini auf Sardinien
Su Nuraxi bei Barumini: der bekannteste Nuraghenkomplex der Insel, seit 1997 UNESCO-Welterbe.Foto: Norbert Nagel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Rosa Granitfelsen und türkisfarbene Bucht der Spiaggia del Principe an der Costa Smeralda
Spiaggia del Principe: geschwungene Bucht zwischen Granitfelsen, einer der berühmtesten Strände der Costa Smeralda.Foto: Ökologix, CC0 1.0, via Wikimedia Commons

Wer eine Sardinien-Reise plant, entscheidet sich zuerst für eine Ecke der Insel, denn die Entfernungen sind groß und die Straßen kurvenreich. Vom Norden bei Olbia bis in den Süden nach Cagliari sind es rund drei Stunden Fahrt. Die folgenden Abschnitte helfen bei der Orientierung, von den Küsten über die Kultur bis zur besten Reisezeit.

Eine Insel mit Sonderstatut und eigener Geschichte

Sardinien ist eine Region mit Sonderstatut, also mit erweiterten Selbstverwaltungsrechten gegenüber der italienischen Zentralregierung. Verwaltungssitz und mit Abstand größte Stadt ist die Hauptstadt Cagliari im Süden. Weitere regionale Zentren sind Sassari im Nordwesten, Nuoro im gebirgigen Osten sowie Oristano an der Westküste. Die Insel liegt näher an der nordafrikanischen Küste und an Korsika als an der Toskana, was ihre Geschichte über Jahrtausende geprägt hat.

Auf Sardinien wird neben dem Italienischen auch Sardisch gesprochen, eine eigenständige romanische Sprache mit mehreren Varianten. In der katalanisch geprägten Stadt Alghero im Nordwesten hält sich bis heute ein katalanischer Dialekt, ein Erbe der aragonesischen Herrschaft im Spätmittelalter. Diese sprachliche und kulturelle Eigenständigkeit ist ein Grund, warum sich Sardinien so deutlich vom Festland unterscheidet.

Die Küsten: von der Costa Smeralda bis zur Costa Verde

Der bekannteste Küstenabschnitt ist die Costa Smeralda im Nordosten, in der Landschaft der Gallura. In den 1960er Jahren als exklusives Feriengebiet angelegt, reihen sich hier Orte wie Porto Cervo und Porto Rotondo mit Yachthäfen und teuren Hotels aneinander. Gleich vorgelagert liegt der Maddalena-Archipel, dessen Hauptinsel La Maddalena über eine Fähre ab Palau erreichbar ist. Weiter westlich, um Santa Teresa Gallura und Capo Testa, wird die Küste felsiger.

Ganz anders die Costa Verde im Südwesten: Hier ziehen sich lange, teils naturbelassene Dünenstrände hin, an denen es deutlich ruhiger zugeht als im mondänen Norden. Im Südosten liegt die Costa Rei mit hellem Sand und flach abfallendem Wasser, im Westen die Halbinsel Sinis bei Oristano mit ihren Quarzstränden und der antiken Ausgrabungsstätte Tharros. Jeder dieser Abschnitte hat seinen eigenen Charakter, vom Partyhafen bis zur einsamen Bucht.

Im Süden reihen sich rund um Villasimius geschützte Buchten mit feinem Sand an der Grenze zum Meeresschutzgebiet Capo Carbonara. Der Nordosten wiederum gehört zur Landschaft der Gallura, deren wind- und wassergeschliffene Granitfelsen der Küste ihr unverwechselbares Aussehen geben. Weiter im Norden liegen mit Costa Paradiso und Capo Testa Abschnitte, an denen sich diese bizarren Felsformationen besonders eindrucksvoll zeigen. Wer die Insel bereist, sollte sich auf einige wenige Küstenabschnitte konzentrieren, statt sie in einem Urlaub ganz umrunden zu wollen.

