Italienisches Schweinefilet
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Italienisches Schweinefilet

Italienisches Schweinefilet - Herzhaft-zartes Filet

Maiale al Latte (Schweinefilet in Milch geschmort)

In Norditalien gehört dieses Gericht zur klassischen Hausmannskost, und man kocht es bis heute in Venetien, den Marken und in Kampanien. Das ganze Schweinefilet schmort langsam in Milch, bis das Fleisch butterzart ist. Dabei verdichtet sich der Fond nach und nach zu einer goldenen Sauce, die leicht karamellisiert. Aufwendig ist das nicht, man braucht vor allem etwas Geduld am Herd.

4 Portionen · ca. 50 Min.

Zutaten

  • 1 ganzes Schweinefilet (ca. 600 g)
  • 500 ml Vollmilch
  • 40 g Butter
  • 2 EL Olivenöl extra vergine
  • 1 Knoblauchzehe, leicht angedrückt
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 2 Salbeiblätter (optional)
  • 6 bis 7 Gewürznelken
  • 1 TL Speisestärke (zum Binden)
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Befreie das Filet zuerst von Sehnen und Fett und tupfe es trocken. Spicke es ringsum mit den Nelken und würze es mit Salz und Pfeffer.
  2. Erhitze Butter und Olivenöl in einem schweren Topf. Gib Knoblauch, Rosmarin und Salbei dazu und brate das Filet bei mittlerer Hitze rundum an, etwa 12 bis 15 Minuten, bis es goldbraun ist.
  3. Gieße nun die Milch an, sodass das Filet etwa zur Hälfte bedeckt ist, und salze leicht. Lasse alles zugedeckt bei kleiner Hitze rund 20 Minuten sanft garen und wende das Fleisch dabei einmal.
  4. Nimm das Filet heraus, wickle es in Alufolie und lass es ruhen. In der Milch haben sich jetzt kleine goldene Flöckchen gebildet, und genau so soll es sein.
  5. Rühre die Speisestärke mit etwas vom warmen Fond glatt, gib alles zurück in den Topf und reduziere die Sauce ohne Deckel cremig ein. Zum Schluss abschmecken.
  6. Schneide das Filet in Scheiben, nappiere es mit der Sauce und serviere sofort.

Tipp: Die kleinen goldbraunen Flöckchen, die beim Reduzieren der Milch entstehen, sind kein Fehler. Sie sind das Markenzeichen dieses Gerichts. Schöpfe sie also nicht ab, sondern rühre sie in die Sauce ein. Wer es feiner mag, püriert den Fond kurz mit dem Stabmixer.

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Was ist Maiale al Latte?

Maiale al Latte ist ein Schweinefilet, das langsam in Milch geschmort wird, bis es butterzart ist. Das Gericht gehört zur norditalienischen Hausmannskost und wird bis heute in Venetien, den Marken und in Kampanien gekocht. Beim Schmoren verdichtet sich die Milch zu einer goldenen, leicht karamellisierten Sauce.

Warum wird das Filet in Milch geschmort?

Die Milch macht das magere Schweinefilet zart und mild und ergibt zugleich die charakteristische goldene Sauce. Beim langsamen Garen gerinnt die Milch leicht und bildet kleine Flöckchen, die die Sauce binden und ihr den Geschmack geben. Ohne Milch fehlt dem Gericht sein wichtigstes Merkmal.

Was sind die goldenen Flöckchen in der Sauce?

Die kleinen goldbraunen Flöckchen entstehen, wenn die Milch beim Schmoren eindickt, und sind kein Fehler, sondern das Markenzeichen des Gerichts. Schöpfe sie nicht ab, sondern rühre sie in die Sauce ein. Wer eine glatte Sauce bevorzugt, püriert den Fond kurz mit dem Stabmixer.

Wie wird das Schweinefilet nicht trocken?

Brate das Filet nur kräftig an und lass es danach bei kleiner Hitze sanft in der Milch garen, insgesamt etwa 20 Minuten. Schweinefilet ist sehr mager und wird bei zu langem oder zu heißem Garen schnell trocken. Wickle es nach dem Schmoren in Alufolie und lass es kurz ruhen, bevor du es aufschneidest.

Womit binde ich die Sauce?

Rühre einen Teelöffel Speisestärke mit etwas warmem Fond glatt, gib alles zurück in den Topf und reduziere die Sauce offen cremig ein. Oft reicht schon das reine Einkochen der Milch, um die Sauce zu binden. Erst zum Schluss abschmecken, da die reduzierte Milch den Salzgehalt konzentriert.

Welche Beilage passt zu Maiale al Latte?

Gut passen Kartoffelpüree, Salzkartoffeln oder Polenta, weil sie die goldene Sauce aufnehmen. Auch ein Stück Weißbrot zum Auftunken funktioniert. Wähle eine neutrale Beilage, die den milden Milchgeschmack nicht überdeckt.

Über den Autor

Marcus

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Küche

Marcus fährt seit 2002 mehrmals im Jahr nach Italien, vom Norden bis in den Süden, mit einer Schwäche für die Toskana rund um Siena und Florenz. Zu Hause steht er nach Nonna-Art am Herd, und über seine Carbonara lässt er nicht mit sich verhandeln.

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