Teatro Massimo, Opernhaus von Palermo, Sizilien | italien.de

Teatro Massimo

Viele der berühmtesten Opern der Welt werden in italienischer Sprache aufgeführt. Sie in einem der schönsten italienischen Opernhäuser zu verfolgen ist deshalb ein ganz besonderes Erlebnis. Das Teatro Massimo auf der Piazza Verdi in Palermo bietet hierfür einen glanzvollen Rahmen. Es ist das größte Opernhaus Italiens und das drittgrößte in Europa.

Prachtvolles Gebäude im Historismus-Stil

Das prächtige historistische Gebäude wurde zwischen 1875 und 1897 von Giovanni Battista Filippo Basile und seinem Sohn Ernesto errichtet. Zur feierlichen Eröffnung spielte man die Oper Falstaff von Giuseppe Verdi.

Mitte der 1970er Jahre kam es zur Schließung des Opernhauses, die über 20 Jahre lang andauern sollte. Grund waren bauliche Mängel und mafiöse Machenschaften in der örtlichen Baupolitik. Erst zu seinem hundertsten Geburtstag wurde das Haus wiedereröffnet. Auch diesmal mit einer Verdi-Oper: 1997 gab man hier den Nabucco. Die Wiedereröffnung war vor allem dem damaligen langjährigen Bürgermeister und entschiedenen Mafia-Gegner Leoluca Orlando zu verdanken. Das Teatro Massimo gilt seitdem auch als Symbol für den erfolgreichen Kampf gegen die sizilianische Mafia.

Baukunst trifft Klangwelten

Das Äußere des Opernhauses wird von einem Portikus mit sechs korinthischen Säulen dominiert. Eine von steinernen Löwen bewachte Freitreppe führt zum Eingang hinauf. Wer den großen Opernsaal im Inneren betritt, dem fällt sofort die schon von außen erkennbare gewaltige Kuppel auf, die den ganzen Raum beherrscht. Der große Saal (Sala Grande) misst ca. 26 mal 19 Meter, bietet über 1.300 Sitzplätze und wird für seine außergewöhnliche Akustik gerühmt.

In Palermo ist von November bis Juli Haupt-Opernsaison. Außerhalb der spektakulären Aufführungen lohnt sich der Besuch des Teatro Massimo aber ebenfalls. Täglich außer montags können diverse Räumlichkeiten des Gebäudes im Rahmen von geführten Touren besichtigt werden. Das Foyer ist ebenso sehenswert wie die Säle Sala Grande, Sala Uno, Sala Pompeiana und Sala degli Stemmi sowie die Bühnen Palco Bellini und Palco Reale.

Auf den Spuren Francis Ford Coppolas

Ein interessantes Detail am Rande: Filmfreunden dürfte das Teatro Massimo merkwürdig vertraut vorkommen: Francis Ford Coppola machte es 1990 zum Schauplatz einer Schlüsselszene seiner legendären Filmtrilogie „Der Pate“. Untermalt mit Melodien aus der Oper Cavalleria Rusticana von Mascagni wird das Teatro Massimo im Film zum Ort eines gescheiterten Mordanschlags auf den Mafioso Michael Corleone.

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