Die schönsten Strände

Sardinien gilt vielen als Insel mit den schönsten Stränden Italiens, und die Auswahl ist enorm. An der Ostküste, im Golfo di Orosei, liegen Buchten, die nur zu Fuß oder per Boot erreichbar sind, darunter die Kieselbucht Cala Mariolu und die von Kalkfelsen gerahmte Cala Luna. Diese Strände sind Teil eines geschützten Küstenabschnitts und zählen zu den meistfotografierten Motiven der Insel.

Im Nordwesten liegt bei Stintino der Strand La Pelosa, dessen flaches, sehr helles Wasser an tropische Lagunen erinnert und der im Sommer nur mit Reservierung und begrenzter Besucherzahl zugänglich ist. Im Süden ist Chia für seine Dünen und die dahinterliegenden Lagunen bekannt, in denen sich regelmäßig Flamingos aufhalten. Einen ausführlichen Überblick mit weiteren Zielen bietet die Seite zu den schönsten Stränden auf Sardinien.

Cagliari, Alghero und die Städte der Insel

Die Hauptstadt Cagliari im Süden ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum. Über der Altstadt thront das befestigte Viertel Castello mit der Kathedrale und dem Aussichtsbastion Bastione di Saint Remy, von dem der Blick über Stadt und Hafen reicht. Cagliari ist zugleich ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in den Süden und ins Landesinnere. Im Nordwesten ist Alghero mit seiner von aragonesischen Mauern umgebenen Altstadt einen Besuch wert, in der Nähe liegt die Tropfsteingrotte Grotta di Nettuno am Capo Caccia.

Weitere Anlaufpunkte sind Olbia als Verkehrsknoten im Nordosten, die Universitätsstadt Sassari sowie das im Gebirge gelegene Nuoro, das als kulturelles Herz des sardischen Hinterlands gilt. Sehenswert ist auch das kleine Bosa an der Westküste mit seinen bunten Häuserzeilen am Fluss Temo. Wer die Insel auf eigene Faust erkunden und flexibel bleiben möchte, findet ein breites Angebot an Ferienhäusern auf Sardinien.

Zwischen den Zentren lohnen sich immer wieder kleinere Orte. An der Nordküste liegt das mittelalterlich geprägte Castelsardo auf einem Felssporn über dem Meer, im Nordosten dienen Olbia, Palau und Santa Teresa Gallura als Fährhäfen und Ausgangspunkte für die vorgelagerten Inseln. Cala Gonone an der Ostküste ist das Tor zu den Buchten des Golfo di Orosei, während Arbatax und Tortolì in der Ogliastra Bahn- und Fährverbindungen bündeln. Die Wege zwischen diesen Orten führen fast immer durch eindrucksvolle Landschaft, was das Autofahren auf Sardinien zu einem eigenen Teil der Reise macht.

Die Nuraghen und die bronzezeitliche Kultur

Das bekannteste kulturelle Erbe der Insel sind die Nuraghen, kegelförmige Türme aus mächtigen Steinblöcken, die in der Bronzezeit errichtet wurden. Über die gesamte Insel verteilt sind bis heute rund 7.000 dieser Bauwerke bekannt, für die es an keinem anderen Ort der Welt eine Parallele gibt. Sie dienten vermutlich als Wehr-, Wohn- und Versammlungsbauten der sogenannten Nuraghenkultur, die etwa zwischen 1800 und 500 vor Christus bestand. Grundlagen und Hintergründe fasst die Seite zur Nuraghe zusammen.

Das eindrucksvollste Beispiel ist Su Nuraxi di Barumini im Süden der Insel, das die UNESCO 1997 zum Welterbe erklärt hat. Der zentrale Turm ist fast 19 Meter hoch und von vier kleineren Türmen, Höfen und einem ausgedehnten Dorf aus Steinhütten umgeben. Die Anlage ist das am besten erhaltene Zeugnis dieser Baukunst und gibt einen anschaulichen Eindruck davon, wie hoch entwickelt die vorrömische Gesellschaft Sardiniens war. Neben den Nuraghen haben sich aus derselben Epoche auch die sogenannten Gigantengräber und heilige Brunnenanlagen erhalten, sodass Sardinien insgesamt eine der dichtesten prähistorischen Fundlandschaften Europas bildet. Wer sich für diese Geschichte interessiert, sollte mindestens einen Ausflug ins Landesinnere einplanen.

