Cala Goloritze
Baunei, Sardinien

Cala Goloritze

Naturdenkmal mit Bilderbuch-Charme

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Cala Goloritzé liegt an der Ostküste Sardiniens im Golfo di Orosei und gehört zur Gemeinde Baunei. Die kleine Bucht ist eines der bekanntesten Naturziele der Insel. Über dem Strand ragt die Felsnadel Aguglia rund 143 Meter in die Höhe, davor liegt ein Ufer aus weißen Kalksteinkieseln und ein Wasser, das je nach Lichteinfall von hellem Türkis bis zu tiefem Blau reicht. Wer Bilder von Sardinien sieht, hat diese Bucht oft schon vor Augen gehabt, ohne ihren Namen zu kennen.

Zur Cala Goloritzé führt keine Straße. Du erreichst sie nur zu Fuß über einen Wanderweg vom Golgo-Hochplateau oder mit dem Boot aus den Häfen der Umgebung. Seit 1995 steht das Gebiet unter Schutz, und pro Tag dürfen nur 250 Gäste an den Strand. Dieser Zugang muss vorab gebucht werden. Wer den Abstecher plant, sollte also nicht spontan losziehen, sondern Ticket, Startzeit und Anreise vorher klären. Auf dieser Seite findest du alles dazu.

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Die Felsnadel Aguglia und der weiße Strand

Das Wahrzeichen der Bucht ist die Aguglia, auch Guglia di Goloritzé genannt. Die schlanke Kalksteinnadel steht am Fuß des Monte Caroddi und erhebt sich rund 143 Meter über dem Strand. Sie zieht Kletterer aus vielen Ländern an, denn die senkrechte Wand gilt als eine der markantesten Kletterrouten Sardiniens. Vom Strand aus wirkt die Nadel wie ein Zeigefinger aus Fels, der direkt aus dem Küstenhang wächst.

Neben der Aguglia spannt sich ein großer natürlicher Felsbogen über das Wasser, der zweite Blickfang der Bucht. Der Strand selbst besteht nicht aus Sand, sondern aus unzähligen kleinen, glatten weißen Steinchen. In Verbindung mit dem hellen Untergrund entsteht das leuchtende Türkis, für das die Cala Goloritzé bekannt ist. Das Wasser ist außergewöhnlich klar, sodass sich der flache Bereich vor dem Ufer gut zum Schnorcheln eignet. Feste Badeschuhe sind sinnvoll, weil die Kiesel unter den Füßen hart sind und der Grund schnell tiefer wird.

Vom Erdrutsch zum Naturdenkmal

Der weiße Strand ist geologisch jung. Er entstand 1962, als sich eine Mure aus der Felswand löste und das helle Gesteinsmaterial an der Küste ablagerte. Aus diesem Ereignis ging das Ufer hervor, das heute so viele Gäste anzieht. Wegen seiner Seltenheit und Empfindlichkeit wurde das Gebiet 1993 zum Naturdenkmal und 1995 zum nationalen Monument Italiens erklärt.

Der Schutzstatus wirkt sich direkt auf den Besuch aus. Der Zugang ist auf 250 Personen pro Tag begrenzt, ein sogenanntes numero chiuso. Boote dürfen nicht näher als 300 Meter an das Ufer heranfahren, damit der empfindliche Meeresgrund geschont wird. Auch das Anlegen und das Ausbringen von Ankern in Ufernähe sind untersagt. Diese Regeln sind der Grund, warum die Bucht trotz ihrer Bekanntheit nicht überlaufen wirkt und ihr Wasser so klar bleibt.

Anreise, Tickets und Tipps

Der Wanderweg beginnt am Golgo-Hochplateau oberhalb von Baunei, am Ausgangspunkt Su Porteddu. Von dort führt der Pfad rund drei Kilometer durch den Supramonte bis zur Bucht, mit einem Höhenunterschied von etwa 470 Metern. Für den Abstieg solltest du rund eine bis anderthalb Stunden einplanen, für den anstrengenderen Rückweg bergauf gut zwei Stunden. Der Weg ist teils steinig und ungeschützt, daher gehören festes Schuhwerk, Sonnenschutz und ausreichend Wasser und Verpflegung ins Gepäck, denn am Strand gibt es keine Versorgung.

Für den Zugang wird eine Umweltgebühr fällig, die zuletzt bei rund 6 bis 7 Euro pro Person lag. Wegen des Tageslimits ist eine Reservierung dringend zu empfehlen. Sie läuft über den Anbieter Heart of Sardinia, entweder über dessen App oder die Website. Der Wanderweg ist nur tagsüber geöffnet, in der Hauptsaison etwa von 7:30 Uhr bis 14 Uhr. Am angenehmsten ist der frühe Morgen, weil es dann noch kühler ist und der Strand weniger voll. Da sich Öffnungszeiten und Preise je nach Saison ändern können, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Angaben vor der Anreise.

