Der Dolomiti Superski ist der Skipass-Verbund der Dolomiten. Mit einer einzigen Karte fährst du in zwölf Skigebieten in Südtirol, im Trentino und in der Provinz Belluno, laut Betreiber auf über 1.200 Pistenkilometern (Stand September 2026), der Tourismusverband Gröden und Trentino Marketing nennen rund 450 Liftanlagen (Stand September 2026). Die Tageskarte für Erwachsene kostet 2026/27 laut Preisliste 80 Euro, in der Hochsaison 89 Euro, knapp vier Prozent mehr als im Vorwinter. Die komplette Tabelle findest du im ersten Abschnitt.
Falls du noch überlegst, ob es überhaupt der große Verbund sein muss: Unsere Übersicht der Skigebiete in Südtirol stellt den Superski neben die Südtirol Skiarena (bis 2026 Ortler Skiarena) mit ihren kleineren Gebieten. Auf dieser Seite geht es um den Pass selbst, um Preise, Termine und die Frage, wo du am besten wohnst.
Der Verbund arbeitet mit einer festen Preisliste und zwei Preisstufen, die Preise schwanken also nicht mit der Nachfrage. Die Hochsaison gilt vom 20. Dezember 2026 bis 9. Januar 2027 und vom 31. Januar bis 20. März 2027. In der übrigen Zeit zahlst du den günstigeren Saisonpreis, also vom Beginn der Preisliste am 28. November bis 19. Dezember 2026, vom 10. bis 30. Januar 2027 und vom 21. März bis 11. April 2027.
Laut Preisliste von Dolomiti Superski für den Winter 2026/27, Stand 29. September 2026, kosten die Pässe für alle zwölf Gebiete in Euro:
| Tage | Erwachsene Saison | Erwachsene Hochsaison | Junioren Saison | Junioren Hochsaison | Senioren Saison | Senioren Hochsaison |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 80 | 89 | 56 | 62 | 72 | 80 |
| 2 | 159 | 177 | 111 | 124 | 143 | 159 |
| 3 | 231 | 257 | 162 | 180 | 208 | 231 |
| 4 | 296 | 329 | 207 | 230 | 267 | 296 |
| 5 | 355 | 394 | 248 | 276 | 319 | 355 |
| 6 | 407 | 453 | 285 | 317 | 367 | 407 |
| 7 | 432 | 480 | 302 | 336 | 389 | 432 |
| 10 | 580 | 645 | 406 | 451 | 522 | 580 |
| 14 | 743 | 826 | 520 | 578 | 669 | 743 |
Junioren sind in der Saison 2026/27 die Jahrgänge 2009 bis 2018, sie zahlen rund 30 Prozent weniger als Erwachsene. Als Senioren gelten alle, die 1961 oder früher geboren sind, ihr Nachlass liegt bei rund zehn Prozent. Kinder der Jahrgänge 2019 bis 2023 fahren gratis, wenn ein zahlender Erwachsener gleichzeitig einen Pass derselben Art und Dauer kauft, pro Erwachsenem ein Kind. Ausgenommen sind Superdays, Wertkarten, Superski Family und die DTL-Pässe. Den Saisonpass bekommt ein Kind gratis, wenn ein Elternteil gleichzeitig einen Saisonpass zum Volltarif kauft, sonst kostet er für Kinder 325 Euro. Für alle ermäßigten Tarife verlangt der Betreiber einen amtlichen Ausweis, eine eigene Altersangabe reicht nicht.
Für Familien ab drei Personen gibt es außerdem den Superski Family, ein Paket vorab gekaufter Skitage, das alle Familienmitglieder gemeinsam aufbrauchen. Im Vorwinter lief der Vorverkauf in der zweiten Novemberhälfte, die Termine für 2026/27 standen Ende September 2026 noch nicht fest.
Die Preisliste beginnt am 28. November 2026. Der Verbund sagt dazu selbst, dass ab diesem Tag nicht in allen Tälern Lifte laufen müssen. Als Erste haben Obereggen im Südtiroler Eggental den 27. November sowie der Kronplatz und die 3 Zinnen Dolomites den 28. November angekündigt. Gröden, Alta Badia und das Fassatal planen den Start für den 4. Dezember 2026. Laut Tourismusverband Gröden öffnet dann auch die Sellaronda, für Arabba nennen Branchenportale denselben Tag. Für den Betreiber beginnt die eigentliche Wintersaison erst mit der Sellaronda.
Wer zum Opening fährt, findet vom 28. November bis 19. Dezember 2026 das Angebot Dolomiti Superpremière. Bei teilnehmenden Unterkünften zahlst du laut Betreiber drei von vier Übernachtungen und Skitagen, kaufen musst du bis 16. Dezember. Gröden verbindet den Winterstart mit den Weihnachtsmärkten in St. Ulrich (Ortisei) und Wolkenstein (Selva), im Dezember fahren die Herren dort ihren Weltcup auf der Saslong.