Das Bergland: Gennargentu und die Barbagia

Das Innere Sardiniens ist gebirgig und dünn besiedelt. Im Osten erhebt sich das Gennargentu-Massiv, dessen höchster Gipfel, die Punta La Marmora, 1.834 Meter erreicht und damit die höchste Erhebung der Insel ist. Der benachbarte Bruncu Spina folgt mit 1.829 Metern. Rund um dieses Bergland liegt die Barbagia, eine traditionsreiche Hirtenregion mit Dörfern wie Orgosolo, das für seine politischen Wandmalereien bekannt ist.

Für Wanderer, Kletterer und Radfahrer ist der Osten der Insel besonders reizvoll. Rund um Dorgali, Cala Gonone und die Ogliastra treffen Berge und Meer unmittelbar aufeinander, dazwischen führen alte Hirtenpfade durch Schluchten und Macchia. Wer hier unterwegs ist, sollte gutes Kartenmaterial mitbringen und die Touren vorab planen, denn die Wege sind teils wenig ausgeschildert und die Sommerhitze im Landesinneren fordernd.

Das Landesinnere ist auch die Region, in der sich die sardische Lebensart am ursprünglichsten erhalten hat. In den Bergdörfern übernachtet man oft günstig in Agriturismi, den bäuerlichen Gasthöfen, und bekommt eine Küche auf den Tisch, die stärker von Fleisch, Brot und Käse als von Fisch bestimmt ist. Das Gebiet gilt zudem als eine der weltweit wenigen sogenannten Blauen Zonen, in denen überdurchschnittlich viele Menschen ein sehr hohes Alter erreichen, was Forscher unter anderem auf Ernährung, Bewegung und den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaften zurückführen.

Wer die Insel abseits der Costa Smeralda sehen will, findet auf unserer Seite mit Geheimtipps für Sardinien eine Auswahl von Orgosolo und Mamoiada in der Barbagia über Bosa und die Dünen von Piscinas bis zur Minenküste des Sulcis und nach Carloforte, mit Anreise und Übernachtung je Ort.

Küche, Wein und Feste

Die sardische Küche ist bodenständig und stark von der Hirtentradition geprägt. Typisch sind das hauchdünne Fladenbrot Pane Carasau, gefüllte Teigtaschen namens Culurgiones und Spanferkel, das als Porceddu über offenem Feuer gegart wird. An der Küste kommt Bottarga auf den Tisch, der gesalzene und getrocknete Rogen von Meeräsche oder Thunfisch. Beim Käse ist der harte Schafskäse Pecorino Sardo tonangebend, verwandt mit dem allgemein bekannten Pecorino.

Beim Wein stehen der frische Weißwein Vermentino und der kräftige rote Cannonau im Mittelpunkt, dazu kommt der Mirto, ein Likör aus den Beeren der Myrte. Feste haben auf Sardinien einen hohen Stellenwert: In Cagliari zieht am 1. Mai die Prozession zu Ehren des Heiligen Efisio durch die Stadt, eine der ältesten und längsten religiösen Umzüge im Mittelmeerraum, deren Ursprung auf ein Pestgelübde aus dem Jahr 1652 zurückgeht. In Nuoro findet Ende August die Sagra del Redentore mit Trachtenumzügen aus der ganzen Insel statt.

Sardinien mit Kindern: flache Strände, Camping und Boote

Sardinien funktioniert mit Kindern besser als die meisten Ziele am Mittelmeer, weil die Strände flach sind und die Wege kurz. Im Süden fallen die Strände von Chia, Villasimius (Spiaggia del Riso) und der Costa Rei so sanft ab, dass Kinder weit hineinlaufen können; im Nordosten gilt das für Cala Brandinchi bei San Teodoro und Porto Taverna gegenüber der Insel Tavolara, im Nordwesten für La Pelosa bei Stintino, wo du im Sommer online reservieren musst. Der Poetto in Cagliari ist mit acht Kilometern ein Stadtstrand mit Bussen, Bars und Spielplätzen, praktisch für die Tage rund um Ankunft und Abflug.

