Santa Maria dell Ammiraglio, Palermo | italien.de

Santa Maria dell Ammiraglio

Die Kirche Santa Maria dell’Ammiraglio in Palermo blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Das Mitte des 12. Jahrhunderts von Georg von Atiochien, einem Admiral König Rogers II von Sizilien, in Auftrag gegebene Gotteshaus wurde zunächst von einer griechisch orthodoxen Gemeinde genutzt. Kurioserweise diente seine Vorhalle aber auch lange Zeit byzantinischen Schreibern und Juristen als Arbeitsort. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche vom Benediktinerinnenkloster des Eloisia Martorana-Ordens übernommen und trug fortan den Beinamen „La Martorana“. Heute untersteht Santa Maria dell‘ Ammiraglio der italo-griechischen Kirchengemeinde Palermos.

Verschiedene Baumeister, mannigfache Stile

Die Kirche war ursprünglich quadratisch angelegt und hatte die Form eines griechischen Kreuzes mit vier gleich langen Armen. Ende des 16. Jahrhunderts wurde sie unter der Regie der Benediktinerinnen erweitert und in Rechteck-Form ausgebaut. Die Barockfassade stammt aus dem 17. Jahrhundert. An sie schließt sich der Glockenturm an. Das Gebäude weist sowohl griechische als auch normannische, arabische und barocke Stilelemente auf.

Atemberaubende Kunstschätze im Inneren

Das Innere der dreischiffigen Kirche ist von atemberaubender Schönheit und insbesondere für seine spektakulären byzantinischen Mosaiken aus dem 12. Jahrhundert berühmt. Sie schmücken die Rundbögen und Decken des Gotteshauses und haben über die Jahrhunderte kaum etwas von ihrer Farbbrillanz verloren.

Ein Glanzlicht ist das Christus-Mosaik in der Vierungskuppel. Es zeigt neben Jesus von Nazareth, als Herrscher der Welt auf einem Thron sitzend, auch mehrere Engelsfiguren, Propheten, und Evangelisten. Auf den umgebenden Bögen und Gewölben sind unter anderem Apostel und Märtyrer dargestellt.

Auf den Wand Mosaiken sind Georg von Atiochien und Roger II abgebildet. Der Admiral kniet demütig vor der Mutter Gottes am Boden. Die Darstellung des Königs weist eine bemerkenswerte Besonderheit auf: Sie zeigt eine Szene, in der Roger II nicht etwa – wie damals üblich - vom Papst, sondern von Jesus Christus höchstpersönlich gekrönt wird.

Die Kirche Santa Maria dell’Ammiraglio steht nahe der Universität, an der der Piazza Bellini. Unmittelbar neben ihr ist ein weiteres Gotteshaus zu finden: San Cataldo, eine der letzten Kirchen Siziliens im arabisch-normannischen Stil.

Bildnachweis: Matthias Süßen – Lizenz: CC BY-SA 4.0

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