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Nudelteig Grundrezept - Ein Teig und unzählige Varianten

Pasta all'Uovo

Frische Eiernudeln sind das Herzstück der italienischen Küche. Zu Hause sind sie vor allem in Norditalien, wo Tagliatelle, Lasagne und gefüllte Pasta ihren Ursprung haben. Mehr als zwei Zutaten braucht es im Original nicht: feines Mehl und frische Eier. Dazu kommt etwas „olio di gomito", wie die Italiener das Kneten von Hand augenzwinkernd nennen, also Ellenbogenschmalz.

4 Portionen · ca. 30 Min. + 30 Min. Ruhezeit

Zutaten

  • 400 g Mehl Tipo 00 (oder 300 g Tipo 00 plus 100 g Semola rimacinata di grano duro für mehr Biss)
  • 4 frische Eier (Größe M, Zimmertemperatur). Faustregel: 1 Ei und 100 g Mehl pro Person
  • 1 Prise Salz (optional)
  • 1 TL Olivenöl extra vergine (optional, macht den Teig geschmeidiger)

Zubereitung

  1. Häufe das Mehl auf die Arbeitsfläche und drücke in die Mitte eine breite Mulde, den klassischen Brunnen.
  2. Schlage die Eier (mit dem optionalen Salz und Öl) in die Mulde und verquirle sie mit einer Gabel. Arbeite dabei nach und nach Mehl vom Rand ein.
  3. Wird die Masse zu fest zum Rühren, knete sie mit den Händen kräftig weiter. Rechne mit mindestens 10 Minuten, bis ein glatter, elastischer und glänzender Teig entsteht, der nicht mehr klebt.
  4. Forme den Teig zu einer Kugel, wickle sie fest in Frischhaltefolie und lass sie bei Zimmertemperatur ruhen. Mindestens 30 Minuten, gern auch ein paar Stunden.
  5. Rolle den Teig portionsweise auf bemehlter Fläche dünn aus oder schicke ihn durch die Nudelmaschine. Geh Stufe für Stufe dünner, bis die Bahn fast durchscheinend ist.
  6. Lass die Teigbahnen kurz antrocknen und schneide sie dann nach Geschmack: breit für Pappardelle, schmal für Tagliatelle. Als Sfoglia eignen sie sich für Lasagne und gefüllte Pasta.
  7. Gib die frische Pasta in reichlich gesalzenes, sprudelnd kochendes Wasser. Sie braucht nur 2 bis 4 Minuten, bis sie al dente ist.

Tipp: Der Teig ist perfekt, wenn er sich nach dem Kneten wie ein weiches Ohrläppchen anfühlt. Klebt er noch, arbeite etwas Mehl ein. Ist er zu trocken und bröckelig, knete mit angefeuchteten Händen weiter. Beim Kneten zählt Geduld am Ende mehr als jede einzelne Zutat.

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Welches Mehl nehme ich für frische Pasta?

Für frische Eiernudeln nimmst du feines Mehl Tipo 00. Für mehr Biss mischst du einen Teil Semola rimacinata di grano duro, also feinen Hartweizengrieß, darunter, etwa 300 g Tipo 00 mit 100 g Semola. Das Tipo 00 macht den Teig geschmeidig, der Hartweizen gibt ihm Struktur und eine leicht raue Oberfläche, an der die Sauce besser haftet.

Wie ist das richtige Verhältnis von Ei und Mehl?

Die Faustregel für Pasta all'Uovo lautet: ein Ei und 100 g Mehl pro Person. Für vier Portionen brauchst du also vier frische Eier der Größe M und rund 400 g Mehl. Die Eier sollten Zimmertemperatur haben. Salz und ein Teelöffel Olivenöl sind optional und machen den Teig geschmeidiger.

Was ist der häufigste Fehler beim Nudelteig?

Der häufigste Fehler ist zu kurzes Kneten. Rechne mit mindestens 10 Minuten, bis ein glatter, elastischer und glänzender Teig entsteht, der nicht mehr klebt. Ein zweiter Fehler ist, die Ruhezeit zu überspringen: Ohne mindestens 30 Minuten Ruhe lässt sich der Teig kaum dünn ausrollen, weil das Gluten sich noch wehrt.

Woran erkenne ich, dass der Teig perfekt ist?

Der Teig ist perfekt, wenn er sich nach dem Kneten wie ein weiches Ohrläppchen anfühlt. Klebt er noch, arbeitest du etwas Mehl ein. Ist er zu trocken und bröckelig, knetest du mit angefeuchteten Händen weiter. Beim Kneten zählt Geduld am Ende mehr als jede einzelne Zutat.

Wie lange kocht frische Pasta?

Frische Eiernudeln brauchen nur 2 bis 4 Minuten in reichlich gesalzenem, sprudelnd kochendem Wasser, bis sie al dente sind. Sie garen also deutlich schneller als getrocknete Pasta. Lass die geschnittenen Teigbahnen vor dem Kochen kurz antrocknen, damit sie nicht verkleben.

Kann ich frische Pasta vorbereiten und aufbewahren?

Ja, frische Pasta lässt sich gut vorbereiten. Die geschnittenen Nudeln kannst du zu kleinen Nestern formen, auf einem bemehlten Tuch antrocknen lassen und einige Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Zum längeren Lagern frierst du die Nester ein und gibst sie später gefroren direkt ins kochende Wasser. Getrocknet halten sie mehrere Wochen.

Über den Autor

Marcus

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Küche

Marcus fährt seit 2002 mehrmals im Jahr nach Italien, vom Norden bis in den Süden, mit einer Schwäche für die Toskana rund um Siena und Florenz. Zu Hause steht er nach Nonna-Art am Herd, und über seine Carbonara lässt er nicht mit sich verhandeln.

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