Camping ist mit Kindern die einfachste Form: Plätze wie Cala Ginepro bei Orosei, Capo Ferrato und Tiliguerta an der Costa Rei oder Isuledda bei Cannigione liegen direkt am Strand, mit Pools, Restaurants und Mobilheimen. Die Auswahl mit Betriebszeiten steht auf unserer Seite zum Camping auf Sardinien. Wer lieber ein Haus mit Hof will, findet Agriturismi mit Tieren und eigener Küche auf der Seite zum Agriturismo auf Sardinien.

Ausflüge, die bei Kindern funktionieren: die Bootstour ab Cala Gonone zu den Buchten des Golfo di Orosei, die Insel Asinara mit ihren weißen Eseln und der Bimmelbahn ab Porto Torres oder Stintino, die Grotta di Ispinigoli mit konstant 16 bis 17 Grad an heißen Tagen und der Nuraghenkomplex Su Nuraxi bei Barumini, wo die Führung in den zentralen Turm hineinführt. Für die Anreise mit dem Auto ist die Nachtfähre mit Kabine die entspannteste Variante: Kinder schlafen an Bord, morgens steht der Wagen im Hafen. Die Routen stehen im Überblick zur Fähre nach Sardinien, die stillen Ecken für Familien, die die Costa Smeralda meiden wollen, auf unserer Seite mit Geheimtipps für Sardinien.

Anreise und beste Reisezeit

Sardinien hat drei Flughäfen: Cagliari-Elmas im Süden (Code CAG), Olbia Costa Smeralda im Nordosten (OLB) und Alghero-Fertilia im Nordwesten (AHO). Welcher Flughafen am besten passt, hängt vom Reiseziel ab, denn die Insel ist groß und ein Mietwagen für die meisten Regionen praktisch unverzichtbar. Wer mit dem eigenen Auto anreisen möchte, nimmt eine der Autofähren, die unter anderem ab Genua, Livorno, Civitavecchia bei Rom und Neapel nach Olbia, Porto Torres oder Cagliari fahren. Die Überfahrten dauern je nach Route zwischen rund sieben und dreizehn Stunden. Wer mit dem eigenen Auto kommt, findet alle Routen, Häfen und Fahrzeiten im Überblick zur Fähre nach Sardinien.

Die beste Reisezeit für Badeurlaub reicht von Mai bis Oktober, wobei das Meer im Juni bis September am wärmsten ist. Juli und August sind Hauptsaison mit den höchsten Preisen und vollen Stränden, während Juni und September oft angenehmer sind, mit warmem Wasser und weniger Andrang. Für Wanderungen und Rundreisen ins Landesinnere eignen sich das späte Frühjahr und der frühe Herbst am besten, wenn die Hitze nachlässt und die Landschaft grün ist. Im Winter ist die Insel ruhig, viele Betriebe an der Küste haben dann geschlossen.

Beste Reisezeit im Detail: Klima, Wassertemperatur und Sardinien im Oktober

Die Tabelle zeigt die durchschnittlichen Tageshöchstwerte im Süden der Insel und die Wassertemperatur vor Cagliari. Im Norden um Olbia liegen die Werte je nach Monat ein Grad darunter, im Bergland der Barbagia auf 700 bis 1.000 Metern im Sommer mehrere Grad.