Das Saisonende ist gestaffelt. Die Preisliste läuft bis 11. April 2027, so lange will auch der Kronplatz fahren. Gröden, die Seiser Alm, Alta Badia, die 3 Zinnen und Gitschberg Jochtal nennen den 4. April 2027 als letzten Skitag, Ostern fällt 2027 auf den 28. März. Einzelne Lifte schließen früher oder später, schau vor der Anreise in die Liftübersicht des Verbunds.
Neben dem Superski verkauft jedes der zwölf Gebiete einen eigenen Talpass. Der Talpass Gröden/Seiser Alm deckt laut Tourismusverband 79 Lifte und 181 Pistenkilometer ab und bringt dich bis auf Sellajoch und Grödner Joch. Für die komplette Sellaronda brauchst du dagegen den Superski, denn die Runde führt über Pordoijoch, Sellajoch, Grödner Joch und Campolongo-Pass durch vier Täler. Gleiches gilt für Ausflüge an die Marmolada oder nach Cortina.
Wie groß der Aufpreis ist, zeigt der Kronplatz (Plan de Corones), der beide Preislisten für 2026/27 veröffentlicht. Sechs Tage Superski kosten dort knapp acht Prozent mehr als sechs Tage Talpass. Schon ein einziger Ausflugstag in ein anderes Gebiet dreht die Rechnung: Fünf Tage Talpass plus eine Superski-Tageskarte kosten laut dieser Preisliste etwas mehr als sechs Tage Superski. Beachte auch die Kalender. Am Kronplatz endet die Hochsaison für den Talpass schon am 13. März 2027, für den Superski erst am 20. März.
Die Faustregel lautet also: Bleibst du eine Woche in einem Tal und willst nur dessen Pisten fahren, reicht der Talpass. Planst du die Sellaronda, die laut Betreiber rund 80 Kilometer lange Runde zum Ersten Weltkrieg um den Col di Lana (im Vorwinter nur Ende Januar bis Ende März) oder auch nur einen Tag im Nachbartal, nimm den Superski. Die Talpass-Preise legen die Täler künftig allein fest. Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM hat im August 2026 Zusagen des Verbunds angenommen, wonach Preise und Vertrieb der Talpässe nicht mehr im Verbund abgestimmt werden. Wer in den Wintern 2022/23 bis 2024/25 einen Talpass für ein bis 31 Tage gekauft hat, kann ab dem 15. Oktober 2026 über ein Online-Portal 20 Prozent des Preises zurück oder einen Gutschein über 30 Prozent für spätere Talpass-Käufe beantragen, ausgenommen Halbtages- und Saisonpässe. Die Antragsfrist war Ende September 2026 noch offen.
Das Herz des Verbunds bilden die vier Sellaronda-Täler. Gröden (Val Gardena) ist über Lifte mit der Seiser Alm verbunden und bildet mit ihr ein gemeinsames Gebiet. Alta Badia mit Corvara, Kolfuschg (Colfosco) und St. Kassian (San Cassiano) liegt ebenfalls an der Runde. Das Fassatal (Val di Fassa) im Trentino, im Verbund zusammen mit Carezza in Südtirol, erreicht die Runde über Canazei und Campitello, wo seit Dezember 2025 eine neue Dreiseilumlaufbahn auf den Col Rodella fährt. Arabba/Marmolada verbindet die Sellaronda mit der Marmolada. Deren Seilbahn endet an der Punta Rocca auf gut 3.200 Metern, dem höchsten mit dem Superski erreichbaren Punkt, von dort führt die Abfahrt La Bellunese rund zwölf Kilometer ins Tal.
Im Pustertal liegen der Kronplatz über Bruneck (Brunico) und die 3 Zinnen Dolomites im Hochpustertal. In der Provinz Belluno gehören Cortina d'Ampezzo, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2026, und die Civetta dazu. Im Eisacktal zählt das Gebiet Gitschberg Jochtal/Brixen mit der Plose über Brixen (Bressanone) zum Verbund. Dazu kommen das Fleimstal mit Obereggen im Südtiroler Eggental, San Martino di Castrozza mit dem Rollepass sowie Alpe Lusia/San Pellegrino zwischen Moena und Falcade in der Provinz Belluno. Nicht alle Gebiete sind auf Ski verbunden, zwischen manchen fahren laut Betreiber kostenpflichtige Busse oder Züge.