Die zweite Möglichkeit ist die Anfahrt mit dem Boot. Von Cala Gonone und von Santa Maria Navarrese starten geführte Bootstouren, die den gesamten Golfo di Orosei ansteuern. Weil die Boote wegen der Schutzzone nicht direkt anlegen dürfen, wird der letzte Abschnitt zum Strand geschwommen oder mit einem kleinen Beiboot zurückgelegt. Eine Bootstour ist die bequeme Variante und lässt sich gut mit einem Besuch weiterer Buchten verbinden. Zum Baden eignen sich vor allem die Monate Juni bis September, während Frühling und Herbst angenehmere Temperaturen zum Wandern bieten.

In der Umgebung

Die Cala Goloritzé ist Teil des Golfo di Orosei, einer der eindrucksvollsten Küstenlinien Sardiniens. Ganz in der Nähe liegen weitere berühmte Buchten, die ebenfalls nur zu Fuß oder per Boot erreichbar sind. Dazu zählen die Cala Mariolu mit ihren rosa schimmernden Kieseln und die Cala Luna mit ihren Höhlen in der Felswand. Als Ausgangsorte für Touren eignen sich neben Baunei auch Tortolì mit dem Hafen Arbatax an der Ostküste.

Wer die Region über einen der großen Flughäfen ansteuert, landet meist in Olbia im Nordosten oder in Cagliari im Süden. Von beiden Städten führt die Fahrt entlang der Küste oder durch das Inselinnere bis in den Golfo di Orosei. So lässt sich der Besuch der Cala Goloritzé gut in eine längere Sardinien-Rundreise einbauen, bei der die Buchten der Ostküste den landschaftlichen Höhepunkt bilden.

Häufige Fragen

Wie kommt man zur Cala Goloritzé?

Nur zu Fuß oder per Boot. Der Wanderweg startet am Golgo-Hochplateau bei Su Porteddu oberhalb von Baunei und führt rund drei Kilometer bis zur Bucht. Alternativ fahren Bootstouren aus Cala Gonone und Santa Maria Navarrese, die wegen der Schutzzone rund 300 Meter vor dem Ufer stoppen.

Muss man für die Cala Goloritzé ein Ticket buchen?

Ja. Der Zugang ist auf 250 Personen pro Tag begrenzt und muss vorab reserviert werden, meist über den Anbieter Heart of Sardinia per App oder Website. Die Umweltgebühr lag zuletzt bei rund 6 bis 7 Euro pro Person.

Wie lange dauert die Wanderung zur Cala Goloritzé?

Rund eine bis anderthalb Stunden für den Abstieg und gut zwei Stunden für den Rückweg bergauf. Der Pfad ist etwa drei Kilometer lang und überwindet ungefähr 470 Höhenmeter, festes Schuhwerk und Wasser sind Pflicht.

Wann ist die beste Reisezeit für die Cala Goloritzé?

Zum Baden eignen sich Juni bis September mit warmem Wasser. Für die Wanderung sind Frühling und Herbst angenehmer, weil es dann kühler ist. Der frühe Morgen ist am ruhigsten, da der Wanderweg meist ab 7:30 Uhr geöffnet ist.

Wie hoch ist die Felsnadel Aguglia?

Die Aguglia ragt rund 143 Meter über dem Strand auf. Die schlanke Kalksteinnadel am Monte Caroddi ist das Wahrzeichen der Bucht und eine bekannte Kletterroute Sardiniens.

Lohnt sich eine Bootstour zur Cala Goloritzé?

Ja, eine Bootstour ist die bequeme Alternative zur Wanderung. Von Cala Gonone und Santa Maria Navarrese führen geführte Touren durch den gesamten Golfo di Orosei, sodass sich mehrere Buchten wie Cala Luna und Cala Mariolu an einem Tag verbinden lassen.

Über den Autor

Marcus

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Küche

Marcus fährt seit 2002 mehrmals im Jahr nach Italien, vom Norden bis in den Süden, mit einer Schwäche für die Toskana rund um Siena und Florenz. Zu Hause steht er nach Nonna-Art am Herd, und über seine Carbonara lässt er nicht mit sich verhandeln.

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Wetter in Baunei

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Mi31° 28° 0%
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Fr30° 27° 0%
Sa30° 27° 0%

Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.

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Klima & beste Reisezeit

Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.

Klima im Jahresverlauf

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