Monat Tageshöchstwert Wassertemperatur Für wen
April 20 °C 16 °C Wandern, Rundreise, Tharros und Nuraghen ohne Hitze
Mai 24 °C 18 °C erste Badetage im Süden, Barbagia grün, Preise niedrig
Juni 29 °C 22 °C Badeurlaub ohne Hochsaison, alle Boote und Lokale offen
Juli 32 °C 25 °C Hochsaison, Reservierungen für La Pelosa und Goloritzè nötig
August 32 °C 26 °C Ferragosto, volle Strände, höchste Preise, Fähren früh buchen
September 28 °C 25 °C der beste Monat: warmes Meer, leere Strände, Corsa degli Scalzi
Oktober 24 °C 22 °C Baden im Süden noch möglich, Autunno in Barbagia, Saisonende an der Küste
November 19 °C 19 °C Wandern, Cortes Apertas, viele Küstenbetriebe zu

Sardinien im Oktober ist die Frage, die uns am häufigsten erreicht. Die Antwort: In der ersten Monatshälfte badest du im Süden und Osten meist noch bei 22 Grad Wassertemperatur und 24 Grad Luft, ab Mitte Oktober werden die Tage kürzer und der erste Maestrale bringt Wind an die Westküste. Die Strandbars in Chia, Villasimius oder Cala Gonone schließen nach und nach, die Boote in den Golfo di Orosei fahren je nach Wetter bis Ende Oktober, die Fähre nach Asinara fährt ab Oktober nur noch dreimal pro Woche. Dafür beginnt im Landesinneren die beste Zeit des Jahres: Autunno in Barbagia öffnet von Anfang September bis Mitte Dezember jedes Wochenende in einem anderen Dorf die Höfe, 2026 zum Beispiel am 10. und 11. Oktober in Gavoi und am 17. und 18. Oktober in Orgosolo. Wer im Oktober kommt, kombiniert am besten eine Woche Küste im Süden mit ein paar Tagen Barbagia.

Mai und Juni sind die zweite Wahl für alle, die Wärme ohne Hochsaison wollen: Das Meer ist im Mai noch frisch, ab Mitte Juni angenehm, die Landschaft nach dem Winterregen grün, und die Preise für Fähren und Unterkünfte liegen deutlich unter denen von Juli und August. Wer nur im Juli oder August kann, weicht auf den Westen und den Sulcis aus, wo es auch dann Platz gibt, und bucht Fähre und Unterkunft möglichst bis zum Frühjahr.

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Über den Autor

Marcus

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Küche

Marcus fährt seit 2002 mehrmals im Jahr nach Italien, vom Norden bis in den Süden, mit einer Schwäche für die Toskana rund um Siena und Florenz. Zu Hause steht er nach Nonna-Art am Herd, und über seine Carbonara lässt er nicht mit sich verhandeln.

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Wetter auf Sardinien

15°Ein paar Wolken · Wind 1 km/hWasser 23°
heute15° 15° 0%
Sa22° 14° 0%
So23° 15° 66%
Mo25° 16° 34%
Di23° 17° 100%
Mi20° 14° 100%

Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.

Reiseplanung

Beste Reisezeit für Sardinien

Klima im Jahresverlauf, Monatstabelle und die Monate, die zu deinem Urlaub passen.

Klima im Jahresverlauf

Am angenehmsten: April bis Juni sowie September bis November.

Beste ReisezeitÜbrige Monate

Tipp: Juli und August werden sehr heiß; Frühling und Herbst sind am angenehmsten.

Wo liegt Sardinien?

Karte von Italien mit Markierung Sardinien

Klimatabelle Sardinien: Monat für Monat

Auf Sardinien ist der Juli mit 30 Grad am Tag der wärmste Monat, am kühlsten bleibt es im Januar mit 11 Grad. Am meisten Regen fällt im November (121 mm), am wenigsten im Juli (7 mm). Badezeit: Juli bis September, das Wasser hat dann 24 bis 26 Grad.

MonatTagNachtRegenMeerEinordnung
Jan11 °C4 °C70 mm15 °CKühl
Feb11 °C4 °C65 mm14 °CKühl
Mär14 °C6 °C60 mm14 °CKühl
Apr17 °C8 °C59 mm15 °CAngenehm
Mai21 °C12 °C38 mm18 °CAngenehm
Jun26 °C16 °C30 mm22 °CWarm
Jul30 °C19 °C7 mm25 °CBadezeit
Aug30 °C19 °C13 mm26 °CBadezeit
Sep25 °C15 °C43 mm24 °CBadezeit
Okt21 °C13 °C72 mm22 °CAngenehm
Nov16 °C9 °C121 mm19 °CKühl
Dez12 °C5 °C104 mm16 °CKühl

Klimanormalwerte 1991 bis 2020 (Tageshöchst- und Tiefstwerte, Monatsniederschlag) aus TerraClimate, 4-km-Raster, gerundet; Meerestemperatur: Open-Meteo Marine 2020 bis 2024.