Den Pass kaufst du im Online-Shop des Verbunds, an den Skipass-Kassen in den Tälern oder in Unterkünften, die den Hotel Skipass Service anbieten. Online lohnt sich: Wer Tages- oder Mehrtagespässe mindestens zwei Tage vor dem ersten Skitag kauft, bekommt laut Betreiber und Tourismusverband Gröden 5 Prozent Nachlass. Den Pass lädst du auf die wiederaufladbare My Dolomiti Card oder holst ihn mit dem Gutscheincode an einer der Pick-up-Boxen an den Talstationen ab. Behalte die Karte, laut Tourismusverband Gröden sinkt der Online-Rabatt auf 3 Prozent, wenn du dir eine neue Karte ausstellen lässt.
Ein gesetzliches Widerrufsrecht gibt es beim Skipass laut Betreiber nicht. Geld zurück gibt es laut Betreiber nur nach einem Skiunfall mit ärztlicher Bescheinigung aus dem Gebiet oder dem Krankenhaus, und auch dann nicht für Tagespässe, Superski-Family-Karten und Wertkarten. Bei Mehrtagespässen bekommst du den Kaufpreis abzüglich des Listenpreises für die gefahrenen Tage zurück, den Antrag stellst du innerhalb von 15 Tagen bei einer Hauptverkaufsstelle. Der Pass ist persönlich und nicht übertragbar.
Zwei Pflichten gelten auf allen Pisten in Italien. Du brauchst eine Haftpflichtversicherung für Schäden an Dritten, die im Skipass nicht enthalten ist, und seit dem Winter 2025/26 gilt die Helmpflicht für alle Altersgruppen. Die Polizei kontrolliert auf der Piste, bei Verstößen drohen Bußgeld und der Entzug des Skipasses.
Mit dem Superski wohnst du am besten direkt an der Sellaronda, dann startest du jeden Morgen ohne Busfahrt in die Runde. Wolkenstein in Gröden liegt direkt an der Runde, die Talstationen von Dantercepies und Ciampinoi stehen im Ort. Eine Auswahl findest du bei den Unterkünften in Wolkenstein. St. Ulrich passt, wenn du öfter auf die Seiser Alm oder zur Seceda willst.
In Alta Badia ist Corvara der Knotenpunkt, von hier erreichst du die Runde in beide Richtungen und das Gebiet um Kolfuschg und Stern (La Villa). Im Fassatal steigst du in Canazei über die Bahn zum Col dei Rossi in die Runde ein, Campitello ist die Alternative mit direktem Zugang zum Col Rodella. In Arabba liegst du zwischen Sellaronda und Marmolada. Am Kronplatz wohnst du in Bruneck, Olang (Valdaora) oder St. Vigil (San Vigilio), für die Sellaronda musst du von dort erst in ein anderes Tal fahren. Frag bei der Buchung, ob die Unterkunft den Hotel Skipass Service anbietet, dann kaufst oder holst du den Pass dort.
Laut Preisliste von Dolomiti Superski, Stand 29. September 2026, kostet die Tageskarte für Erwachsene 80 Euro in der Saison und 89 Euro in der Hochsaison, sechs Tage kosten 407 oder 453 Euro. Im Winter 2025/26 lag die Tageskarte bei 77 und 86 Euro. Der Saisonpass für Erwachsene kostet im Vorverkauf bis 24. Dezember 2026 990 Euro, danach 1.060 Euro. Online sparst du 5 Prozent, wenn du mindestens zwei Tage vorher kaufst.
Die Preisliste gilt ab 28. November 2026, erste Gebiete wie Kronplatz und 3 Zinnen öffnen um dieses Wochenende. Gröden, Alta Badia und das Fassatal planen den Start für den 4. Dezember 2026, die Sellaronda soll am selben Tag öffnen, wenn der Schnee reicht. Die Preisliste endet am 11. April 2027, viele Gebiete schließen schon am 4. April.
Ja, Kinder der Jahrgänge 2019 bis 2023 bekommen einen kostenlosen Tages- oder Mehrtagespass, wenn ein zahlender Erwachsener gleichzeitig denselben Pass kauft. Das gilt für ein Kind pro Erwachsenem, ausgenommen Superdays und Wertkarten. Den Kinder-Saisonpass gibt es gratis zum Saisonpass eines Elternteils.
Ja. Die Runde führt durch Gröden, Alta Badia, Arabba und das Fassatal, ein einzelner Talpass deckt nur einen Teil ab. Rechne für die rund 40 Kilometer mit fünf bis sechs Stunden und starte früh.
Laut Betreiber über 1.200 Kilometer in zwölf Skigebieten, Stand September 2026. Der höchste mit dem Pass erreichbare Punkt ist die Bergstation Punta Rocca an der Marmolada auf gut 3.200 Metern.