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Gut zu wissen

Informationen

Informationen über Sardinien

Hauptstadt Cagliari
Provinzen Cagliari
Nuoro
Oristano
Sassari
Sud Sardegna
Italienischer Name Sardegna
Fläche km² 24089,89
Einwohner­zahl 1.658.138
Berge Punta la Marmora
Bruncu Spina
Monte Limbara
Gebirge Gennargentu
Flüsse Tirso
Coghinas
Flumendosa
Temo
Küste Costa Smeralda
Costa Rei
Costa Verde
Costa Paradiso
Costa del Sud
Insel Asinara
Mal di Ventre
Sulcis Archipel
La Maddalena
Cavoli
Isola dell'ogliastra
Serpentara
Nationalparks Parco Nazionale dell'Arcipelago di la Maddalena
Parco Nazionale dell Asinara
Parco Nazionale del Gennargentu
Kulinarik Cannonau
Pecorino sardo
Bottarga
Casu Marzu
Vermentino di Gallura
Ichnusa
Mirto
Limoncello
Produkte Kork
Häufige Fragen

Sardinien: Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten für deine Reiseplanung auf einen Blick.

Wo liegt Sardinien?
Sardinien liegt im westlichen Mittelmeer, rund 200 Kilometer westlich des italienischen Festlands und direkt südlich von Korsika, von dem es nur die etwa zwölf Kilometer breite Straße von Bonifacio trennt. Politisch ist die Insel eine autonome Region Italiens mit Sonderstatut, ihre Hauptstadt ist Cagliari an der Südküste. Nach Sizilien ist Sardinien die zweitgrößte Insel des Mittelmeers.
Wie kommt man nach Sardinien?
Am schnellsten per Direktflug: Sardinien hat drei Flughäfen in Cagliari, Olbia und Alghero, die im Sommer von vielen deutschen Städten direkt angeflogen werden. Mit dem eigenen Auto nimmst du die Fähre, vor allem ab Genua, Livorno und Civitavecchia nach Olbia, Porto Torres oder Cagliari. Je nach Route dauert die Überfahrt etwa fünf bis zwölf Stunden, Nachtfähren bieten Kabinen. Alle Fährrouten, Häfen und Fahrzeiten stehen im Überblick zur Fähre nach Sardinien.
Was sind die schönsten Strände Sardiniens?
Zu den berühmtesten Stränden zählen La Pelosa bei Stintino mit seinem flachen, türkisfarbenen Wasser, die Kalkbuchten am Golfo di Orosei wie Cala Mariolu und Cala Goloritzé sowie die Strände der Costa Smeralda, etwa die Spiaggia del Principe. Für La Pelosa musst du im Sommer online reservieren, der Zutritt ist auf 1.500 Besucher pro Tag begrenzt und kostet 3,50 Euro.
Wann ist die beste Reisezeit für Sardinien?
Die beste Reisezeit sind Mai, Juni und September: warmes Meer, viel Sonne und deutlich weniger Trubel als im Hochsommer. Baden kannst du oft bis in den Oktober. Juli und August sind heiß, voll und teuer, dafür ist das Nachtleben an der Küste dann am lebendigsten. Fürs Wandern im Bergland eignen sich Frühjahr und Herbst am besten.
Wie groß ist Sardinien und wie viele Einwohner hat es?
Sardinien ist rund 24.100 Quadratkilometer groß und damit nach Sizilien die zweitgrößte Insel des Mittelmeers, etwas größer als Mecklenburg-Vorpommern. Von Nord nach Süd misst die Insel etwa 270 Kilometer, die Küstenlinie summiert sich auf rund 1.850 Kilometer. Auf der Insel leben knapp 1,6 Millionen Menschen, gut ein Viertel davon im Großraum der Hauptstadt Cagliari.
Ist Sardinien teuer?
In der Hochsaison ja: Im Juli und August ziehen die Preise für Fähren, Flüge und Unterkünfte kräftig an, und die Costa Smeralda gehört zu den teuersten Urlaubsregionen Italiens. Außerhalb dieser Wochen ist Sardinien moderat, vor allem im Landesinneren, wo du in Agriturismi und Dorftrattorien günstig isst und übernachtest. Wer früh bucht und auf Mai, Juni oder September ausweicht, spart am meisten.
Ist Sardinien mit Kindern ein gutes Reiseziel?
Ja, vor allem wegen der flach abfallenden Strände im Süden (Chia, Villasimius, Costa Rei) und im Nordosten (Cala Brandinchi, Porto Taverna) und der Campingplätze direkt am Strand mit Pool und Mobilheimen. Die Wege sind kurz, die Boote in den Golfo di Orosei, die Esel auf Asinara und die Nuraghen von Barumini funktionieren als Ausflüge. Anreise mit dem Auto am besten per Nachtfähre mit Kabine.
Wo ist Sardinien mit Kindern am schönsten?
Im Süden zwischen Chia und der Costa Rei, wenn flache Strände und Camping im Vordergrund stehen, und im Nordosten um San Teodoro und Porto San Paolo, wenn du Strand mit Bootsausflügen nach Tavolara kombinieren willst. Cala Gonone im Osten ist der Standort für Bootstouren und die Grotta di Ispinigoli. Die Costa Smeralda ist im Sommer für Familien teuer und voll.
Kann man im Oktober auf Sardinien noch baden?
In der ersten Oktoberhälfte ja: Das Meer hat vor Cagliari im Mittel noch 22 Grad, die Luft erreicht tagsüber 24 Grad, im Süden und Osten der Insel sind Badetage die Regel. Ab Mitte Oktober werden die Tage kürzer und der Maestrale bringt Wind an die Westküste, die Strandbars schließen nach und nach. Der Oktober ist zugleich die Zeit von Autunno in Barbagia im Landesinneren.
Wie warm ist es auf Sardinien im September?
Der September ist der beste Bademonat: durchschnittlich 28 Grad Tageshöchstwert, das Meer mit 25 Grad so warm wie im Juli, dazu leere Strände nach Ferragosto und Preise unterhalb der Hochsaison. Am ersten Septemberwochenende läuft die Corsa degli Scalzi bei Cabras, alle Boote, Lokale und Campingplätze sind noch geöffnet.
Aus erster Hand

Was Leser sagen, die schon auf Sardinien waren

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Is Arutas: Der Parkplatz nimmt nur Münzen, 7 bis 8 Euro, also Kleingeld einstecken. Der Strand aus Quarzkörnern fällt schnell ab, mit kleinen Kindern lieber weiter nördlich nach Mari Ermi oder Putzu Idu ausweichen. Im August ist um 11 Uhr kein Platz mehr frei.

Marcus · Is Arutas

Leserfragen, von der Redaktion beantwortet

Kommt man im Oktober noch ohne Reservierung zu Fuß zur Cala Goloritzè?

Nein, die Reservierung gilt das ganze Jahr, auch im Oktober. Gebucht wird über die App Heart of Sardinia oder die Seite der Gemeinde Baunei, 7 Euro pro Person, Kinder unter 5 Jahren und Einwohner von Baunei frei; in der Bucht dürfen höchstens 250 Personen gleichzeitig sein. Die Plätze werden jeweils drei Tage vorher um Mitternacht freigeschaltet. Im Sommer sind sie oft in Minuten weg, im Oktober bekommst du meist noch kurzfristig einen. Zugang von 7:30 bis 17 Uhr, am besten bist du bis 10 Uhr am Einstieg Su Porteddu, dann hast du die Bucht vor der Mittagshitze und den Rückweg im Schatten.

Frage von Marcus, September 2026

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